Frage von Locke77,

Welche Art des Riestervertrages würdet ihr empfehlen?

Ich möchte für meine Altersvorsorge einen Riestervertrag abschließen. Da gibt es ja jetzt einige Möglichkeiten - Fondssparplan, Wohnriester, Banksparplan etc. Welche "Form" des Riesterns würdet ihr mir empfehlen? Wo sind die Kosten am geringsten?

Antwort
von topspin,

Was genau zu Dir passt, lässt sich hier sicher nicht eindeutig klären, Du mußt Dich individuell beraten lassen und viellll leeesen: http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/sparformen-im-vergleich-diese-riester-r...

Antwort
von Niklaus,

Die Frage ist erstmal, ist Riester die richtige Altersvorsorge für dich.

Die wirklich wichtige Frage zur Altersvorsorge sollte lauten:„Welche Altersvorsorge ist für mich optimal“? In Deutschland ist die Altersvorsorge in drei Schichten aufgebaut. Aber Achtung: Weder die optimale Schicht noch die Art der Altersvorsorge kann man pauschal festlegen. Es ist ein großer Unterschied, ob jemand eine Rürup-Rente, eine Riester-Rente, eine betriebliche Altersvorsorge eine privat Rentenversicherung oder einen Fonds-Auszahlungsplan abschließt. Jede der Versorgungsarten hat unterschiedlich hohe Aufwendungen um die gleiche Nettorente zu erzielen. Dies ist abhängig von der Art der Arbeit, selbständig oder angestellt, ob er über oder unter der Beitragsbemessungsgrenze liegt, welchen Familienstand er hat, der Anzahl der Kinder, der Höhe des Einkommensteuersatzes und der Form der Krankenversicherung, gesetzlich freiwillig gesetzlich oder privat.

Alle Versorgungsformen sind sowohl in der Einzahlungsphase wie in der Rentenphase unterschiedlich besteuert. Die größten Auswirkungen entstehen aber ab Beginn der Rentenphase. Die Besteuerung und die Krankenversicherung wirken sich hier enorm aus. Um eine gleiche Nettorente nach Steuern und Krankenversicherung in allen Vorsorgearten zu erzielen, hat man unterschiedlich hohe Aufwendungen für seine Rente. Denn es ist schon ein großer Unterschied, ob ich von dem im Angebot errechneten Betrag noch Steuern und ggf. Krankenversicherung bezahlen muss oder nicht. Deshalb ist es wichtig, dass vor Abschluss jeglicher Altersvorsorge ein qualitativer und quantitativer Schichtenvergleich durchgeführt wird. Erst dann kann man sagen welche Schicht, welche Art der Altersvorsorge optimal ist. Auch Kombinationen können in betracht kommen.

Seit 1.1.2005 gilt das Alterseinkünftegesetz,

  • Schicht 1 Basisversorgung: gesetzliche Rentenversicherung und Basisrente (Rürup-Rente)
  • Schicht 2 Zusatzversorgung: betriebliche Altersvorsorge und Riester-Rente
  • Schicht 3 Kapitalanlagen: Private Renten- bzw. –Kapitallebensversicherungen, Investmentfonds
Antwort
von MadRampage,

Die Kosten sind beim Riester-Banksparplan am geringsten, oft gar keine (direkten) Kosten: man ist damit von Anfang an im Plus. Ein Banksparplan ist sehr einfach gestrickt und wird vaiablel verzinst (aber nicht gerade besonders hoch). Aufgrund der geringen (indirekten) Kosten, welche über die geringe Verzinsung bezahlt werdeb, ist der Banksparplan sowohl für Spät-Einsteiger (ab 50 Jahre) als auch für unentschlossene, die heute noch nicht wissen ob später Wohneigentum (Wohnriester) in Frage kommt oder nicht, geeignet.

Kommentar von alfalfa ,

Die Kosten eines Banksparplans werden dann zuschlagen, wenn bei Beginn des Rentenalters der Sparplan nämlich in eine Lebensversicherung umgewandelt wird. Das ist auch gesetzlich erforderlich, weil ja eine Rente gezahlt werden muss. So pauschal lässt sich nämlich keine Aussage zu den verschiedenen Riester Produkten treffen.

Kommentar von GAFIB ,

@alfalfa: Sehr guter Hinweis auf die kostenträchtige Umwandlung in eine nachfolgende LV! Übrigens beträgt die durchschnittliche lfd. Verzinsung von klass. RVs in 2013 immer noch 3,6%. Bei Banksparplänen dürften es. max. 1% sein.

Die Vergleichs-Rechnung ist also doch komplexer, als sie manchmal erscheint. Eine gut gewählte Riester-Rente z.B. als fondsgebundene RV kann durchaus der Renditekönig werden.

Wenn man noch mind. 26 Jahre Jahre Zeit hat, würde ich jedenfalls primär an Aktien-basierte Instrumente denken (fg RV oder Fondssparplan).

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