Frage von maxxealbrecht, 14

welcher Betrag pro Fonds sinnvoll?

Gibt es Empfehlungen, welche Beträge man in einen Fonds investieren sollte?

Mindestens? Maximal?

Zum Beispiel kommen mir 1000 Euro als zu gering vor, weil der Aufwand in keinem gesunden Verhältnis zur Rendite steht. 100.000 kommen mir zu viel vor, weil ich ja sonst gleich ein solches Unternehmen gründen könnte.

Expertenantwort
von gandalf94305, Community-Experte für Fonds, 13

Wenn Du beginnst, in Fonds zu investieren, sind es vielleicht nur 25 EUR und der Betrag wächst langsam an. Die Transaktionskosten für den Kauf von Fonds sind entweder Null oder ein Prozentsatz vom Anlagebetrag.

Wo ist also das Problem mit einem Betrag von 1.000 EUR. Du hast doch damit keinen besonderen Aufwand und zahlst dafür auch anteilig nicht mehr als bei 10.000 EUR oder 100.000 EUR.

Wenn Dein Portfolio nun mal erst im Entstehen ist und vielleicht 3.000 EUR umfaßt, dann können das vier Fonds mit z.B. 750 EUR Wert sein.

Wenn Dein Portfolio eine Million EUR umfaßt, dann ist eine Einzelanlage vielleicht durchaus 100.000 EUR.

Du profitierst vom Diversifikationseffekt der Fonds in jedem Fall - egal ob 100 EUR oder 100.000 EUR investiert. Ich verstehe Dein Problem nicht so ganz.

Antwort
von Niklaus, 11

Deine Überlegung ist richtig. Aber das ist die Arbeit eines Profis nicht eines Fondslaien. Kein Laie findet die richtigen Fonds für sich. Dies weiß ich aus Erfahrung.

Bei der Fondsauswahl kann man viel falsch machen. Es gibt in Deutschland über 10.000 möglichen Fonds und die Wahrscheinlichkeit hier auf die falschen Fonds zu setzen ist groß. Es gibt:

  • Geldmarkt-, Renten-, Aktien-, Absolut-Return-, Misch, Multi-Asset-, Dach- oder Immobilienfonds
  • Branchenfonds, Länderfonds
  • Risikoklasse
  • geografische Region
  • Small-, Mid.- LargeCap-Fonds
  • der richtige Anlagestile (Value, Growth, Blend, Momentum, Top-Down, Bottum Up)
  • Vermögensverwaltende Fonds

Ich behaupte kein Laie kann für sich die richtige Asset-Allocation zusammenstellen.

Antwort
von qtbasket, 10

Die gegenfrage lautet, was meinst du mit Rendite ???

Wenn du nur auf die nackte Zahl schaust, dann sind bei einem Fondanteil von 1000 € , 50 € immerhin 5% - mit einem Tagesgeldkonto schaffst du das zur Zeit nicht, mit einem beispielsweise db x-trackers LEVDAX® DAILY UCITS ETF 1C, LU0411075376 kannst du das mit dem Kauf zum richtigen Zeitpunkt sehr wohl schaffen. Von Mitte januar bis heute ist das nämlich die Performance dieses Fonds.

Wenn du mit Aktienfonds allerdings Gewinne im höheren zweistelligen Prozentbereich anstebst, wäre es wirklich das falsche Finanzprodukt - dann ist so ein Derivatecasino mit CFDs wohl besser, bei maximalen Verlustrisiko.

Antwort
von althaus, 13

Habe schon seit über einem Jahr 10 Fonds laufen die ich mit 25 € pro Fonds im Monat bespare, wohlgemerkt ohne Ausgabeaufschlag, sonst würde ich der Aufwand nicht lohnen. Wenn es mal um ein paar Prozent korrigiert, dann suche ich mich zusätzlich noch den einen oder anderen Fonds aus für einen Einmalkauf für 1.000 bis 5.000 Euro. So habe ich letztlich bei der Korrektur von Russischen Aktien und dem Biotechsektor zu niedrigeren Kursen eingekauft. Hat sich gelohnt. Sonst lassen ich den Sparplan halt laufen.

