Frage von SelmaH, 79

Werkstudent und 450-Euro-Job/ 1 Klausur übrig, keine Vorlesungen in diesem Semester.

Hi zusammen, ich habe endlos gegoogelt und kann zu meinem Fall nichts finden.

Als Student versucht man ja so wenig wie Möglich Abgaben zu haben wenn es um einen Nebenjob geht.

Bei mir ist der Fall, dass ich noch eine Prüfung habe aber erst im September. Die Vorlesungen gibt es zu dem Fach nur im Wintersemester, sprich Oktober bis Mitte Januar. Somit habe ich "quasi" Vorlesungsfrei.

Ich würde gerne zu meiner Werkstudententätigkeit zusätzlich einen 450 Euro Job ausüben, da ich schwer über die Runden komme mit meiner hohen Miete, Krankenversicherung und Studiengebühren. Ich beziehe zur Zeit Kindergeld.

Ich würde gerne wissen welche Abgaben ich haben würde mit diesen zwei Jobs? Demnach würde ich über 20 Std pro Woche arbeiten. Und es hieße ich verliere meinen Studentenstatus, weil ich mich nicht dem Studium widmen kann.- Ich habe aber wie gesagt keine Vorlesungen zu meiner letzten Prüfung.

Wie schaut es dann mit dem Kindergeld aus?

Danke!

Antwort vom Anwalt erhalten
Anzeige

Schneller und günstiger Rat zum Arbeitsrecht. Kompetent, von geprüften Rechtsanwälten.

Experten fragen

Antwort
von UIrlii, 75

20 Stunden pro Woche darf man als Student doch arbeiten. Das ist aber die Obergrenze. Ich hab früher auch als Werkstudentin gearbeitet und zwar jede Woche 20 Stunden. Bei mir gab es da auch überhaupt keine Probleme. Und als Student kannst du auch soviel verdienen wie du willst, hauptsache alles ist richtig angemeldet und wird versteuert.

Antwort
von freelance, 65
  • hier kommt es m.E. auf den Verlauf des Gesamtjahres an. Hier könnten die kommenden 365 Tage relevant bei der Entscheidung sein. Wenn man als 26 Wochen davon und mehr als 20h/ Woche arbeitet, gilt man nicht mehr als Student.
  • Für einen Zeitraum von 50 Tagen am Stück sehe ich mehr als 20h/ Woche als unschädlich.
  • wer mehr als 450 Euro p.M. verdient, wird nicht mehr familienversichert. Hier fällt in der GKV ein kleiner Zusatzbeitrag an. In der PKV ist das egal (bei den meisten Versicherungen)
  • Kindergeld? Keine Relevanz beim Verdienst (sofern der Anspruch darauf nicht verfällt)
  • Rentenversicherung fällt bei Werkstudenten an (über 450 Euro)

Letztendlich ist das ein Grenzfall, bei dem man die 20h-Grenze mit der Sozialversicherung klären sollte, um Überraschungen zu vermeiden.

Infos findet man hier:

http://www.aok-on.de/studierende/studium-zukunft/jobben-und-sozialversicherung/s...

Kommentar von SelmaH ,

Ich kenne das alles schon, nur das mit den 26 Wochen ist mir unklar. #### Headline ####

*"cc) 26-Wochen-Regel für Jobs mit mehr als 20 Wochenstunden

Nicht nur in Bezug auf die wöchentliche Arbeitszeit, sondern auch auf den Zeitraum von einem Jahr bezogen muss der Studentenstatus den Status als Arbeitnehmer überwiegen. Auch wer mehr als 26 Wochen (182 Kalendertage) im Jahr mehr als 20 Stunden arbeitet, wird daher als Arbeitnehmer versicherungspflichtig. Bei der Berechnung werden nur Beschäftigungen mit mehr als 20 Wochenstunden (mit Ausnahme absolvierter Pflichtpraktika) berücksichtigt.

Der Jahreszeitraum wird folgendermaßen bestimmt: Vom voraussichtlichen Ende der zu beurteilenden Beschäftigung werden die letzten 12 Monate betrachtet.

Wird der Zeitraum von 26 Wochen mit der zu beurteilenden Beschäftigung überschritten, tritt die Versicherungspflicht mit Beginn der zu beurteilenden Beschäftigung ein bzw. mit dem Zeitpunkt, in dem erkennbar ist, dass der Zeitraum überschritten wird.

Seid Ihr als Arbeitnehmer versicherungspflichtig könnt Ihr in Abschnitt III. 2. nachlesen, was hinsichtlich der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung dann für Euch gilt.

b) Rentenversicherung

Studierende, die nicht nur geringfügig jobben, sind - ebenso wie andere Arbeitnehmer - versicherungspflichtig in der Rentenversicherung. In der Regel müssen Arbeitgeber und Arbeitnehmer den Versicherungsbeitrag je zur Hälfte tragen. Liegt der Verdienst unter 850 Euro (sog. Midijob; bis Ende 2012 lag die Grenze bei 800 Euro), fällt die Beitragslast für den Arbeitnehmer geringer aus (Gleitzonenregelung). Die Beitragslast beginnt allerdings nicht bei 0%, sondern bei 4% (unverbindliche Angabe, am besten aktuell erkundigen!)."* ____________________________________________________________

ALSO....Bei Überschreitung der 26 Wochen mit über 20 Stunden tretet die Versicherung ein, ... nur für den Betrag** über** die 26 Wochen??

Bezüglich der Kindergeldes stoße ich andauernd nur darauf dass man nicht über 20 std a woche arbeiten kann, den Bezug zu der 26-Wochen-Regel habe ich nirgendswo sehen können..?! :/ #### Headline ####

Kommentar von barmer ,

Hallo, das Kindergeld bekommen Deine Eltern, das spielt hier keine Rolle. Zumindest wenn es die erste Ausbildung ist.

Ich finde das oben klar: Du kannst jetzt 25 Wochen mehr als 20 Stunden arbeiten, ohne sozialversicherungspflichtig in KV, PV und ALV zu werden. IN RV sowieso ab 461 EUR.

Immer vorausgesetzt, der Arbeitgeber macht alles richtig.

Antwort
von Primus, 48

Hier wurde eine fast identische Frage beantwortet:

http://www.finanzfrage.net/frage/werkstudent--450--minijob-ueber-30-jahre

Kommentar von SelmaH ,

Genau fast identisch.. das habe ich bereits gelesen, jedoch weicht ein Fall nur ein wenig von einem Anderen ab, schlagen schon andere Gesetze ein, die Regelungen für erwerbstätige Studenten sind sehr vielfältig. Ich bin unter 30, also Anfang 20, meinen Minijob würde ich nicht nur am Wochenende ausüben, und beim Werkstudentenjob habe ich keine Sozialversicherungsabgaben, sowie auch keine 17% KV, bin nämlich in der Studentischen Krankenkasse ~78€.

Habe zu meiner letzten Prüfung keine Vorlesung mehr, und die Frage ist ob diese Zeit von denen auch als Vorlesungsfrei angesehen wird, so könnte ich nach Regel über 20 Std arbeiten auch unter der Woche ohne zusätzliche Abgaben.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community