Frage von Ente1989,

Welche Order ist die richtige

Hallo,

Ich habe ein Aktiendepot eröffnet und kann die verschiedenen Ordervarrianten nicht wirklich voneinander unterscheiden.

Ich habe zur Auswahl: - Bestens - Limit - Stop Los

Mich interessiert nur, wie ich wenn beispielsweise eine Aktie bei 100 Punkten ist, ich die Aktie exakt zu dem Zeitpunkt wo ich das einstelle die Aktien zu dem Kurs 100 kaufe bzw. verkaufe.

Kann mir da jemand weiterhelfen?

Grüße und vielen Dank schonmal

Antwort
von gandalf94305,

Die direkte Antwort:

  • "bestens" bedeutet, daß die Aktie zum nächstmöglichen Preis gekauft wird. Das kann von dem aktuell angezeigten Preis deutlich nach unten oder oben abweichen.

  • "Limit" mit einem EUR-Betrag (bei Aktien in Deutschland) bedeutet, daß Du maximal bereit bist, den genannten Betrag pro Aktie zu bezahlen. Die Order kann nur dann ausgeführt werden, wenn der Ask-Wert einer Preisstellung höchstens Dein Limit beträgt. Willst Du 200 Aktien kaufen und es gibt nur 50 zu diesem Preis, gibt es ggf. Teilausführungen, d.h. Du bekommst erst 50 und die restlichen 150 können erst gekauft werden, wenn das Limit wieder eingehalten werden kann.

  • "Stop Loss" darf bei einer Kauf-Ordermaske nicht erscheinen, da es sich um einen Verkaufszusatz handelt. Du wirst eher "Stop Buy" mit einem einzugebenden EUR-Betrag sehen. Das bedeutet, daß der Kurs mindestens auf den spezifizierten Betrag steigen muss. Dann wird Deine Order "bestens" ausgeführt. Das verwendet man, wenn ein Wert sehr gefallen ist und man erst ab Überschreiten einer gewissen Schwelle (Indiz für eine Bodenbildung) kaufen will.

Die nicht ganz direkte Antwort:

Mir scheint, Du hast hier noch sehr wenig Ahnung von den Abläufen an Börsen und den Orderarten. Daher würde ich kategorisch vom Kauf von Einzelaktien abraten, da dies für Dich ein zu hohes Risiko darstellt. Um einen Portfolio mit hinreichend vernünftiger Diversifikation aus Einzelaktien zusammenzustellen, müsste man mindestens ca. 40-50 Werte halten. Da die Transaktionskosten i.a. einen Grundbetrag haben, ist es unsinnig, kleine Orders aufzugeben, da die Gebühren etwaige Gewinne auffressen werden. Also sollte eine Order mind. ca. 1.500-2.000 EUR betragen. Das bedeutet, daß Du mit 40-50 Aktien ein Portfoliovolumen von mind. 60.000-100.000 EUR hättest.

Ich würde Dir daher dringend raten, nicht mit Aktien zu beginnen, sondern erst mal mit Aktienfonds einzusteigen. Vielleicht richtest Du auch Fondssparpläne ein, die einen guten europäischen oder globalen Fonds schrittweise aufbauen.

Daß Du keine Ahnung von Kapitalmärkten hast, solltest Du nicht negativ werten, denn das kann ja noch kommen. Es gilt nämlich erst mal, eine gewisse Erfahrung und Grundkenntnisse aufzubauen.

Erst wenn Dir klar ist, wie Kursentwicklungen aussehen, wie Kurse steigen und fallen, wie sie manchmal zufällig oder ereignisgetrieben laufen, wie man manchmal umschichten oder einfach die Ruhe bewahren sollte, dann kannst Du Beimischungen einzelner Aktien in Deinem Portfolio erwägen. Ansonsten sehe ich die Gefahr eines gering diversifizierten Bauchladenportfolios von ein paar nach Gefühl gekauften Aktien, die deutlichen Risiken in sich bergen.

Antwort
von DerKleinanleger,

Bei einer Limit Order bestimmen Sie einen Kurs, bei dem die Transaktion (Kauf oder Verkauf) höchstens oder mindestens ausgeführt werden darf. Also würd ich am ehesen eine Limitkauforder auf 100 stellen... Mehr zu den anderen Orderarten findest du hier: Werbung durch Support gelöscht

Antwort
von Tritur,

Es gibt Kauf- und Verkaufsaufträge.

Käufe können billigst oder limitiert erteilt werden.

Verkäufe können bestens oder limitiert erteilt werden.

