Frage von Boersenrookie,

Welches Value-at-risk (VaR) würdet ihr für euer Portfolio noch für akzeptabel halten?

Ich habe in meinem Demo-Depot entdeckt, dass die supportende Bank mir auch gleich das VaR meines Musterdepots berechnet. Die relativ komplizierte Berechnung kann ich als mathematischer Laie eh kaum nachvollziehen, bzw. sie grundsätzlich kritisieren. Ich möchte aber wissen, ob irgendeiner von euch Anlegern diese Maßzahl bei seinen Anlageentscheidungen berücksichtigt und welche Bandbreiten er zulässt, bzw. welches VaR er aus welchem Grund auf keinen Fall überschreiten will. Ist das VaR überhaupt für den Kleinanleger eine relevante Messgröße?

Hilfreichste Antwort von detlef32,
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Die VaR Kennziffer wird aufgrund eines konkreten Depots berechnet.

Für die Anlageentscheidung ist aber das Gesamtengagement eines Kunden/Menschen entscheidend. Ich kann einen hohen VaR akzeptieren wenn ich ein Depot betrachte welches vielleicht nur 5% meines liquiden Vermögens ausmacht. Und ein Depot in gleicher Höhe bei einem anderen Anleger wäre im gleichen Fall hoffnungslos spekulativ weil der eben kein weiteres liquides Vermögen hat.

Ein VaR macht nur in Verbindung mit dem Vergleich zu anderen Geldanlagen einen Sinn. Ich kann zu einem Kunden sagen: Diese Entscheidung führt bei Deinem Depot zu einem VaR von x und damit zu einer Erhöhung oder Senkung Deines Risikos und Deiner Chancen.

Da aber der VaR nur eine statistische Wahrscheinlichkeit darstellt und auch ein niedriger VaR nicht vor einem Börsencrash z.B. aufgrund eines Tsunamie und eines Erdbebens schützt spielt es bei der täglichen Anlageentscheidung nur eine untergeordnete Rolle.

Antwort von obelix,
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in welcher "Form" wird die Zahl ausgegeben? Relativ? Absolut?

Ich denke, es ist ein schöner Zusatz, vielleicht eine Spielerei. Ich habe bei meinen Brokern keine solche Zahl bzgl. des Portfolios, damit habe ich keine Erfahrungswerte.

VaR ist eigentlich nichts mehr, als ein Gradmesser für die Wahrscheinlichkeit, dass man in einer vorgegebenen Zeit x% seines Depots verlieren kann (berechnet auf historischen Werten).


Schau Dir die Zahlen regelmässig an und entscheide selbst, ob Dir dieser Indikator was bringt.

Kommentar von Boersenrookie,

Seit kurzem wird bei onvista nur noch das Musterdepot beta gepflegt. Wenn man dort (nach kostenloser Registrierung) ein Musterdepot anlegt, wird einem gleich dazu eine Volatilitätszahl und ein VaR angezeigt. Ich möchte wissen, ob das irgendwie für die Anlageentscheidung hilfreich sein kann! Habe auf Deine Nachfrage schon mal im online-support nachgefragt, wie die Zahl ausgegeben wird! also relativ oder absolut!

Kommentar von obelix,

ich war eben auf onvista. Eigentlich wird alles klar, wenn man sich die Erläuterungen unter dem 'i' ansieht und dazu http://de.wikipedia.org/wiki/Value_at_Risk

Damit wird klar, dass es eine absolute Zahl ist. Die kannst du dann in Bezug auf den Gesamtwert ausrechnen (ein wenig Hirntraining).

Nehmen wir an, das Depot hat 10.000 Euro Gesamtwert, VaR ist bei 500 Euro, dann heisst das, dass in 1 Tage nicht mehr als 500e (also 5%) mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 verloren werden.


Zusätzlich gibt onvista noch die Vola aus den letzten 250 Tagen aus.

Antwort von Candlejack,
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Ich lege seit 15 Jahren an der Börse an, kenne kein VaR und würde und werde auch meine Entscheidungen nicht aufgrund einer technisierten mathematischen Zahl treffen. Vergangenheitsentwicklung, Strategie, Volatilität, Manager und gesunder Anlageverstand sagen mehr aus. Genauso wenig, wie ich jemals ein KGV beachtet habe.

Antwort von maxbreak,
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Ich treffe meine Anlageentscheidungen nicht aufgrund von irgendwelchen komplizierten depotübergreifenden mathematischen Algorithmen, sondern nur aufgrund der Bewertungskennzahlen des jeweiligen Unternehmens (z. B. Umsatz, CashFlow, Buchwert, Gewinn vor/nach Steuern usw.), der zukünftigen Aussichten des Unternehmens, des Managements, der Konkurrenzsituation, der allgemeinen wirtschaftlichen Situation usw. Von daher ist für mich persönlich diese Kennzahl nicht von Interesse.

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