Frage von MichaelG,

Welche Umbauten in einer vermieteten Wohnung geben das Recht zu einer Mieterhöhung?

Zwei Fragen, erstmal welche Art von Sanierung/Umbau in einer Mietwohnung geben dem Vermieter das Recht die Miete zu erhöhen. Zweitens, kann ein Mieter etwas gegen so einen Umbau tun, wenn er nicht will, dass die Miete deshalb erhöht wird?

Antwort vom Anwalt erhalten
Anzeige

Schneller und günstiger Rat zum Mietrecht. Kompetent, von geprüften Rechtsanwälten.

Experten fragen

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Mikkey,

Die erste Frage beantwortet §559 (1) BGB:

Hat der Vermieter bauliche Maßnahmen durchgeführt, die den Gebrauchswert der Mietsache nachhaltig erhöhen, die allgemeinen Wohnverhältnisse auf Dauer verbessern oder nachhaltig Einsparungen von Energie oder Wasser bewirken (Modernisierung), oder hat er andere bauliche Maßnahmen auf Grund von Umständen durchgeführt, die er nicht zu vertreten hat, so kann er die jährliche Miete um 11 vom Hundert der für die Wohnung aufgewendeten Kosten erhöhen

Die zweite Frage beantwortet §554 (1) BGB:

Der Mieter hat Maßnahmen zu dulden, die zur Erhaltung der Mietsache erforderlich sind.

Kommentar von Zitterbacke ,

D.H. . Klasse Antwort mit Begründung.Falls er es nicht glaubt :

http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__559.html

Kommentar von Mikkey ,

Sorry, beim §554 ist natürlich der Absatz 2 der richtige,

http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__554.html

Antwort
von imager761,

welche Art von Sanierung/Umbau in einer Mietwohnung geben dem Vermieter das Recht die Miete zu erhöhen

Zunächst käme n. § 559 (1) BGB eine Modernisierungserhöhung der Jahresmiete von 11% der Investtionskosten in Betracht, wenn " die allgemeinen Wohnverhältnisse auf Dauer verbessern oder nachhaltig Einsparungen von Energie oder Wasser bewirken".

Dann eine Erhöhung nach Mietpreisspiegel oder Vergleichswohnungen, die demnach nunmehr vergleichbar wären.

kann ein Mieter etwas gegen so einen Umbau tun

Nein. Angesehn davon, das die Modernisierung gesetzlichen Vorgaben geschuldet sein kann (Wärmekostenerfassungsgeräte, Rauchmelderpflicht) hat der Mieter gem. § 554 (2) BGB "Maßnahmen zu dulden, die zur Erhaltung der Mietsache erforderlich sind".

Würde der Vermieter/Eigentümer etwa marode Holzfenster mit Einfachverglasung gegen Energiespar-Kunsstoffenster mit Dreifachverglasung austauschen wollen, kann der Mieter nicht aus Kostengründen auf Einfachverglasung seiner Wohnung bestehen :-(

tun, wenn er nicht will, dass die Miete deshalb erhöht wird?

Ausziehen :-O

Entweder kann er bereits mit Anküdigung der Modernisierung gem. § 559 BGB zum Monatsende des Folgemonats kündigen, in dem vom Vermieter die Modernisierung angekündigt wurde. Spart Geld und Baulärm.

Oder erst einmal die tasächliche Erhöhung abwarten und sein Sonderkündigungsrecht nach § 561 BGB beanspruchen. Denn wird die Miete wegen Modernisierungsmaßnahmen erhöht, hat der Mieter bis zu drei Tage nach dem Gültigwerden der Erhöhung das Recht zur Sonderkündigung; damit wäre das Mietverhältnis zum Ende des zweiten Monats, der auf die Erhöhung folgt, beendet

G imager761

Antwort
von Lissa,

Vielleicht hilft dir diese Seite: http://www.mieterverein-hamburg.de/wohnungsmodernisierung.html

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community