Frage von Pferdinant,

Welche Vorteile hat ein ETF-Sparplan gegenüber einem normalen Fondssparplan?

Ist es für Anleger, die an einem Fondssparplan interessiert sind, besser einen klassischen Fondssparplan zu wählen oder einen Indexfondssparplan?

Hilfreichste Antwort von Niklaus,

Ich würde immer einen klassischen Fondssparplan bevorzugen. Beim ETF hängst du voll am Risiko. Schau dir den DAX an . Der ist von knapp 7.600 Punkten innerhalb von nur 2 Monaten auf ca. 5.200 Punkte gefallen. Das entspricht ca. 31,5 % Verlust. Diesen Verlust machst du mit und hast ihn bei den bereits gekauften Fondsanteilen.


Besser ist die Möglichekeit seinen Sparplan mit einem dynamischen Trailinglimit abzusichern. Das bedeutet, dass das Limit immer dem Kurs folgt. Wenn die Märkte fallen geht es raus aus dem Aktienfonds in einen Geldmarktfonds und bei steigenden Märkten wieder zurück in den Aktienfonds. Durch die intelligente Kombination der Stopp-Loss-Order und der Start-Buy-Order kann man Kursverluste reduzieren und- Kursgewinne mitnehmen. Es wird nur das bereits angesparte Kapital geswitcht. Mit dem Sparbeitrag werden weiterhin Aktienfondsanteile gekauft. Durch den Einsatz des Trailinglimits kommt der Cost-Average-Effekt (CAE)erst richtig zur Geltung. Es fällt kein Ausgabeaufschlag beim Tauschen an.

Das Trailinglimit wird bei einem Sparplan nur auf das bereits angesparte Kapital eingesetzt. Denn dieses muss gegen Kursverfall geschützt werden. Jetzt kommt der CAE richtig zur Geltung, man kauft nämlich weiterhin mit dem gleich bleibenden Betrag günstigere Anteile. Das bereits angesparte Kapital ist raus aus dem Aktienfonds und wird erst wieder in den Aktienfonds investiert, wenn es zu einer Kurserhöhung von 5 % gekommen ist.

Antwort von LittleArrow,

Die Fragestellung müßte mehr differenziert werden nach den zugrundeliegenden Vermögensgegenständen und deren repräsentativen Indices, wie z. B. Aktien, Anleihen oder Mischfonds mit diesen beiden. Und bei diesen Hauptgruppen gibt es noch diverse wesentliche Untergruppen, wie z. B. bei Aktien: national (z. B. DAX, DJ, NASDAQ), regional (z. B. STOXX), kontinental, global (z. B. MSCI World), Branchen (z. B. Chemie, Konsumgüter, Technologie), Unternehmensgrößen (z. B. DAX, MDAX, SDAX). Ähnlich gibt es bei den Anleihen auch Kategorien.

Es müßte auch das Profil des Anlegers näher bekannt sein, z. B. ob er als Anfänger diese Frage stellt, welche Vermögensarten er bereits bespart (und wie das gesuchte Segment dazu risikoreduzierend passt), für welche Ziele und Dauer er spart.

Natürlich muss ein Sparplan nicht auf einen nationalen Vergleichsindex wie den DAX eingeengt sein, er könnte sich auch auf einen größeren oder globalen Wirtschaftsraum beziehen. Es macht dabei keinen Sinn, einen gemanagten Fonds zu wählen, der sich z. B. lediglich mit dem DAX vergleicht, da die Managementkosten (und möglicherweise noch Performancegebühren) erheblich höher als die Kosten eines ETFs auf den DAX sind.

Höhere Kosten wären ja tragbar, wenn sie durch bessere Performance überkompensiert würden.

Wenn man die ETFs als Bausteine für eine umfassendere Vermögensbildung versteht, dann machen sie viel Sinn, aber man muss sich dann selber um das Management dieser preiswerten Bausteine kümmern.

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