Frage von Putzfee, 3

Welche Form der Gedlanlage bei den niedrigen Zinsen? 5- Jahre Anlage möglich!

Sagt mal, welche Form der Geldanlage ist denn überhaupt empfehlenswert. Ich will kein Risiko und möchte micht nicht länger als 5 Jahre binden.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Rat2010, 2

Die einzige vernünftige und empfehlenswerte Geldanlage sind offene Fonds. Wenn du mit deinen (etwas ausfühlicheren) Vorgaben zu einem Experten gehst, der nichts anderes macht als Geld in offenen Fonds anzulegen, ist es für den eine Kleinigkeit, dir ein passendes Porfolio für dich (wie für alle anderen) zusammen zu stellen.

Die Experten gibt es unterschiedlich. Auch mit hohen Rabatten auf den Ausgabeaufschlag, was wegen des zu erwartenden geringen Risiko im Portfolio (und entsprechnend geringer Zielrendite) bei dir sehr viel Sinn macht.

Antwort
von gandalf94305, 2

Kein Risiko gibt es nicht, denn die "risikofreien" Anlageformen bieten Zinsen unter der Inflationsrate und die mageren Zinsen sind womöglich noch zu versteuern. Daher verliert man mit den "risikolosen" Anlagen effektiv Kaufkraft, auch wenn der Wert auf Deinem Konto numerisch immer größer wird.

Die sinnvolle Anlage sind Publikumsfonds in allen möglichen Formen, die Dir letztendlich eine Partizipation an der Wirtschaft bieten. Es gibt viele Fonds, die über Jahre hinweg Ausschüttungsrenditen von 3-5% liefern, d.h. deutlich über auch langfristigen Anlagen liegen. Diese Fonds kannst Du tagesgenau verkaufen, d.h. auch schnell wieder liquidieren. Dabei gibt es allerdings ein Kursrisiko, das sich allerdings mit der Länge der Haltedauer bei entsprechend soliden Investments deutlich verringert. Eine gute Mischung von Aktien mit einer Beimischung von Renten bieten heute einige solide Mischfonds, die auch nur eine moderate Volatilität aufweisen.

Kannst Du dann noch ein paar EUR von einem Tagesgeld laufend in diese Anlageform einbringen (per Sparplan oder spontan, wenn mal die Kurse wieder etwas zurückgegangen sind), dann lohnt sich das Investment noch mehr, denn die bei niedrigen Kursen neu gekauften Anteile werden natürlich von einem weiteren Kursanstieg profitieren.

Ich verstehe, daß es schwer einzusehen ist, daß ein Investment, das nur sehr wenig, dafür aber monoton ansteigt (und nicht zurückgeht), risikolos erscheint, aber riskant ist, während ein Investment, das im Wert schwanken kann, jedoch laufende Erträge liefert und über die Jahre einen klaren Aufwärtstrend hat, deutlich weniger Risiken langfristig bietet.

Antwort
von greenwave, 2

Ich gehe mal davon aus, dass Du Dich nicht täglich mit den Börsen beschäftigen willst und nicht in der Lage bist, ein Portfolio zu handeln, das 20 bis 30 unterschiedliche Wertpapiere beinhaltet.

Dann bist Du auf die Hilfe von Profis angewiesen, die natürlich dafür bezahlt werden wollen. Die richtige Anlageform ist dann eine Mischung aus offenen Aktien-, Misch- und Rentenfonds. Musterportfolio für 5 Jahre könnte so ähnlich aufgebaut sein wie hier dargstellt Werbung durch Support gelöscht.

Damit bist Du bei 5 Jahren Anlagedauer gut dabei und erreichts trotzdem Renditen oberhalb der Inflationsrate. Das gelingt mit Spareinlagen ja bei weitem nicht mehr ;-(

Antwort
von jsch1964, 1

Wenn Du es sicher haben willst, dann sind offene oder geschlossene Fonds sicher nicht das Anlageprodukt der Wahl. :-)

Meine Stimme für: Partiarische Darlehen. Die Laufzeit ist meistens nicht länger als 1 Jahr, die Sicherheiten sind meistens exzellent, die Abschlusskosten niedrig bis gar nicht vorhanden und die Zinsen in interessanten Höhen. Da kannst Du Dich jedes Jahr neu entscheiden, ob Du weiter machen willst oder nicht.

Kommentar von Rat2010 ,

Zu Fonds solltest du anmerken, dass du von dem Thema keinerlei Ahnung, höchtens schlechte Erfahrungen, hast.

Offene - die stark reguliert sind und die es auch mit Risiko gibt, das unter dem von Tagesgeld liegt - und geschlossene (als unternehmerische Beteiligung) zusammenzufassen und als Alternative das Graumarktprodukt "patriarchisches Darlehen" vorzuschlagen, dürfte den Frager nicht unbedingt weiterbringen.

Was das Risiko patriarchischer Darlehen anbelangt, solltest du überlegen, in was du investierst. Vergleichbare "Anlagen" gingen in der Vergangenheit immer schief. Früher oder später.

Kommentar von jsch1964 ,

A) Du kennst mich überhaupt nicht.

B) Zu offenen Fonds kann man genau dasselbe sagen: In der Vergangenheit sind alle früher oder später abgestürzt. (Spätestens, wenn der ganze Markt in den Keller gerutscht ist.)

...und dass man immer überlegen sollte, in was man investiert, ist eine Selbstverständlichkeit - die auch für Deine geliebten Fonds gilt.

Letztendlich ist jede Investition eine Glaubenssache: Man glaubt an die Sache. :-)

Ob ich daran glaube, dass mein Geld bei der Bank nie weg sein kann, oder daran, dass ein Fondsmanager weiterhin gut investiert, oder, dass ein Unternehmen auch weiterhin gute Gewinne machen wird, das alles läuft auf dasselbe hinaus: Ich gebe mein Geld einem Unternehmen - entweder leihe ich es der Bank (Tagesgeld/Festgeld) oder ich leihe es einem Unternehmen direkt (Anleihen/partiarische Darlehen) oder ich kaufe Anteile an diesem Unternehmen (Aktien/Fonds/Beteiligungen).

Alternativ kann ich auch daran glauben, dass ich eine Sache billig einkaufen und später wieder teuer verkaufen kann. (z.B. Gold)

Wie berechtigt dieser Glaube war, zeigt in jedem Fall erst die Zukunft.

Dass ich eine Vorliebe für Anlageprodukte habe, die möglichst unabhängig von Marktbewegungen sind, hat nichts mit guten oder schlechten Erfahrungen zu tun. Das ist eine eher grundsätzliche Entscheidung meinerseits. Ich habe es eben gerne etwas entspannter und will nicht ständig nach Kursen schielen. :-)

Antwort
von ScheckIn, 2

kein Risiko? Dann gibt es wohl nur eine geringe Rendite.

Mir fallen ein: Festgeld, Tagesgeld oder Rentenfonds, mglw. auch Mischfonds mit einem hohem Anteil an Renten.

Wer kein Risiko eingehen will, muss aktuell mit niedrigen Zinsen leben.

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