Antwort
von freelance, 11

ich kann dir nicht ganz folgen, wie du auf die Renditesicht kommst. Üblich ist der Kauf von Fondsanteilen, für die man einen Ausgabeaufschlag zahlt. Dieser ist prozentual. Und dieser Prozentsatz ist bei 1.000 euro identisch zu 100.000 Euro. Auch die Rendite ist pro Anteil gleich (prozentual kein Unterschied).

Mir fallen im Moment keine Kosten oder Auszahlungen ein, die sich bei einem höheren Investment in Relation als Vorteil erweisen.

Wo siehst du also einen Rendite- oder Kostenvorteil, wenn du mehr investierst?

Kommentar von maxxealbrecht ,

Mein Gedanke ist, dass es vielleicht Gründe für eine bestimmte Bandbreite von Beträgen gibt, die aus Gründen, die mir selbst eben nicht einfallen, sinnvoll sind. Beziehungsweise im Umkehrschluss, welche Beträge eben nicht sinnvoll sind, weil etwa unverhältnismäßig.

Ich meine in diesem Fall die absolute Rendite. Bei 1000 Euro springen vielleicht 50 Euro raus: das lohnt den Aufwand nicht. Nur dieser Aspekt impliziert für mich daher eine Mindestbeteiligung von etwa 2000 Euro.

100.000 Euro würde ich aber auch nicht in eine Beteiligung investieren. Für mich ist das subjektiv sehr viel Geld. Wenn ich damit aber nur 0,05% eines Solarparks besitze, empfände ich das als unverhältnismäßig. Wenn ich schon nichts mitzubestimmen habe, dann reichen auch 10.000.

Kommentar von freelance ,

Fonds mit Solarparks zu vergleichen oder anderen Beteiligungen, ist nicht zielführend. Wer mitreden will, benötigt ganz andere Beteiligungen und Investments.

50 Euro als nicht lohnend zu erachten, mag sein. Aber wie soll man dann als Kleinanleger je zu was kommen, wenn man das so sieht. Es geht um Rendite, nicht um absolute Zahlen.

Wenn man anfangs 50 Euro hat, was vielleicht mehr als 5% sein könnten, der hat in einigen Jahren ein Vielfaches, wenn er schlau anlegt.

Nimmt man den, der so denkt und sein Geld in Tagesgeld steckt und den, der eine höhere Rendite sucht und diese auch bekommt, der hat nach vielen Jahren einen sehr, sehr grossen Vorsprung. Darum geht es. Es geht um Vermögensaufbau, der klein beginnt bei den meisten.

Wenn man günstiger an die Fonds will (kostenseitig), dann können höhere Beträge helfen. Oder man versucht, die Ausgabeaufschläge zu minimieren über andere Handelsplattformen. Aber auch hier ist der Block absoluter Kosten gering.


Reichen dir die 50 Euro nicht bei 1.000 Euro Investment, musst du höhere Risiken suchen.

Antwort
von nicolasstelter, 10

Es kommt auf die gesamte Anlagesumme, die Aufteilung auf die Anlageklassen, und die Anlagestrategie an.

Grundsätzlich sollte man erst entscheiden, wie man sein Geld auf die Anlageklassen verteilen möchte:

  • Aktien
  • Renten (Festverzinsliche Wertpapiere)
  • Immobilien
  • Liquide Mittel
  • Rohstoffe

Danach sollten Sie genügend verschiedene Fonds auswählen, sodass die Anlage ausreichen diversifiziert ist und Sie aber immer noch jeden einzelnen Fonds kennen und verstehen. Anschließend kann man einzelne Fonds auch weniger oder stärker gewichten.

Bei einer Anlagesumme von 200.000 € bei der 50 % in Renten und 50 % in Aktien angelegt werden sollen, würde ich etwa 5 Rentenfonds und 5-7 Aktienfonds auswählen. So ergibt sich bei dieser Anlagesumme ein Anlagebetrag von 10.000 € - 20.000 € je Fonds.

Dies sollte nur als Orientierung gelten und ist auf keinen Fall pauschal anzuwenden. Natürlich gibt es auch noch andere Herangehensweisen. Eine ausführliche professionelle Beratung ist hier immer eine gute Sache.

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