Frage von christian 16.05.2010

Wer kann sich 2010 privat krankenversichern?

  • Hilfreichste Antwort von broker 16.05.2010
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Du kannst nur von der Gesetzlichen in die Private wechseln, wenn du ein regelmäßiges Einkommen aufweist, das in drei aufeinander folgenden Kalenderjahren die Versicherungs-Pflichtgrenze überschritten hat. 2010 liegt die Versicherungspflichtgrenze bei 49.950 Euro.

    Für Selbständige und Beamte gilt die Drei-Jahres-Regelung nicht. Sie können sich unabhängig von der Höhe ihres Einkommens privat versichern.

    Wenn du (noch) nicht in die Private Krankenversicherung wechseln kannst, solltest du deinen gesetzlichen Basis-Schutz mit privaten Zusatzversicherungen ausbauen. Diese können unabhängig von der Einkommenshöhe abgeschlossen werden.

  • Antwort von podobro 17.05.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Als freiwillig Versicherter, kannst Du wechseln. Siehe unten die Details. Wichtig ist, es ist ein Systemwechsel. Bei der privaten Versicherung gilt z.B. das Leistungsprinzip. Du vereinbarst vertraglich garantiert gewisse Leistungen, und dafür zahlst Du einen Beitrag, unabhängig von Deinem Einkommen. Bei der GKV werden Dir gewisse Leistungen vorgegeben, diese können (und werden auch) jederzeit per Gesetz gestrichen werden, je nach Kassenlage. Der Beitrag hängt von dem Einkommen ab.

    Dass die Kosten im Gesundheitswesen steigen ist eine Tatsache. Interessant ist die Entwicklung(Explosion) der Beitragssätze in der GKV sich anzuschauen.

    Die Entwicklung im Überblick Jahr Ø-Beitragssatz Höchstbeitrag in Euro

    1970 50,31

    1971 59,74

    1972 67,64

    1973 81,14

    1974 91,08

    1975 112,74

    1976 134,33

    1977 148,63

    1978 161,75

    1979 173,33

    1980 185,22

    1981 199,10

    1982 216,28

    1983 226,25

    1984 227,32

    1985 244,35

    1986 261,99

    1987 275,41

    1988 296,8

    1989 301,75

    1990 301,98

    1991 304,09

    1992 331,16

    1993 369,97

    1994 390,52

    1995 400,80

    1996 411,08

    1997 418,21

    1998 428,41

    1999 443,29

    2000 445,20

    2001 450,38

    2002 455,63

    2003 483,00

    2004 498,72

    2005 468,83

    2006 473,81

    2007 495,19

    Tatsache ist, es gab auch in der PKV Beitragssteigerungen, jedoch waren diese bei weitem nicht so hoch. Und es hängt auch ganz stark vom Versicherer ab, wie hoch die Beitragssteigerungen in der Zukunft ausfallen werden. Also lasse Dich vernünftig beraten, und schau dabei nicht nur auf den aktuellen Beitrag, sondern auch auf die wahrscheinliche zukünftige Entwicklung.

    Außerdem kann man einen Optionstarif wählen, für einen vergleichsweise geringen Beitrag, um den aktuellen Gesundheitszustand festzuschreiben, falls Du noch nicht jetzt wechseln kannst.

    Sokol Mihajlovic

  • Antwort von svogel 17.05.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Hallo christian,

    dein Gehalt muss die letzten 3 Jahre über der Versicherungspflichtgrenze liegen. Die genauen Zahlen findest du z.B. hier

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    2010 49.950

    2009 48.600

    2008 48.150

    Der Wechsel in die Private will allerdings gut überlegt sein. Denn du kannst nicht einfach zurückwechseln. Vor allem musst du dir klar machen wie dein Lebensentwurf aussieht. Z.B. Kinder und Familienversicherung? Bei den Privaten solltest du auf jeden Fall auf die Beitragssteigerungsrate achten. Die rücken aber Versicherungs-Berater meist erst auf Nachfrage raus.

  • Antwort von Wissenscout 18.05.2010

    Bist du Angestellter oder Selbständig? Als Angestellter musst du eine Lohngrenze von 49.950 Euro (4.162,50 / Monat) um dich privat versichern zu können. Selbständige haben immer die Möglichkeit.

  • Antwort von Rat2010 16.05.2010

    Geht es dir wirklich so? In der letzten Zeit höre ich nur vom Frust der Leute, die privat versichert sind und jedes Jahr zweistellige Prozentsätze mehr zahlen sollen.

    Das System ist krank aber wenn man sich die in dem Jahr um 2,8 % auf 49.950 €/Jahr gestiegene Versicherugnspflichtgrenze anschaut und weiss, dass das und andere Maßnahmen die privaten Krankenkassen aushungert - was die Versicherten recht schnell an höheren Beiträgen merken - sollte man sich den Wechsel gut überlegen.

    Wir geben den jungen Leuten zu wenig Geld und deshalb kommen nur noch ältere über die Versicherungspflichtgrenze. Da die Alten nicht aus der privaten Versicherung kommen werden die Versicherten immer älter, was eine Art "negative Selektion" der Versicherten bedeutet. Was das für eine Auswirkung auf die Entwicklung der Kosten und Leistungen der PKV hat, kann sich jeder ausrechnen.

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