Frage von handmadebyblue,

Welche Elsterformulare brauche ich als Minijobber mit Kleinunternehmen?

Hallo. Mein Mann ist Hauptverdiener und wir haben drei Kinder (2x15 und 1x17) die noch zur Schule gehen und bei uns wohnen. Ich selbst bin über meinen Mann familienversichert und war in 2012 komplett in einem Minijob beschäftigt in dem ich mtl ca 200,-Eus verdient habe. Im November habe ich ein Kleinunternehmen angemeldet, um auf Basaren etc meine Handarbeiten verkaufen zu können. Nun meine Frage: Ich habe schon im Spätsommer Material (Wolle undStoffe) besorgt, um Ware herzustellen. Wie weit vor Anmeldung des Gewerbes kann ich die schon geltend machen (sprich kann ich Materialkaufquittungen aus August/September irgendwo einreichen) und wo trage ich das gekaufte Material überhaupt im Elsterformular ein? Und wo trage ich meinen Umsatz ein, bzw trage ich überhaupt den Umsatz, oder den reinen Gewinn ein? Fragen über Fragen :) Würde mich riesig über Hilfe freuen, da ich noch ein echtes Grennhorn auf diesem Gebiet bin und Steuerberater für mich unerschwinglich sind. Muss ich den steuerfreien Minijob auch irgendwo angeben/eintragen??

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Antwort
von barmer,

Hallo,

als Kleinunternehmen kann man Umsatzsteuer und Gewerbesteuer erstmal außen vor lassen (wenn man den Bogen zur steuerlichen Erfassung entsprechend angekreuzt hat).

In der Einkommensteuererklärung Anlage G mit Einnahme-Überschuss-Rechnung beifügen. Da kämen auch die Materialausgaben rein.

Wichtig: Ab 250 EUR Gewinn, d.h. ab 450 EUR gesamt im Monat ist Schluss mit der Familienversicherung.

Kommentar von handmadebyblue ,

erstmal Danke für die Antwort, die mir bzgl der Formulare super weitergeholfen hat :). Hätte noch eine Frage hierzu: Ich habe mein Material in Handarbeitsläden und auch im Internet gekauft. Dadurch hab ich teilweise personifizierte Rechnungen und eben aus den Geschäften vor Ort einfach nur Kassenbons oder Quittungen. Kann ich diese auch als Belege für die Materialkosten nutzen, oder nur, wie der andere Antworter geschrieben hat, richtige Rechnungen?? Zur Familienversicherung und den 250,- Euro Gewinn--ich hatte im Vorfeld mit der BarmerGEK gesprochen und mich informiert und dort hatte man mir von zwei Stellen (Hauptstelle Shwäbisch Gmünd und hiesige Geschäftsstelle) gesagt, dass ich, bei gleichzeitiger Ausübung eines Minijobs in 2012 auf 400,-Euro/mtl. reine Einnahmen (also wirklicher Gewinn, nicht Umsatz) kommen darf und dieses Jahr--ich habe zwischenzeitlich keinen Minijob mehr) durch Anhebung der 400,-Euro Regelung auch auf ca 400,- Euro /mtl, wobei die Grenze da ohne Minijob in 2012 bei 370,- Euro gelegen hätte. Jetzt bin ich grade ziemlich verunsichert durch die Antwort, ich dürfe max 250,- Euro Gewinn machen. Sollte die Krankenkasse mir da falsche Auskünfte gegeben haben??? Wo kann ich das denn evtl nachlesen? Nochmals Dankeschön und lieben Gruß

Kommentar von barmer ,

Hallo,

2012 waren es 400, 2013 wären es 450 mit Minijob.

Wenn jetzt kein Minijob mehr da ist (das las sich für mich anders) , waren es 2012 375 EUR und sind jetzt 385 EUR.

Wegen der Belege: einfach versuchen. Kommt immer darauf an, wie der Bearbeiter drauf ist, wieviel zu tun ist, etc.

Mach ne schöne Liste mit Summe, tacker alles hinten dran und gut ist.

Gruss

Barmer

Antwort
von EnnoBecker,

Wie weit vor Anmeldung des Gewerbes

Die "Anmeldung des Gewerbes" ist die Anzeige beim Gewerbeamt, dass man die Ausübung eines Gewerbes aufgenommen hat bzw. aufnehmen will.

Das hat mit "geltend machen (sprich .... irgendwo einreichen)" nichts zu tun. Hier ist zu vermuten, dass irgendeine Steuer gemeint ist - wegen "Kleinunternehmen" tippe ich mal auf Gewerbesteuer und Einkommensteuer.

Auch da werden die Quittungen nirgendwo eingereicht, sondern die Aufwendungen, die aus den Rechnungen (!) ersichtlich sind, werden als Betriebsausgabe von den Betriebseinnahmen abgezogen.

Und wo trage ich meinen Umsatz ein, bzw trage ich überhaupt den Umsatz, oder den reinen Gewinn ein?

Der Umsatz kommt auf Seite 1 des Hauptbogens zur Umsatzsteuererklärung, der Gewerbertrag auf Seite 2 der Gewerbesteuererklärung und der Gewinn/Verlust in Anlage G der Einkommensteuererklärung. Beachten: Anlage EÜR könnte ebenfalls eine Pflichtanlage sein.

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