Billigst oder bestens erteilte Aufträge werden zum nächstmöglichen Kurs ausgeführt.

Bei einem Limit von z.B. 100 wird ein Kauf zu 100 oder billiger und ein Verkauf 100 oder teurer ausgeführt. Wenn ein Kauflimit auf oder unter bzw. ein Verkaufslimit über oder auf dem letzten Kurs erteilt wird, kann es geschehen, dass man auf die Ausführung des Auftrags mehr oder weniger lange warten muss, oder dass die Order garnicht ausgeführt wird, weil der Kurs sich anhaltend in die "falsche" Richtung" bewegt.

Ein "Stop Loss Order " ist ein Verkaufsauftrag der ausgeführt wird wenn bei sinkenden Kursen ein vom Auftraggeber vorgegeber Kurs erreicht wird. Er soll der Verlustbegrenzung dienen, hat aber meist nur die Wirkung einer Verlustrealisierung unter Aufgabe der Chance den Verlust beim nächsten Kursanstieg auch wieder auszugleichen.

Problembehaftete Aktien kauft ein erfahrener Anleger nicht. Sinken aber gute Aktien erheblich unter den Einstandswert, ist nicht "Stopp Loss" das Mittel der Wahl, sondern verbilligen.

Antwort
von SBerater,

mit Limit. Durch das Limit 100 gibst du an, zu welchem Preis du max. kaufst bzw. mind. verkaufst.

http://www.onvista.de/aktien/basiswissen/ordertypen/

Antwort
von althaus,

Lass Dich vom Bankmitarbeiter beraten bevor DU was falsch machst. Ich deke damit bist Du gut beraten. Wie ich dich einschätze machst Du möglicherweise einen Fehler.

Antwort
von Tritur,

Fehlerhafte Doppeleingabe

Antwort
von Ente1989,

also wenn die Aktie bei 100 steht, sollte ich wenn ich kaufen möchte bei Limit 100 eingeben (in der Hoffnung das die Aktie bis zur bearbeitung noch so bleibt ;-) )

und beim Verkaufen (bei Limit) einen Wert von größer oder gleich 100 eingeben

Wenn ich das richtig verstanden habe?

Danke für eure schnellen Antworten und eure Hilfe :-)

Kommentar von gandalf94305 ,

Die erste Frage: warum willst Du genau diese Aktie kaufen?

Die zweite Frage: warum genau zu diesem Preis?

Wenn Du einem Wert ein Potential von z.B. 10% über die nächsten 12 Monate zubilligst, dann kommt es nicht darauf an, ob Du bei 100 EUR oder 101 EUR kaufst. Das Limit orientiert sich an Deiner Einschätzung, was Du bereit bist zu zahlen. Also: Limit 100 EUR für den Kauf.

Vor dem Kauf solltest Du allerdings auch überlegen, wann denn diese Aktie zu verkaufen ist. Willst Du über die nächsten Jahre die Dividenden einsammeln? Was passiert, wenn der Kurs mal um 10% einbricht? Was bei -20%? Was bei -30%? Wo ist Deine Schmerzgrenze? Mit einem Stop-Loss-Limit kann man den Verlust nach unten begrenzen, wenn man nicht die Werte immer beobachten will. Beachte allerdings, daß nicht durch die tägliche Volatilität bereits dieses Limit getriggert wird und damit unnötig Verkäufe stattfinden. Willst Du kein Stop-Loss setzen, dann sollte das mental erfolgen. Beobachte die Position und beurteile weiter, ob das erwartete Kurspotential wirklich noch besteht. Wenn nicht, kann man die Position auch verkaufen. Dann würde man ein Verkaufslimit setzen (Mindesterlös je Aktie).

Kommentar von HilfeHilfe ,

wenn du denkst 100 ist es dann sofort kaufen

Kommentar von HilfeHilfe ,

@ergänzung

Funktioniert nur mit Marktengen Papieren. Wenn man OTC Pinkys dealt nicht ;)

Antwort
von HilfeHilfe,

Limit, dann wird die Order höhstens zu deinem Limitpreis ausgeführt. Wenn der Kurs allerdings dauerhaft bei 110 steht ist es ein wunschdenken zu 100 zu kaufen ;)

wenn der Kurs auf 90 fällt ( Aufträge werden massenhaft ausgelöst) kann es auch sein das du bei 100 bedient wirst und 2 minuten später siehst das der Kurs bei 90 steht ;)

Die Börse ist halt ein Casino und nur eins Stimmt, die Bank(en) gewinnt immer

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community