Frage von 66jahre, 29

Welche Leistungen bei Unfallversicherungen versus Leistungen ges. RV?

Welche Leistungen sind bei einer Unfallversicherung wichtig? Sollte man eine Unfallrentenversicherung wählen, die ab einem gewissen Grad der Invalidität zahlt, oder zahlt in einem solchen Invaliditätsfall dann die ges. Rentenversicherung, wenn man vorzeitig in Rente gehen muss?

Antwort
von Niklaus, 14

Sorry aber das ist der völlig falsche Ansatz. Die meisten Menschen werden Invalide durch Krankheit nicht durch Unfall. Deshalb ist ein Berufsunfähigkeitsrente immer die erste Wahl. Vom Staat haben wir nicht viel zu erwarten im Fall der Invalidität. Seit Januar 2001 gibt es für alle Personen, die nach dem 2. Januar 1961 geboren wurden, keine gesetzliche Berufsfähigkeitsrente mehr. Stattdessen nur noch eine volle Erwerbsminderungsrente bzw. halbe Erwerbsminderungsrente.

  • Volle Erwerbsminderungsrente 37% vom letzten Netto, erhält wer weniger als 3 h arbeiten kann pro Tag
  • Halbe Erwerbsminderungsrente 19% vom letzten Netto, erhält wer mehr als 3 aber weniger als 6 h pro Tag arbeiten kann.

Bei der Unfallversicherung, der Versicherungen liebstem Kind, gibt es ziemlich unterschiedliche Meinungen. Eine UV soll eine massive plötzlich auftretende Veränderung im Leben eines Menschen abdecken. Einen schweren Unfall. Man benötigt einen Rollstuhl, einen Umbau am KFZ für den Rollstuhl, eine barrierefreie Wohnung, eine Einstiegshilfe in die Badewanne etc. Diese Dinge können nur mit viel Geld angeschafft werden. Aus diesem Grunde muss die Versicherung eine hohe Invaliditätssumme haben und auszahlen. Wichtig zu wissen ist die Tatsache, dass Teilinvaliditäten nur von der Grundinvaliditätssumme an gerechnet werden. Die Progression gilt nur für Vollinvalidität. Eine Unfallrente ist nur erforderlich, wenn kein anderer Schutz besteht. Der kann eine private Berufsunfähigkeitsrente, private oder gesetzliche Erwerbsminderungsrente sein. Alle anderen Komponenten in einer UV wie Übergangsgeld Krankenhaustagegeld, Kurkostenbeihilfe etc. sind nicht erforderlich und verteuern bloß die Versicherung. Als Unfall gilt auch, wenn durch eine erhöhte Kraftanstrengung an Gliedmaßen oder Wirbelsäule ein Gelenk verrenkt wird oder Muskeln, Sehnen, Bänder oder Kapseln gezerrt oder zerrissen werden. Laut §1 der Allgemeinen Unfallversicherungsbedingungen (AUB) ist der Begriff „Unfall“ wie folgt definiert: „Ein Unfall liegt vor, wenn die versicherte Person durch ein plötzlich von außen auf ihren Körper wirkendes Ereignis (Unfallereignis) unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet.

Wenn ich mir jetzt Ihren Namen anschaue, dann könnte ich auf den Gedanken kommen, dass sie bereits 66 Jahre sind. In diesem Falle sieht das ganz noch mal anders aus.

Sie bekommen bei Invalidität vom Staat überhaupt kein Leistung mehr, weil sie ja schon Rentner sind. Siebekommen ihre Altersrente. Selbständige bekommen je nach Einkommen nichts oder wenn zu wenig Einkommen die Grundsicherung.

Wollen sie sich trotzdem privat gegen Unfall versichern, ist das schon noch möglich aber nur mit Einschränkungen. Rentner bekommen bei der privaten Unfallversicherung in der Regel keine Kapitalleistung mehr, sondern nur noch eine Unfallrente und Assitance-Leistungen. Mein Rat: Holen sie sich professionelle Hilfe von einem Versicherungsmakler. Das geht persönlich oder telefonisch wie auch online per Bildschirmübertragung.

Antwort
von Rentenfrau, 11

Hallo 66jahre, wichtig findet ich, daß private Unfälle abgesichert sind, und daß die Leistungen -bei einem schweren Unfall reichen - damit Du mit dem Körperschaden finanziell gut abgesichert bist. Je größer die Schäden, desto höher sollte die Unfallrente sein. Bei Wegeunfällen und Dienstunfällen zahlt ja die Berufsgenossenschaft.

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