Frage von Boersenrookie 21.03.2011

Welches Value-at-risk (VaR) würdet ihr für euer Portfolio noch für akzeptabel halten?

  • Hilfreichste Antwort von detlef32 22.03.2011
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Die VaR Kennziffer wird aufgrund eines konkreten Depots berechnet.

    Für die Anlageentscheidung ist aber das Gesamtengagement eines Kunden/Menschen entscheidend. Ich kann einen hohen VaR akzeptieren wenn ich ein Depot betrachte welches vielleicht nur 5% meines liquiden Vermögens ausmacht. Und ein Depot in gleicher Höhe bei einem anderen Anleger wäre im gleichen Fall hoffnungslos spekulativ weil der eben kein weiteres liquides Vermögen hat.

    Ein VaR macht nur in Verbindung mit dem Vergleich zu anderen Geldanlagen einen Sinn. Ich kann zu einem Kunden sagen: Diese Entscheidung führt bei Deinem Depot zu einem VaR von x und damit zu einer Erhöhung oder Senkung Deines Risikos und Deiner Chancen.

    Da aber der VaR nur eine statistische Wahrscheinlichkeit darstellt und auch ein niedriger VaR nicht vor einem Börsencrash z.B. aufgrund eines Tsunamie und eines Erdbebens schützt spielt es bei der täglichen Anlageentscheidung nur eine untergeordnete Rolle.

  • Antwort von obelix 21.03.2011
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    in welcher "Form" wird die Zahl ausgegeben? Relativ? Absolut?

    Ich denke, es ist ein schöner Zusatz, vielleicht eine Spielerei. Ich habe bei meinen Brokern keine solche Zahl bzgl. des Portfolios, damit habe ich keine Erfahrungswerte.

    VaR ist eigentlich nichts mehr, als ein Gradmesser für die Wahrscheinlichkeit, dass man in einer vorgegebenen Zeit x% seines Depots verlieren kann (berechnet auf historischen Werten).


    Schau Dir die Zahlen regelmässig an und entscheide selbst, ob Dir dieser Indikator was bringt.

  • Antwort von Candlejack 22.03.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Ich lege seit 15 Jahren an der Börse an, kenne kein VaR und würde und werde auch meine Entscheidungen nicht aufgrund einer technisierten mathematischen Zahl treffen. Vergangenheitsentwicklung, Strategie, Volatilität, Manager und gesunder Anlageverstand sagen mehr aus. Genauso wenig, wie ich jemals ein KGV beachtet habe.

  • Antwort von maxbreak 21.03.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Ich treffe meine Anlageentscheidungen nicht aufgrund von irgendwelchen komplizierten depotübergreifenden mathematischen Algorithmen, sondern nur aufgrund der Bewertungskennzahlen des jeweiligen Unternehmens (z. B. Umsatz, CashFlow, Buchwert, Gewinn vor/nach Steuern usw.), der zukünftigen Aussichten des Unternehmens, des Managements, der Konkurrenzsituation, der allgemeinen wirtschaftlichen Situation usw. Von daher ist für mich persönlich diese Kennzahl nicht von Interesse.

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