Frage von AnfaengerPott, 34

Wenn ich Land mit Verkehrswert 1 EUR in einer Zwangsversteigerung kaufe, zahle ich darauf Steuern, wenn ich auf dem Land nicht gewerblich tätig bin?

Antwort
von wfwbinder, 17

Natürlich zahlst Du Grundsteuer.

Auch alle anderen Grundbesitzabgaben, das könnte im Fall eines Straßenbaubeitrages, Anliegerbeitrags usw. schon teuer werden.

Diese Abgaben sind einfach daran geknüpft, dass man das Eigentum hat.

Aus Deinem Kommentar geht hervor, dass Du auch nach der Einkommensteuer fragst.

Wenn Du das Grundstück nicht in ein Betriebsvermögen aufnimmst, sondern nur privat vermietest, oder verpachtest, würden nach 10 Jahren, die Einkommensteuer aus dem privaten Veräußerungsgeschäft (§ 23 EStG) entfallen.

Antwort
von Underfrange, 29

Ja


Zu allererst mal Grunderwerbsteuer.

Alle weiteren Steuern hängen dann von der Haltedauer und der Nutzung ab.

Haltedauer bezieht sich auf Spekutationssteuer wenn du vor Ablauf von 10 Jahren mit Gewinn verkaufst.

Weitere Steuern könnten Einkommenssteuern sein wenn du Gewerbe anmeldest mit dem Land ein Einkommen erzielst.


Kommentar von AnfaengerPott ,

D.h. wenn ich 12 Jahre halte, das Land nicht-gewerbemäßig nutze (Vereinsnutzung) und dann für X verkaufe, fallen am Ende Einkommenssteuer auf X an. Ist das so richtig gedacht?

Kommentar von Sammy760 ,

Was ist mit "Vereinsnutzung" gemeint. Verpachtest/Vermietest Du das Grundstück an einen Verein oder stellst Du es Kostenlos zur Verfügung?

Kommentar von AnfaengerPott ,

Ja, letzteres ist gemeint. Verwendung des Grundstücks ohne Erwerbsabsicht und zu überwiegend gemeinnützigen Zwecken.

Kommentar von wfwbinder ,

Zu allererst mal Grunderwerbsteuer.

Sicher?

Grunderwerbsteuergesetz:

§ 3 Allgemeine Ausnahmen von der Besteuerung

Von der Besteuerung sind ausgenommen:

1.
der Erwerb eines Grundstücks, wenn der für die Berechnung der Steuer maßgebende Wert (§ 8) 2 500 Euro nicht übersteigt;
Kommentar von Underfrange ,

Ich befürchte, dass der Kaufpreis nicht der zur Berechnung zur Steuer maßgebende Wert (§8) sein wird. Da wird wohl eher der Verkehrswert oder der Bodenrichtwert zugrunde gelegt. Vielleicht wird das aber im Einzelfall anders entschieden.

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