Frage von Mitgehangen, 7

Wenn mein Schwiegersohn aus Südamerika kommt, kriegt er Sozialleistungen? Zahlt jemand Sprachkurs?

Hallo, wie ist es, wenn mein Schwiegersohn aus Südamerika nachkommt (seine Frau, meine Tochter ist schon wieder in D auf Stellensuche), hat er Anspruch auf Sozialleistungen? Er hat nicht die deutsche Staatsbürgerschaft, nur die Gattin. Zahlt ihm irgendein Amt den Sprachkurs oder Integrationskurs? Bleiberecht müßte er als Ehegatte haben, so viel wissen wir schon. Freue mich auf Rat.

Antwort vom Anwalt erhalten
Anzeige

Schneller und günstiger Rat zum Arbeitsrecht. Kompetent, von geprüften Rechtsanwälten.

Experten fragen

Antwort
von SBerater, 5

wenn noch nicht erledigt, dann geh(t) zur Ausländerbehörde. Dort werden euch viele Fragen beantwortet.

Einen Aufenthaltstitel benötigt er allemal. Und wenn er den nicht beantragt, reist er schneller wieder ab als ihr denkt.

Dort wird euch auch erklärt, wie das mit den Deutschkursen ist. Es gibt Integrationskurse, deren Besuch erwartet wird. Es geht in Summe um einige Hundert Stunden. Der Kursteilnehmer zahlt hier seinen Anteil (knapp über 1Euro pro Stunde), ausser es liegt Bedürftigkeit vor.

Zum Thema Sprachkurs: http://www.goethe.de/lrn/prj/wnd/idl/iku/deindex.htm

Ob der Anspruch auf Sozialleistungen hat, weiss ich nicht.

Kommentar von Mikkey ,

Richtig, genau genommen sind es 600 Stunden Sprachkurs und (nmE) 30 Stunden ergänzende Informationen

Antwort
von Rentenfrau, 4

Es ist so: wenn Dein Schwiegersohn mit Frau Sozialleistungen (z. B. Arbeitslosengeld II) beziehen würde, dann wäre er Mitglied der Bedarfsgemeinschaft und das Jobcenter würde ihn zum Integrationskurs verpflichten. Wenn allerdings die Ehegatten kein Hartz IV beziehen, dann müßte er sich selber um den Sprachkurs kümmern und ihn auch selber zahlen.

Antwort
von VirtualSelf, 4

Er müsste ein entsprechendes Visum (Ehegattennachzug) in der Botschaft vor Ort beantragen; welche Unterlagen er benötigt, kann er dort erfragen.

Sobald er eingereist ist, solltedie Tochter schon mal eine Mitteilung ans Jobcenter raushauen, und er muss bei der Ausländerbehörde einen entsprechenden Aufenthaltstitel abholen. Sobald er den hat, kann er sich an einen Leistungsanspruch der Tochter mit dranhängen; da das Jobcenter Interesse daran hat, den Leistungsbezug möglichst kurz zu haltren, wird man ihn dann geeigneten Maßnahmen zuweisen.

Antwort
von hochzeiter, 4

vielleicht helfen Dir die Antworten weiter, die hier unlängst gestellt wurden (da gings allerdings um Zuzug aus Rumänien)-den Vorschlag meiner Vorrednerin, erstmal in der Heimat einen Deutschkurs zu machen, find ich am Rande bemerkt, gut... http://www.finanzfrage.net/frage/tante-aus-rumaenien-wuerde-gern-nach-deutschlan...

Kommentar von SBerater ,

erstmal in der Heimat einen Deutschkurs zu machen, find ich am Rande bemerkt, gut...

nochmal: der Weg zur Ausländerbehörde löst hier einige Fragen. Die deutsche Politik hat auch hier Vorgaben. Wer nach D kommt, wird a) unterstützt beim Deutsch lernen und b) er muss auch die Sprache lernen. Wer kein Deutsch kann, der kann Probleme bei den Aufenthaltstiteln haben.

Damit ist die Idee, erstmal in der Heimat einen Kurs zu machen, nett, aber mglw. nicht der beste Weg. Vor allem mag es auch sein, dass der liebe Schwiegersohn erst einen Basiskurs im Ausland machen muss, dass D ihm seine Türen öffnet.

Also: ab zur Ausländerbehörde! Mglw. muss er so oder so zur Botschaft, um einreisen zu dürfen.

Kommentar von Mikkey ,

Der Familiennachzug zum deutschen Ehepartner unterliegt keiner solchen Voraussetzung (§28 AufenthG)

Ich halte ein vorheriges intensives Erlernen der deutschen Sprache für kontraproduktiv:

Findet der Sachbearbeiter der Ausländerbehörde, dass der zugezogene Ausländer schon gut genug Deutsch spricht, wird er keinen Integrationskurs "verordnen". Dies kann dazu führen, dass der Sachbearbeiter, der nach drei Jahren mit der Niederlassungserlaubnis befasst ist, zu dem Schluss kommt, dass zu geringe Deutschkenntnisse vorhanden sind...

Antwort
von blnsteglitz, 4

Gegenfrage:

Er ist mit einer deutschen Frau verheiratet- kann aber deren Sprache nicht und erwartet dass ihm hier ein Sprachkursus von uns Steuerzahlern finanziert wird?

Cool-

Gegenvorschlag: Er nutzt die Zeit in Südamerika und besucht / finanziert (aus eigenen Mitteln) dort einen Sprachkursus und wenn er dann nach Deutschland kommt hat er es schon mal viel viel einfacher bei der Jobsuche. Das ist doch auch viel besser als : hier auf " die Ämter" zu müssen und immer einen Dolmetscher dabei zu haben... mein Selbstwertgefühl würde drastisch darunter leiden.....

Kommentar von SBerater ,

ihm hier ein Sprachkursus von uns Steuerzahlern finanziert wird?

wenn nicht zu 100% bezahlt, dann auf jeden Fall schwer subventioniert. Man darf hier nicht vergessen, dass die dt. Politik den Deutschkurs fordert und davon auch den Aufenthaltstitel abh. machen kann.

Kommentar von blnsteglitz ,

davon auch den Aufenthaltstitel abh. machen kann

eben- deshalb sollte er in Südamerika einen Deutschkurs erfolgreich absolvieren- um hier bestens vorbereitet zu sein.....

;-))))

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community