Frage von Investorius, 12

Welches Anlage-Depot ist als Österreicher empfehlenswert?

Ich bin ein kompletter Anfänger bezüglich Investitionen und nun suche ich ein passendes Anlage-Depot, bevor ich mir Aktien, Anleihen und dergleichen kaufen kann.

Ich habe bemerkt, dass zwischen den einzelnen Anbietern ziemlich große Preisunderschiede herrschen. Zur Zeit tendiere ich zwischen Captrader, Lynx und Flatex.

Welches Anlage-Depot könnt ihr mir als Österreicher empfehlen? Ist es überhaupt wichtig, dass das Anlage-Depot in Österreich ist, oder kann es genau so gut ein ausländisches sein? Wie sieht es mit der Steuerabgabe aus? Ist es ein Hindernis, wenn ich ein ausländisches Depot habe? Welches Depot ist für einen Anfänger wie mich gut? Sind die Depots mit den günstigeren Gebühren qualitativ genau so gut wie die teureren?

Ich denke, ich werde am Anfang so um die 10.000 € in Aktien, Anleihen und diverses investieren.

Ich wäre euch sehr dankbar, mir eine Starthilfe zu geben!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von derBesserWisser, 11

Um die beste Depotbank oder Broker zu ermitteln, müsste man langfristig ersehen, welche Anlageinstrumente Du überwiegend handeln wirst, sowie die voraussichtliche Transaktionsintensität (Anzahl der Vorgänge) einschätzen. Hierbei soll es sich sicherlich um ein Anfängerdepot handeln, das zunächst eher konventionelle Anlageinstrumente beinhalten soll. Die Transaktionsfrequenz wird sicherlich gering ausfallen und die Haltedauer mittel- bis längerfristig ausgelegt sein. Transaktionskosten sind daher von geringerer Bedeutung, zumal diese bei den rennomierten Online-Depotbanken ohnehin überschaubar sind. Den österreichischen Markt kenne ich diesbezüglich leider nicht, doch ich würde das Land überwiegend davon abhängig machen, welche Werte Du zu handeln gedenkst, und an welchen Börsen diese gelistet sind, denn Auslandstransaktionen sind in der Regel deutlich teurer. An deutschen Börsen sind beispielsweise auch viele österreichische und schweizer AGs gelistet. Ansonsten schließe ich mich teils meinen Vorrednern an. Du kannst bei vielen Anbietern Testdepots registieren und dabei deren Funtionalität kennenlernen. Börsenfachzeitschriften führen regelmäßig Anbietertests durch. Dort kannst du ersehen bei welchen Einzelkriterien die jeweiligen Anbieter ihre Stärken und Schwächen haben und somit Deinem Anlageverhalten am besten entsprechen. Ich denke 10000 Euro eignen sich schon als Einstieg, wenn man nicht unbedingt mit mehr als 4-5 Werten ansetzt. Fonds sind dabei problematisch, sofern sie einen hohen Ausgabeaufschlag, sowie hohe Mangementgebühren aufweisen. Dann sollte der Anlagehorizont für dieses Instrument langfristig ausgelegt sein und man sollte sich dieser Sache besonders sicher sein. Von der Kostenstruktur wesentlich freundlicher sind börsengehandelte Fonds bzw. Indexfonds. die Ironie dabei ist auch, dass diese die meisten gemanageten statistisch gesehen outperformen. Als Anfänger verfügt man kaum über eine fundierte Basis für Anlageentscheidungen. Diese sollte in einem frühen Stadium, anders als technisch-, fundamentalorientiert sein. D.h. die Anlageinstrumente wie Aktien sollten auf jeden Fall einer Fundamentalanalyse unterzogen werden, die dann auch stets zu überprüfen und ggfs. anzupassen ist. Dabei werden die Kennzahlen des Unternehmens ermittelt, um dessen gegenwärtiges, und vor allem künftiges Potenzial zu prognostizieren. Hierzu bedarf es eines seriösen und erfahrenen Mentors bzw. einer dem entsprechenden Bezugsquelle. Bewertungen bedürfen mitunter vielfältigen Informationen, sowie Fachwissen und Erfahrung, um die einzelnen Parameter in eine adäquate Relation setzen zu können. Auch das spezifische Marktumfeld ist entscheidend. Hinzu kommt u. a. Risikomanagement und - ganz wichtig - Börsenpsychologie. Mindestens sollte man sich an einem bereits langfristig erfolgreich operierenden Musterdepot, beispielsweise einer Fachzeitschrift orientieren.

Expertenantwort
von freelance, Community-Experte für Aktien, 12

hier gibt es Informationen zu Depots: http://www.modern-banking.at/

Kennt man sich wenig aus, könnte man sich ein Muster-/ Demodepot anlegen bei einer der vielen Finanzseiten, die sowas kostenlos anbieten. Damit kann man Erfahrungen sammeln, wie man ein Depot zusammensetzt.

Ob sich ein Depotanbieter im Ausland lohnt, ist fraglich. Damit hat man mehr Aufwand bei der Verwaltung und der Steuererklärung.

Antwort
von RenateSol, 10

Es spielt überhaupt keine Rolle, ob das Depot in Österreich oder in Deutschland geführt wird. Hinsichtlich der abgeführten Quellensteuer gilt ohnehin ein Doppelbesteuerungsabkommen zwischen den Ländern. GGf. den Begriff mal googlen, wenn er Dir fremd sein sollte. Ob die einzelnen Broker sich qualitativ unterscheiden, dazu kann ich leider nichts sagen. Aber die Internetseiten der Anbieter geben eigentlich recht viel her.

Antwort
von althaus, 8

Mit 10.000 Euro läßt sich nicht viel anfangen. Das hat man für Notfälle auf dem Tagesgeldkonto. Lese erst ein paar Fachbücher und Zeitschriften und lege Dir ein Musterdepot zu um den Markt für die nächsten 2 Jahre zu beobachten. Dann kannst Du daran denken Aktien oder Fonds zu kaufen. Was anderes kommt wohl bei dem Zinsumfeld nicht in Frage.

Kommentar von derBesserWisser ,

Soweit ich ihn verstehe sollen 10.000 Euro eine Anfangsinvestition sein und er will suzessive weitere Mittel aufstocken. Dies ist emprisch bzgl. dem Mittel der Einstandskurse, gerade für Anfänger, als sehr vernünftig zu beurteilen.

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