Frage von Masterstudium, 101

Wenn schon Vorsorgen, lieber volldynamische odeer konstante Auszahlung wählen?

Sitz grad über Versicherungsofferten, die meine Eltern freundlicherweise angeschleppt haben. Ich les hier von Auszahlungsformen mit volldynamisch oder konstant, versteh das aber grad nicht. Was ist besser? Welche Variante macht mehr Sinn?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Niklaus, 101

Eine eigene Altersvorsorge ist unbedingt erforderlich. So früh wie möglich damit anfangen. Denn Vermögen=Zeit x Geld. Mit dem richtigen Zeithorizont wirkt der Zinseszins am effektivsten.

Aufgrund des seit 1.1.2005 in Kraft gesetzten Alterseinkünftegesetzes, sollte eine Altersvorsorgeberatung alle drei Schichten umfassen.

  • Schicht 1 Basisversorgung: gesetzliche Rentenversicherung und Basisrente (Rürup-Rente)

  • Schicht 2 Zusatzversorgung: betriebliche Altersvorsorge und Riester-Rente

  • Schicht 3 Kapitalanlagen: Private Rentenversicherungen, Investmentfonds, besonders Aktienfondssparpläne

Die steuerliche Belastung und die Krankenversicherungsbeiträge in den drei Schichten sind während der Ein- und Auszahlungsphase unterschiedlich. Deshalb Achtung: Weder die optimale Schicht noch die Art der Altersvorsorge kann man pauschal festlegen. Jede der Versorgungsarten hat unterschiedlich hohe Aufwendungen um die gleiche Nettorente zu erzielen. Deshalb ist es wichtig, dass vor Abschluss jeglicher Altersvorsorge ein unabhängiger, qualitativer und quantitativer Schichtenvergleich durchgeführt wird. Wie du siehst ist das Ganze nicht so einfach. Weshalb man das hier auch nicht umfassend beantworten kann. Denn es ist nicht nur wichtig die richtige Altersvorsorge sondern auch den richtigen Mix zwischen Rendite, steuerlicher Förderung und zukünftiger steuerlicher Belastung sowie eventuellen Krankenversicherungsbeiträgen zu finden.

Antwort
von Sobeyda, 83

Um was für eine Versicherung handelt es sich hier?

Volldynamisch und konstant kenne ich im Zusammenhang mit (privaten) Rentenversicherungen in der Auszahlungsphase.

Volldynamisch bedeutet, dass während der Rentenbezugszeit die Überschüsse eines jeden Jahres genommen werden und in einen zusätzliche Rente umgerechnet werden, die bis zum Tod der versicherten Person gezahlt wird. Die Rente steigt also jedes Jahr bzw. sie kann zumindest nicht fallen.

Konstant bedeutet, dass angenommen wird, dass das aktuelle gültige Überschussniveau bis zum Tod der versicherten Person weiter besteht. Ausgehend davon werden die künftig noch zu erwirtschaftenden Überschüsse in eine konstante Gewinnrente umgerechnet. Konkret bedeutet das, dass die Rente immer gleich bleibt und sich niemals ändert, insbesondere nicht steigt.

So die Theorie.

Die konstante Gewinnrente ist zu Rentenbeginn höher, birgt jedoch eine Gefahr. Wenn sich die Überschüsse schlechter entwickeln als geplant, wird die Rente gekürzt. Analog ist aber auch eine Rentensteigerung möglich, wenn die Überschüsse sich postiver entwickeln.

Ich kenne Verträge, mit konstanter Gewinnrente, die in der Hochzinsphase in den Rentenbezug übergegangen sind und eine entsprechend hohe konstante Gewinnrente erhalten haben. Dummerweise sind die Überschüsse dramatisch gesunken, was zur Folge hat, dass diese Verträge nun gar keine Überschussrenten mehr bekommen. Sprich, es wird nur die Garantierente ausgezahlt. Denn einerseits sinkt der Annspruch durch die stark gesunkenen (angenommenen) zukünftigen Überschüsse, andererseits war die konstante Gewinnrente in den abgelaufenen Jahren zu hoch, so dass eigentlich ein Rückzahlungsanspruch der Versicherung besteht. Da man die garantierte Rente aber nicht kürzen kann, wird eben die konstante Gewinnrente komplett gestrichen.

Ich würde eher zu einer volldynamischen Renten raten. Das mag ökonomisch nicht immer die bessere Variante sein, aber was man hat, kann einem nicht mehr weggenommen werden. Also psychologisch eindeutig von Vorteil.

Antwort
von wfwbinder, 68

Dynamisch bedeutet, es gibt eine Anpassung der Leistung. Also nach einem Schlüssel in festen Prozentzahlen, oder nach der Inflationsrate.

Aber natürlich wird auch der Beitrag angepaßt.

Aber Die Anpassung geht nach Rentenbeginn nicht weiter. Nur während der Beitragszahlungsphase steigt die Versicherungssumme und der Beitrag. Im Moment des Rentenbeginns steht die Rente fest.

Man erkauft sich also keine steigende Rente bis zum Ende des Lebens.

Antwort
von Rat2010, 58

Ich fürchte, diene Eltern haben zu viel Sparassenwerbung geschaut.

Überlege, was für dich jetzt Sinn macht und welche Ziele du hast. Ob dann ein Versicherungsprodukt für dich jetzt das richtige ist??? Sicher kein ungefördertes!

Es gibt wahrscheinlich wesentlich besseres.

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