Frage von wahlmuenchner, 908

Wer zahlt die Lohnkosten, wenn dem Kind eine Kur verordnet wird und Mutter begleitet das Kind?

Meine vierjährige Nichte hat schlimme Neurodermitits und ein Arzt riet zu einer vierwöchigen Kur, bei der die Mutter dabei ist. Nun arbeitet die Mutter in Teilzeit (50%). Muss sie unbezahlten Urlaub nehmen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Zitterbacke, 908

Nach § 10 Bundesurlaubsgesetz dürfen Maßnahmen der medizinischen Vorsorge und Rehabilitation nicht auf den Urlaub angerechnet werden. Sie braucht für ihre Kur also keinen Urlaub beantragen .

Sie hat Anspruch auf Lohnfortzahlung.

Kommentar von SBerater ,

vermutlich greift der § nicht 1:1, denn es geht nicht um die Mutter selbst, sondern um die Mutter der Nichte, die auf Kur muss.

Kommentar von Zitterbacke ,

Entschuldigung meine Antwort bezog sich auf die Mutter-Kind-Kur.

Bei euch liegt aber eine Kinderheilbehandlung vor . Da gilt :

"Die Kosten für die Unterbringung einer Begleitperson während der Kinderheilbehandlung übernehmen die Rentenversicherungsträger nur, wenn die Begleitperson aus medizinischen und therapeutischen Gründen notwendig ist oder das Kind noch nicht eingeschult ist. Die Notwendigkeit muss vom behandelnden Arzt oder einem Arzt der Reha-Klinik begründet werden."

http://www.betanet.de/betanet/soziales_recht/Kinderheilbehandlungen-218.html

Antwort
von alfalfa, 801

Also. Arbeitsrechtlich hat Sie nach § 616 BGB ein Anrecht auf Freistellung - unvergütet. Für einen definierten Zeitraum hat sie für diese Freistellung einen Anspruch auf Krankengeld. In § 45 SGB V nachzulesen.

http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__45.html

Ist die Reha bzw Anwesenheit auch medizinisch notwendig würde ggfs die DRV als Kostenträger Zeiträume die über das Krankengeld hinauslaufen auch bezahlen. Fazit bei GKV/DRV nachfragen. Ist sie PKV Versichert hat sie natürlich keinen Anspruch auf Krankengeld.

Antwort
von charlottikaro, 692

Habe ich auf der Seite der RV gefunden . Vielleicht hilft es weiter .

"Verdienstausfall kann bei einer notwendigen Begleitung für die Fahrt zur Rehabilitationseinrichtung und / oder zurück zum Wohnort sowie bei einer notwendigen Dauerbegleitung während der Rehabilitationsleistung entstehen. Der Verdienstausfall wird auf Antrag erstattet, sofern er notwendigerweise entstanden ist."

http://www.deutsche-rentenversicherung-regional.de/Raa/Raa.do?f=SGB9_53R6.2

Alles Gute.

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