Frage von Matti65, 317

Wenn mir das Finanzamt die Verluste der letzten Jahre als Liebhaberei aberkennt (Nebengewerbe), brauche ich dann zukünftige Gewinne auch nicht mehr angeben?

Das Finanzamt will mir die Verluste der letzten Jahre als Liebhaberei aberkennen. Im Letzten Jahr und drei Jahre vorher habe ich aber schon mal Gewinn gemacht (geringer).

Wenn mir das Finanzamt die Verluste aberkennt, brauche ich dann zuküntig auch keine Gewinne angeben (es ist ja dann Liebhaberei)?

Antwort
von EnnoWarMal, 261

Beim Finanzamt ist es so: Wenn man Gewinne macht, wird nicht gefragt, ob man die überhaupt machen wollte.

Die "Liebhaberei", also die fehlende Gewinnerzielungsabsicht kann schließlich jederzeit beendet werden.

Bleibt nur die Frage, warum du dich nicht gegen die Nichtanerkennung der Verluste gewehrt hast bzw. ob du wenigstens versucht hast, die Bescheide in diesem Punkt offenzuhalten, damit du jetzt sagen kannst "Siehste, ich hab es doch von Anfang an gesagt."

Kommentar von Matti65 ,

Es ist noch ganz frisch, ich habe heute erst die Mitteilung bekommen. Ich werde auf jeden Fall versuchen, dieses noch abzuwenden. Der Gewinn wurde im letzten Bescheid nicht berücksichtigt. Deshalb die Fragen nach den zukünftigen Gewinnen.

Kommentar von EnnoWarMal ,

Was ist mit "Mitteilung" gemeint?

Übrigens ist die Sache mit der fehelenden Gewinnerzielungsabsicht auch lgisch nachvollziehbar: Würde man aus der Versagung der Verluste folgern können, dass künftig auch Gewinne nicht berücksichtigt werden, hätte ich schon längst ein Geschäftsmodell entwickelt:

Wir melden eine Tätigkeit an, schaufeln fünf Jahre lang Verluste, um die Liebhaberei zu kassieren, und dann fängt der Laden an zu brummen und das Finanzamt guckt mit dem Ofenrohr ins Gebirge.

Dass EIN Gewinn nicht berücksichtigt wurde, kann unterschiedliche Ursachen haben:

Nicht angegeben.

Keine Totalüberschussprognose.

Schlafender Sachbearbeiter.

usw.

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