Frage von Annabelle, 5

Wenn Tochter finanziell nach Erstausbildung unterstützt wird, kann das steuerlich angesetzt werden?

Wenn die Tochter bereits eine Ausbildung absolviert hat, dann hat man ja keinen Kindergeldanspruch mehr. Wenn man ihr aber monatlich 500 Euro überweist, damit sie eine weitere Ausbildung machen kann, kann man das als Eltern steuerlich ansetzen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Primus, 4

Für diejenigen, die unter 25 Jahre alt sind und bereits eine erste Berufsausbildung oder ein Erststudium absolviert haben, gibt es in Sachen Kindergeld in einer zweiten Ausbildung andere Regeln. Danach gilt zunächst einmal per Gesetz die Vermutung, dass sie sich selbst unterhalten können.

Diese Vermutung kann aber ganz einfach widerlegt werden: Die Betroffenen müssen nur belegen, dass sie neben der 2. Ausbildung allenfalls eine Beschäftigung mit maximal 20 Stunden in der Woche ausüben.

So steht der Weiterzahlung des Kindergeldes nichts im Weg. Beträgt die Tätigkeit neben der Ausbildung mehr als 20 Std. pro Woche entfällt das Kindergeld

Antwort
von jowaku, 5

Wenn man für ein Kind kein KGeld bekommt und das Kind außerdem kaum eigene Einkünfte hat, kann Unterhalt für Kinder nach § 33a EStG (siehe vor allem Absatz 1 Satz 4) in der Steuererklärung als Außergewöhnliche Belastung angegeben werden.

Ausführlicher: http://klicktipps.de/kindergeld3.php#unterhalt-kinder-ohne-kindergeldanspruch

Antwort
von ellaluise, 4

Die Aussage das mit einer bereits absolvierten Ausbildung kein Kindergeldanspruch besteht, kann man so absolut nicht stehen lassen.

Ist das Kind noch unter 25 und es besteht keine kindergeldschädliche Beschäftigung und das Kind ist einer Ausbildung dann wird Kindergeld gezahlt.

http://www.arbeitsagentur.de/zentraler-Content/Veroeffentlichungen/Merkblatt-Sam...

Siehe Punkt 3 bzw. 3.5

Antwort
von qtbasket, 3

Mir ist dazu eigentlich keine einfach Möglichkeit bekannt, lediglich die Möglichkeit von außergewöhnlichen Belastungen besteht vielleicht theoretisch. Aber: Die Aufwendungen müssen dem Steuerpflichtigen zwangsläufig entstehen, und sie müssen die entsprechende zumutbare Eigenbelastung übersteigen. Und das wird sich gegenüber dem Finanzamt nicht belegen lassen.

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