Frage von Nadyn80, 90

wer zahlt für Sturz wenn der Bürgersteig erneuert wird

Vor unserer Haustür wurde der Bürgersteig erneuert, da am Ende des alten Bürgersteig's Steine lose waren bin ich in das Loch gefallen und habe mich am Sprunggelenk verletzt. Um zur Haustür zu kommen musste ich immer ins ausgeschachtete Loch steigen. Frage wer zahlt und was kann ich tun. Danke schon mal im Voraus.

Antwort
von Primus, 89

“Kein Schmerzensgeld bei Sturz auf dem Fußweg der im erkennbaren schlechtem Zustand ist. Bei einem wenig frequentierten und übersichtlichen älteren Fußweg aus Betonplatten, von denen viele gerissen sind und leichtere Verwerfungen aufweisen, begründet ein Höhenunterschied von 3 cm keine Pflichtverletzung der Gemeinde, wenn die Gefahrenstelle für Fußgänger erkennbar ist. Brandenburgisches Oberlandesgericht�?

Quelle:

http://www.datentransfer24.de/Schmerzensgeld-Sturz.html

Antwort
von Nadyn80, 73

Ich will ja keine Millionen absahnen, vom ausschachten bis zum Bürgersteig verlegen hat's 5 Wochen gedauert, ich bin in das Loch gestürzt, Bauleitung ließ es auffüllen und dann war wieder ein Loch. Von der untersten Stufe bis ins Loch waren es 35 cm und das mit 2 Krücken und ein Stiefel..... und ich musste immer ins Loch steigen um ins Haus zu kommen. Mein Mann musste sich frei nehmen um mich immer zum Arzt zu fahren, konnte nicht raus da Treppen steigen gar nicht ging . Heute nach fast 6 Wochen ist der Fuß noch geschwollen.

Kommentar von vulkanismus ,

Aha. Du konntest nicht raus, bist aber immer zum Arzt gefahren.

Wenn ich irgendwo ein Loch sehe, dann passe ich auf (Eigeninteresse).

Ich tue das z.B. auch im Wald. Da kann man über Wurzeln stolpern. Und wenn ich dann ein böses Aua habe, ist wohl der Waldbesitzer schuld?!

Kommentar von Nadyn80 ,

Aha ja ich bin nach eineinhalb Wochen zum Arzt und das Loch was ausgeschachtet wurde war ca.3m breit und 350m lang ( Bürgersteig wurde über Wochen erneuert),da kann mich nicht mal kurz rüberhüpfen. Ich hatte bloß eine Frage und werde nun als ... dargestellt.

Antwort
von Gaenseliesel, 60

Hallo Nadyn80,

Ich will dich nicht entmutigen aber

......... Vor Gefahren, die man selbst erkennen kann, muss auch nicht gewarnt werden.

Gericht: Landgericht Coburg, Urteil vom 23.08.2013 - 41 O 271/13

hier ging es zwar nur um grobe Unebenheiten der Bürgersteigplatten aber erkennbar für die Anwohner war die besagte " Baustelle " vor deinem Haus sicher auch. Regressansprüche gegen die Stadt durchzusetzen ........ das wird nicht einfach.

Privatier59 hat nicht unrecht wenn er schreibt " Mach Dich darauf gefaßt, dass Du Deine Ansprüche nur klageweise durchsetzen können wirst. "

Von der untersten Stufe bis ins Loch waren es 35 cm und das mit 2 Krücken

scheinbar bist du gehbehindert, falls du irgendwelche Ansprüche geltend machen willst, brauchst du einen versierten Rechtsbeistand bzw. eine Private Unfallversicherung, die aber nur bei einer Erfolgsaussicht tätig werden wird.

Dir Schmerzensgeld in Millionenhöhe herauszuholen vorzuwerfen, ist natürlich Quatsch ! Du hast eine für mich in deiner Situation verständliche Frage gestellt und diese verdient eine ordentliche Antwort.

Gute Besserung wünsche ich dir ! K.

Kommentar von Nadyn80 ,

Danke Dir für deine Info. Wollte mich ja nur informieren ob und was man machen kann. LG

Kommentar von Gaenseliesel ,

Natürlich, ist auch in Ordnung ! K.

Antwort
von Privatier59, 44

Die Frage ist im solchen Fällen immer, ob überhaupt jemand haftet. Bei erkennbar gefährlichen Situationen hat man erhöhte Sorgfaltspflichten. Dazu gibt es eine umfangreiche Rechtsprechung. Diese wiederum gibt den als Baulastträger verantwortlichen Kommunen und ihre Haftpflichtversicherern Anlaß, fast regelmäßig jede Verantwortung abzulehnen. Mach Dich darauf gefaßt, dass Du Deine Ansprüche nur klageweise durchsetzen können wirst.

Antwort
von gandalf94305, 37

Träger der Baumaßnahmen ist wahrscheinlich die Stadt/Gemeinde.

Nun wäre die Frage, ob der Zugang zu Deinem Haus generell nur über einen nicht verkehrssicher begehbaren Weg möglich ist (Haftung des Bauträgers) oder ob es auch andere Möglichkeiten gibt (dann wäre das Dein Problem).

Auch bei Baumaßnahmen ist ein zumutbarer Zugang zu Anliegerhäusern herzustellen, der verkehrssicher ist. Ist dies nicht der Fall, haftet der Bauträger.

Kommentar von Nadyn80 ,

es gab nur diesen Eingang.....also musste ich immer durch die “ Baustelle“

Antwort
von mig112, 33

Deine Krankenversicherung übernimmt die Heilbehandlungskosten - was willst du denn noch!?

Kommentar von Privatier59 ,

Schmerzensgeld in Millionenhöhe. So die Erwartungen des durch die Boulevardpresse rechtlich geschulten Publikums zumeist.

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