Frage von Pueppi1982, 717

Welche Steuerklasse ist die Richtige/Beste. Frau wohnt/arbeitet in Deutschland, Mann in der SChweiz

Hallo, ich bräuchte dringend Hilfe bzgl. folgendem Szenario!

Ich wohne und arbeite in Deutschland. Mein Freund wohnt und arbeitet in der Schweiz.

Wir haben jetzt vor 2 Tagen in Deutschland geheiratet. Hierzu musste er sich auf meine Adresse in Deutschland anmelden, damit die Hochzeit hier von STatten gehen kann.

Aber eigentlich wohnt und arbeitet er in der Schweiz und ist nur am Wochenende in Deutschland oder ich sogar bei ihm in der Schweiz.

Er hat somit mit Deutschland nicht wirklich irgendetwas zu schaffen, zahlt hier keine Steuern, bezieht hier aber auch im Gegenzug überhaupt gar keine Leistungen!

Welche Steuerklasse gebe ich beim Finanzamt für mich an?

Steuerklasse 3?

Bleibt die Steuerklasse 1 bei mir einfach weiter bestehen?

Was hat es mit diesem Ehegattensplitting auf sich?

Wie geht es am besten, das er weiterhin seine Steuern in der Schweiz versteuert und ich das bestmöglichste für mich/uns hier in Deutschland rausholen kann???

Soll er sich dazu wieder komplett auf die Schweiz melden, so wie es vor der Hochzeit war, soll er in Deutschland weiterhin gemeldet bleiben?

Antwort
von wfwbinder, 684

Viel wichtiger als die Frage der Steuerklasse (die sich ohnehin nur während des Jahres auswirkt), ist die Frage, wo werdet Ihr in Zukunft wie besteuert.

Gibt es bei Euch beiden einen gemeinsamen Lebensmittelpunkt, den Wohnsitz der Eheleute?

Hätte Dein Mann keinen deutschen Wohnsitz udn Du keinen schweizer Wohnsitz, dann würde alles bleiben wie bisher. Trotz Ehe.

Er würde in der Schweiz besteuert, Du in Deutschland. Jeder Einzelveranlagung (zumindest nach deutschem Recht. Also kein Ehegattensplitting. Natürlich auch nciht während des Jahres ggf. eine Steuerklasse III.

Man müßte nun (aber mit den kompletten Daten, jeweiliges Bruttoeinkommen usw), ermitteln, welche Lösung für Euch optimal ist. Also ggf. Ehewohnsitz in Deutschland, oder in der Schweiz und einer von Euch beiden hätte dann ggf. eine doppelte Haushaltsführung am Ort der Arbeit.

Dein Sachverhalt klingt ja etwa so, als wäre es eher bei Deinem Mann der Fall.

Aber wie schon geschrieben, die Sache ist nicht ganz einfach.

Kommentar von EnnoBecker ,

Ich hatte auch schon eine solche Antwort formuliert. Der Mann hat ja keinen Wohnsitz in Deutschland und damit kommt eine Ehegattenveranlagung nicht in Frage.

Andererseits pist das Jahr noch nicht zu Ende, aus der melederechtlichen Anmeldung in Deutschland an der Adresse der Frau kann man sicherlich was Gescheites machen. Dazu noch die Ehe - es dürfte nicht allzu schwer sein, das Finanzamt von einem Wohnsitz in DE zu überzeugen.

Kommentar von gammoncrack ,
Andererseits pist das Jahr noch nicht zu Ende

Aber in Hamburg regnet es dauernd!

Kommentar von EnnoBecker ,

Wei du die Shift-Taste gedrückt hast. Jetzt pass bloß auf dass du nicht Alt-Entf drückst.

Kommentar von Primus ,

;→))))))

Kommentar von Pueppi1982 ,

Hallo nochmal, also früher oder später wird der Lebensmittelpunkt wohl die Schweiz werden. Aber erstmal bleibe ich weiterhin in Deutschland wohnen und arbeite hier und er in der Schweiz. Falls es steuerlich von Vorteil wäre, dass er einen Wohnsitz hier in Deutschland, sprich bei mir hat, wäre das natürlich kein Problem. Die Frage ist halt einfach, wie machen wir es am gescheitesten/besten, ohne im Nachhinein jede Menge Steuern nachzahlen zu müssen oder sonstiges. Ich habe nämlich schon soviel gelesen, von wegen ich kann in die STeuerklasse 3, dann wiederum ich muss in der 1 bleiben. Jeder sagt was anderes und beim Steuerberater bekommt man natürlich auch innerhalb der nächsten Wochen keinen Termin. Deshalb die Frage hier ...nach einer optimalen Lösung bzw. Löungsvorschlägen =)

Kommentar von EnnoBecker ,

Es liegt doch auf der Hand. Er muss seinen ohnsitz in Deutschland nehmen, dann hat er auch gleich eine doppelte Haushaltsführung, wenn auch nur für den Progressionsvorbehalt.

Rechnen, was günstiger ist, Zusammenveranlagung mit PV oder Einzelveranlagung - kann man dann ja immer noch.

Kommentar von wfwbinder ,

Da Ihr verheiratet seid und er hier gemeldet ist, wenn es auch nur für das Standesamt war, könnt Ihr die Steuererklärung als verheiratet mit Wohnsitz in Deutschland einreichen.

Du kannst zur Prüfung eine Vergleichsrechnung direkt mit Elster machen.

Nur verplappern dürft ihr Euch nicht, wenn mal gefragt wird. Dann ist eben die Wohnung in Deutschland der Familienwohnsitz.

Kommentar von EnnoBecker ,
Da Ihr verheiratet seid und er hier gemeldet ist, wenn es auch nur für das Standesamt war, könnt Ihr die Steuererklärung als verheiratet mit Wohnsitz in Deutschland einreichen.

Vorsicht. Das Innehaben einer Wohnung ist nicht dasselbe wie hier gemeldet zu sein.

Dein Rat geht ja in die richtige Richtung, aber die Argumentation muss eine andere sein. Sie darf sich nicht (nur) auf melderechtliche Vorgabeen stützen.

Kommentar von EnnoBecker ,
also früher oder später wird der Lebensmittelpunkt wohl die Schweiz werden.

Lege das auf den Jahreswechsel, damit die Wegzugsbesteuerung (DE) bzw. Zuzugsbesteuerung (CH) nicht auf eurem letzten Rappen davongalloppiert.

Antwort
von Pueppi1982, 653

Hallo nochmal, also früher oder später wird der Lebensmittelpunkt wohl die Schweiz werden. Aber erstmal bleibe ich weiterhin in Deutschland wohnen und arbeite hier und er in der Schweiz. Falls es steuerlich von Vorteil wäre, dass er einen Wohnsitz hier in Deutschland, sprich bei mir hat, wäre das natürlich kein Problem. Die Frage ist halt einfach, wie machen wir es am gescheitesten/besten, ohne im Nachhinein jede Menge Steuern nachzahlen zu müssen oder sonstiges. Ich habe nämlich schon soviel gelesen, von wegen ich kann in die STeuerklasse 3, dann wiederum ich muss in der 1 bleiben. Jeder sagt was anderes und beim Steuerberater bekommt man natürlich auch innerhalb der nächsten Wochen keinen Termin. Deshalb die Frage hier ...nach einer optimalen Lösung bzw. Löungsvorschlägen =)

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