Frage von Ralle78, 875

Welches Steuersparmodell bei Unternehmensverkauf möglich?

Hallo. Ich beabsichtige einen Firmenverkauf (Einzelunternehmen 450T€ Umsatz p.a.). Die Verkaufssumme würde dann bei Bezahlung durch den Käufer als Einnahme in mein Einkommen fließen und entsprechend hoch versteuert werden, wenn ich richtig liege. D.h. ein erheblicher Teil der VK-Summe würde damit verloren gehen bzw. an das Finanzamt fließen. Gibt es eine Möglichkeit diese Versteuerung irgendwie zu minimieren? Ich besitze noch weitere Firmen. Vielleicht können diese mit einbezogen werden. Oder ist eine GmbH Gründung vorher geeignet und ein VK der Geschäftsanteile an den Käufer besser. Jegliche Modelle sind für mich interessant. Geplant ist das Geld dann in Immobilien anzulegen und diese zu verwalten. Vielleicht gibt es ja auch hier eine Möglichkeit. Vielen Dank für die Antworten.

Antwort
von jowaku, 875

Die Verkaufssumme würde dann bei Bezahlung durch den Käufer als Einnahme in mein Einkommen fließen und entsprechend hoch versteuert werden, wenn ich richtig liege.

Das vermute ich auch. Hier ist ein Steuerberater wirklich erste Wahl.

Ideen: Die WG sind zwar abgeschrieben, stellen aber einen konkreten Wert dar. Einfacher als eine Übernahme (zu einem schwierig zu schätzenden Wert) ist ein Verkauf zu einem eindeutigen und sinnvollen Wert an den neuen Unternehmer (das dann mit ausgewiesener USt).

Ansonsten ist (mit dem Stb.) zu klären, ob ein Verkauf "auf einen Schlag" oder eine Verteilung über mehrere Jahre steuerlich günstiger sind.

Bei Beidem ist (außer steuerlichen Erwägungen) auch zu beurteilen, wie sich eine Insolvenz des neuen U. auswirken könnte, und wie sich der Geldzufluss auf Deine Krankenkassenbeiträge und ggf. ALG1 auswirkt.


Auch klären, ob und zu welchem Preis der neue Unternehmer Markennamen und Ähnliches übernimmt, bzw. was er nicht nutzen darf.


Außerdem ggf. klären, was an Know How übermittelt wird und was Beraterstunden durch Dich kosten.

Kommentar von Ralle78 ,

Danke für die Antwort. Du meinst die WG einzeln konkretisieren und dann direkt einzeln verkaufen mit Ust an den neuen Unternehmer? Worin liegt hierbei der Unterschied zum einmaligen Verkauf mit Kundenstamm?

Die Verteilung über mehrere Jahre des Kaufpreis hängt ja auch vom Können des neuen Unternehmers ab. Sollte der es nicht schaffen und zahlungsunfähig werden, steh ich blöd da.

Der immaterielle Wert wie Markenname, Know How und eigentlich die Kundenanzahl kann ja nur geschätzt werden oder gibt es hierfür irgendwelche Anhaltspunkte?

Kommentar von jowaku ,

KL MIssverständnis: Ich meinte nicht, die WG einzeln zu bewerten, sondern sie (egal ob einzeln oder gesamt) zu verkaufen, solange man noch Unternehmer ist, statt sie erst ins Privatvermögen zu übernehemen (schwierig zu bewerten) und sie dann privat zu verticken.

Wenn dei Sache vor Geschäftsabmeldung verkauft sind, wird die Abschlussbilanz wesentlich einfacher: "Wo nix is muss man nix zusammenzählen."

Die Verteilung über mehrere Jahre des Kaufpreis hängt ja auch vom Können des neuen Unternehmers ab. Sollte der es nicht schaffen und zahlungsunfähig werden, steh ich blöd da.

So ist es.

Der immaterielle Wert wie Markenname, Know How und eigentlich die Kundenanzahl kann ja nur geschätzt werden oder gibt es hierfür irgendwelche Anhaltspunkte?

Stimmt, es ist schwer zu schätzen. Ideen zur Bewertung könnte man vielleicht bei der IHK bekommen oder sie kennen Berater hierzu; Stichwort Unternehmensübertragung o. ä. Auch ein Steurberater hat vielleicht Gedanken dazu.

Es muss da was geben, da so was ja nicht zum ersten Mal stattfindet. (gogel mal mit: Unternehmensverkauf Bewertung).

Letztlich ist halt die Frage, auf welchen Betrag man sich mit dem Käufer einigt, bzw. was er maximal zahlen will.

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