Frage von EarthPrime,

Werbepost zu Anlage in Genussrechte – besser gleich wegwerfen?

Ich bekomme recht häufig Post von verschiedenen Unternehmen mit Werbung in ihre Genussrechte zu investieren. Sollte man diese Art Werbung besser gleich in die Tonne hauen oder kann es sich lohnen die Angebote näher anzuschauen?

Antwort
von gandalf94305,

Die Papiermülltonne steht bei mir auf dem Weg zwischen Briefkasten und Haustür. Die Prokon-Flyer und was da sonst noch so alles kommt, läßt sich damit sehr bequem entsorgen.

Kommentar von Fragfreund ,

Och, manche Infos, wie Essen auf Rädern und die örtliche Pizzainfos sind doch ganz informativ.

Antwort
von GeorgeAvard,

In Genussrechte von Firmen zu investieren ist allgemein eine heikle Sache, denn bei einer Firmenpleite kann man so sein ganzes Geld verlieren. Firmen die es nötig haben per Post zu werben sind wahrscheinlich allgemein auch eher die, die es nötig haben. Ich würde an Deiner Stelle Informationen zu Anlageentscheidungen lieber aus anderen, objektiveren Quellen ziehen an Hand derer man auch besser vergleichen kann.

Antwort
von detlef32,

Wer sich im Internet (oder auch hier) mal ein wenig über Prokon und Konsorten informiert stellt halt schnell fest wie es um die Sicherheit dieser Anlagen steht. Also ab damit in den Papiercontainer.

Eigentlich sollte es auch der normale Menschenverstand sagen.

Du bekommst heute eine 10 jährige Hypothek für etwa 2,5%. Eine 10 Jährige Siemens Anleihe bringt 3% Rendite. Ein guter Privatkunde bekommt Geld für 5%. Also warum sollte jemand den Aufwand mit Individualkunden und einer deutlich höheren Verzinsung betreiben wenn er bei guter Bonität doch vom Kapitalmarkt Geld zu deutlich niedrigeren Konditionen erhalten kann.

Weil er es eben nicht kann und deshalb ein deutlich höheres Risiko bietet.

Und dem Typen mit dem probeweisen Rückgabe von 10.000 Euro ins Stammbuch geschrieben: Jedes Schnellballsystem funktioniert eine gute Zeit auch mit Entnahmen.

Antwort
von SBerater,

man kann sich das schon ansehen, aber man sollte die Risiken von Genussrechten kennen. Genussrechte sind unternehmerische Beteiligungen, bei denen ein Totalverlust möglich ist. Das Risiko wird durch diese Art der Werbung nicht geringer.

Man sollte sich auch fragen, ob ein Emittent, der über den Postwege seine Anlagen bewirbt, ein guter Emittent ist. Es geht hier um Anlagevolumina, die meist nicht so hoch sind. Und wenn man dann die Kosten für die Postmailings sieht, dann gehen für diesen Vertriebskanal schon grosse Summen weg. Das würde mich stören und nachdenklich machen, denn sicherer wird die Anlage dadurch nicht.

Macht man sich dennoch die Arbeit, so sollte man die Unterlagen prüfen, die Geschäftsberichte, die Klarheit und Nachvollziehbarkeit der Unterlagen.

Ich achte auf solche Werbung nicht.

Antwort
von Privatier59,

Wieso in die Tonne hauen? Hast Du kein Katzenklo? Da eignet sich Werbepost hervorragend für. Und zu den Genußrechten: Genießen tut zunächst mal das Unternehmen. Obs für den Anleger auch ein Genuß wird, steht in den Sternen.

Kommentar von Mikkey ,

Also ich hab noch keine Katze gesehen, die auf dem Klo liest

Kommentar von Privatier59 ,

...ich dachte auch eher ans andere Katzenende.

Kommentar von Fragfreund ,

Meist sinds Glanzprospekte mit geringer Aufnahmefähigkeit. Sei nicht so geizig und kauf dem Tier Katzan (oder wies heißt). Es wird's dir danken und es stinkt nicht so bei dir zu Hause, wenn der Herr Pfarrer zu Besuch kommt, um dich zu überzeugen, wieder in die Karg einzutreten.

Antwort
von Niklaus,

Gewinn wird bei einem Genussschein nur ausgezahlt, wenn auch das Unternehmen Gewinn macht. Genussscheine werden in der Regel nachrangig ausgestaltet. Im Falle einer Insolvenz wird der Genussscheingläubiger erst nach den Forderungen der anderen Fremdkapitalgläubiger bedient. Genussscheine sind auch nicht durch die Einlagensicherung abgesichert. Als Alternative würde ich mir höchstens einen Investmentfonds der in Genussschein investiert kaufen. Da suchen die Fondsmanager die richtigen Genussscheine aus. Mein wichtigster Rat ist nur solche Produkte zu kaufen, die man kennt und verstanden hat.

Antwort
von maxbreak,

So wie ich das sehe kann man sich damit an einer Firma beteiligen? Es gibt aber auch tausende andere Firmen, deren Aktien man kaufen kann. Wieso sollte man anstatt einer Aktienbeteiligung dann umständliche, schwer durchschaubare, meist mit nicht neutralen Informationen ausgestattete Genussrechte kaufen, an die man noch dazu längerfristig gebunden ist?

Antwort
von Fragfreund,

Ich erhalte seit 8 Jahren jährlich 8% Zinsen von Prokon. Es ist leicht auszurechnen, wann ich mein eingezahltes Kapital wieder heraus habe. Darüberhinaus habe ich (probehalber) nur einfach mal so 10.000 Euro vor 6 Monaten gekündigt. Das Geld wurde prompt innerhalb ca. eines Monats zurückgezahlt. Ich möchte mich daher an den "Genussrechtenhasserdiskussionen" der Banken und deren Wasserträger nicht beteiligen, sondern nur die Tatsachen, wie oben angeführt neutral darstellen.

Kommentar von Fragfreund ,

Während ich einer Immobilienbeteiligung meines ständig schwitzenden Anlageberaters meiner Sparkasse gerade noch mit heiler Haut entkommen bin, da ich mich ausführlich im Internet informiert habe und mir die Trümmer bei einem Berlinbesuch vor Ort angeschaut habe. Den Mietern des angeblich international seit Jahren vermieteten Bürokomplexes fehlt offensichtlich das Geld für Firmenschilder. Vielleicht denken sie auch, die Deutschen können eh kein Kisuaheli oder Nigerianisch lesen.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community