Conrad am 28.01.2010 um 8:15 Uhr
Stimmt das? Wäre es denn besser den Leitzins anzuheben?

es wächst die angst vor blasenbildungen, nicht vor der nächsten finanzkrise. wird der zins lange niedrig gehalten, könnte man argumentieren, es wird ein fundament gelegt wie es durch greenspan erfolgte. dazu müssten jedoch die immowerte steigen.
ein problem der niedrigen zinsen sind die carry trades und die spekulativen anlagen, die u.a. auch banken eingehen. ob das jedoch schon reicht, eine neue finanzkrise zu erzeugen.
die nächste krise ist wohl noch ein paar jahre entfernt.

Warum sollte das so sein. Die Wirtschaft benötigt doch Kapital für Investitionen. Erst dadurch kommt die Konjunktur zum Laufen. Eine Erehöhung würde das zarte Pflänzchen Konjunktur im Keim ersticken
FALSCH!!!

Die Wachstumsprognosen für die USA sind für dieses Jahr gerade auf 2,7 % angehoben worden ("D" 1,4 %).
Damit zeigt sich, das die USA der Wachstumsmotor sein werden. Bei denen scheint es nur noch am Bau zu kranken.
Das der niedrige Zins zu einer neuen Finanzkrise führen soll, kann ich nicht erkennen.
Dadurch ist die Finanzkrise doch schon jetzt ausgebrochen! Und sie ist noch lange nicht vorbei!!!
Man kann eine Kriese, welche durch Kredite entstand nicht mit neuen Krediten wegwischen.
Denn dadurch wird die Blase nur noch größer und es kann keine echte Erholung und Reinigung des Marktes stattfinden!
Denn das Geld ist nicht erwirtschaftet worden!
Niklaus am 28. Januar 2010 11:53 FALSCH. Ohne Kredit können keine Investitionen in der Wirtschaft erfolgen. Woher soll das Kapital für neue Produktionsmittel denn kommen ausser als von der Bank. Höchstens noch durch die Vergabe neuer Aktien oder Anleihen.
sapnnend ;p
also wenn die Firmen mehr Geld bekommen durch Kredit, können sie dadurch mehr oder auf gleichem Level produzieren.
Privatsektoren sind Hauptkosumenten. In den letzten Jahrzehnten wurde sehr viel durch Kredite in dem Bereich konsumiert. Die Nachfrage entstand also durch noch nicht erwirtschaftetetes Geld. Neue Konsumkredite zu kriegenen USA ist mittlerweile schwer. Da die Leute wieder mehr sparen. Da sie eingesehen haben das sie ihre Schulden nur noch sehr schwer zurück zahlen können.
(Auch durch Zuwachs der Arbeitslosigkeit)
Somit sinkt der Konsum, also die Nachfrage.
Die Unternehmen produzieren jedoch durch Kredite genauso viel oder mehr wie vorher, die Nachfrage allerdings ist gesunken.
Das heißt es wird mehr produziert als nachgefragt wird. Die Unternehmen bleiben auf den nichtverkauften Produkten sitzen und haben zusätzlich noch den Kredit ab zubezahlen.
Die Konsumenten müssen erst wieder echtes Geld zum ausgeben haben, welches erwirtschaftet wurde. (nicht durch Kredit) Bevor es wieder einen echten Wirtschaftswachstum geben kann. Dazu muss sich das Angebot aber auch wieder der Nachfrage anpassen.
Das bedeutet das viele Unternehmen erst bluten müssen, bevor sich der Markt wieder erholen kann. Irgendwer muss erst richtig verlieren... Bevor von Seiten der Regierung keine echte Regulierung des Marktes zugelassen wird, wird es auch keine echte Erholung geben!
Niklaus am 28. Januar 2010 14:51 Dein Problem ist, dass du nur den Inlandsmarkt betrachtest. Der Kapitalbedarf ist auch für ander Gründe erforderlich. ZB. Entwicklung , Neugründung und Export
okey für Entwicklung und Neugründung in scharfen Marktlücken bin ich dabei...
es bringt aber bsp. nichts wenn ich eine eigentlich bankrotte Firma rette, ihr helfe ihre Produktion zu halten oder zu steigern, wenn die Marktnachfrage sich zum negativen geändert hat.
Dann sitz die Firma auf nicht verkauften Produkten, AN die sie nicht bezahlen kann und zusätzlich noch den Kredit....
Das sollte mein Beitrag oben verdeutlichen.
natürlich gibt es immer Marktgruppen die davon ausgenommen sind!
Aber das was die Regierung hier mit ihren Rettungspaketen macht, funktioniert aus o.g. Gründen nicht!