Frage von Marialisa 14.11.2010

Wer muss für Lohnsteuer aufkommen?

  • Hilfreichste Antwort von wfwbinder 14.11.2010
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    § 40a EStG, der Arbeitgeber kann, bei nichtvorlage einer Lohnsteuerkarte, die Lohnsteuer pauschlan mit 2 % erheben.

    Also erheben, demnach nicht selbst tragen. Aus der Formulierung ergibt sich, das der AG die 2 % abziehen darf.

  • Antwort von Tina34 15.11.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Siehe auch einfach auf der Seite der Minijobzentrale nach die haben das da veröffentlicht!

    Besteuerung des Arbeitsentgelts aus geringfügigen Beschäftigungen

    Das Arbeitsentgelt von Minijobbern ist stets steuerpflichtig. Die Lohnsteuer kann pauschal oder nach den Merkmalen der Lohnsteuerkarte erhoben werden.

    Im Falle der pauschalen Besteuerung ist der Arbeitgeber Steuerschuldner. Der Arbeitgeber hat die Möglichkeit, die Steuer auf den Arbeitnehmer abzuwälzen. Der pauschal versteuerte Lohn bleibt in jedem Fall bei der persönlichen Einkommensteuerveranlagung des Arbeitnehmers unberücksichtigt.

    Wählt der Arbeitgeber für einen Minijob nicht die pauschale Lohnsteuererhebung, so ist die Lohnsteuer vom Arbeitsentgelt nach Maßgabe der vorgelegten Lohnsteuerkarte zu erheben. Die Höhe des Lohnsteuerabzugs hängt von der Lohnsteuerklasse ab. Bei den Lohnsteuerklassen I (Alleinstehende), II (bestimmte Alleinerziehende mit Kind) oder III und IV (verheiratete Arbeitnehmer/innen) fällt für das Arbeitsentgelt bis 400 Euro keine Lohnsteuer an; bei den Lohnsteuerklassen V oder VI erfolgt hingegen schon bei geringen Arbeitsentgelten ein Steuerabzug.

    Unabhängig von der Steuerklasse - und damit auch in den Fällen der Steuerklassen I bis IV, in denen es im 400-Euro-Bereich noch keinen monatlichen Steuerabzug gibt - ist der in der Lohnsteuerkarte eingetragene Lohn bei der jährlichen Einkommensveranlagung zu berücksichtigen.

    Auf folgenden Seiten werden die maßgeblichen Regelungen dargestellt und erläutert:

    * Besteuerung des Arbeitsentgelts aus geringfügig entlohnten Minijobs (Minijob auf 400 Euro Basis)
    *
    
      Besteuerung des Arbeitsentgelts aus kurzfristigen Minijobs
    
  • Antwort von Adoeser 14.11.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Es ist tatsächlich so, dass die Lohnsteuer auf den Arbeitnehmer abgewälzt werden kann. Wenn du bereits eine Hauptbeschäftigung ausübst, bei der du die Lohnsteuerkarte brauchst, dann übernimm auf alle Fälle die 2% Lohnsteuer, denn damit ist dann auch die Versteuerung bei der Einkommensteuererklärung hinfällig, da es mit den 2% bereits abgegolten ist. Bei Vorlage einer Lohnsteuerkarte, bei Zweitbeschäftigung mit Klasse 6, hieße das eine Komplettversteuerung der gesamten Aushilfstätigkeit.

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