Frage von Troja71, 6

Werden Fahrtkosten zur Arbeit auch für PKW erstattet ?

Ein Azubi hat im Vertrag stehen, daß ihm die Fahrtkosten zum ausbildungsbetrieb und zur Berufsschule bis max. zur Höhe der Fahrtkosten mit öffentl. Verkehrsmitteln erstattet werden. Der Azubi fährt einen PKW, der auf seinen Vater zugelassen ist. Kann er dennoch die Kosten mit PKW angeben, also wie bei einer Steuererklärung (Einfache Km zur Arbeit x 0,30 €) ?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von freelance,

wie kommst du auf die 30 Cent/ km, wenn doch im Vertrag steht:

bis max. zur Höhe der Fahrtkosten mit öffentl. Verkehrsmitteln

Damit sehe ich folgende Fälle:

  • er bekommt mehr als die 30 Cent je Distanz-km, wenn die Öffentlichen teurer sind
  • er bekommt weniger, wenn die Öffentlichen günstiger sind
  • er bekommt exakt den Betrag, wenn die Öffentlichen genauso teuer sind

Genau genommen müsste man folgende Logik sehen: Fahrten zur Arbeit entsprechen 30 Cent / Distanz-km. Fahrten in die Schule sind 30 Cent je gefahrenen km. Das kann er unabh. davon bei seiner Steuer angeben, falls relevant.

Damit kann er das ansetzen, was die Öffentlichen kosten würden. Auch hier sollte er prüfen, was damit genau gemeint ist: 1. Klasse, ICE, Bahn, Bus etc. Hier unterscheiden sich die Konditionen.

Expertenantwort
von wfwbinder, Community-Experte für Absetzbarkeit,

"bis maximal zur Höhe der Fahrtkosten mit ÖPV."

Das beinhaltet doch, bis zu dieser Höhe, auch wenn Du ein anderes Verkehrsmittel nimmst.

Sonst müßte ja stehen "werden für die Fahrten mit dem ÖPV erstattet."

Also zum AG gehen und sagen, ich fahre Auto, aber die Fahrkarte/Monatskarte kostet ....,- ich bitte um Erstattung. Sollten die 30 Ct. pro entfernungskiloter jedoch weniger sein, könnte der AG das bestimmt auf die Höhe begrenzen.

Antwort
von LittleArrow,

Was spricht dagegen, mit dem betreffenden Arbeitgeber zu sprechen? Bequemlichkeit? Schließlich geht es um seine freiwillige Leistung für diesen Zweck. Wenn der Azubi die Klärung nicht vorher durchführt, dann kann der Arbeitgeber die Erstattung im Nachhinein ablehnen.

Es mag ja gute Gründe geben, warum der ÖPNV hier für den Transport nicht in Frage kommt (z.B. körperliche Behinderung, mangelnde ÖPNV-Verfügbarkeit, 60 Minuten längere Fahrzeit). Aber es kann genauso gut sein, dass der Arbeitgeber aus Umweltschutzgründen genau und nur die Nutzung des ÖPNV fördern will und deshalb dann den privaten PKW grundsätzlich nicht bezuschußt.

Antwort
von imager761,

Den freiwilligen Fahrtkostenzuschuss muß der Ausbildende nun nicht höher gewähren - warum sollte er?

Richtigerweise kann man bei seiner LSt-Erklärung 0,30 KM einfache Fahrtstrecke ansetzen und muss diesen Zuschuss angeben und sich voll anrechnen lassen.

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