Frage von susannkatrin,

weihnachtsgeld wird nicht gezahlt abwohl vertrag alles sagt

Hallöchen, hoffe ihr könnt mir weiter helfen. also mein freund ist bei einer zeitarbeiter firma seit dem 11.6 ! bei ihn im arbeitsvertrag steht das er 6 monate dabei sein muss ununterbrochen um sonderzahlungen zu bekomm wie weihnachtsgerld. das arbeitsverhältniss muss zu demn jeweiligen stichtag den 30.6 bestehen. also hätte er anspruch auf weihnachtgeld er ist ja ununterbrochen seit dem 11.6 dabei. nun hat er aber kein weihnachtsgeld bekomm mit der aussage das der abrechnungsmonat der mai sein.

haben die das recht das weihnachtsgeld nicht zu zahlen...???? ich meine im vertrag ist es doch klar geregelt-....stichtag 30.6 . angefang hat er am 11.6 und ist ununterbrochen dabei...

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Antwort
von Gaenseliesel,

Hallo, der BZA-Tarif (Tarifverträge Zeitarbeit )besagt z.B., dass Anspruch auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld nach 6 Monaten ununterbrochener Betriebszugehörigkeit besteht. Ausgezahlt wird das Geld jeweils mit der Juni- bzw. Novemberabrechnung. Hättest demnach bereits z.B. am 11.Mai angefangen haben müssen. K.

Antwort
von Juergen010,

Wie kann denn der Abrechnungsmonat Mai sein? Soll das heißen, das Weihnachtsgeld wird immer im Mai ausbezahlt?

Wenn im Arbeitsvertrag tatsächlich so - ohne weitere Vorbehalte - formuliert, steht ihm das Weihnachtsgeld zu.

Unter dem Vorbehalt, dass es hoffentlich noch andere Arbeitgeber für Deinen Freund gibt, kann er natürlich, ggf. mit Fachanwaltshilfe, auf die Barrikaden und in die Konfrontation mit seinem Chef gehen. Eins muss ihm aber klar sein: Der Arbeitgeber wird sich sehr schnell von ihm trennen. Ob gerechtfertigt oder nicht - der Arbeitgeber wird einen Weg finden.

Vielleicht hilft ein Gespräch mit Schmidt und nicht mit Schmidtchen in dem Laden. Höflich aber bestimmt. Evtl. kann man ja einen Kompromiss aushandeln ala Hälfte jetzt - andere Hälfte im Mai 2013.

Kommentar von gammoncrack ,

Die Erklärung, warum ihm kein Weihnachtsgeld zusteht ergibt sich aus dem Link von qtbasket:

http://www.boeckler.de/pdf/ta_BZA_MTV_Zeitarbeit_110603.pdf

Kommentar von Juergen010 ,

Naja, eben gerade nicht ....

Schau mal in das Dokument unter § 15.1 - da wird die am 06.11.2003 niedergeschriebene Vereinbarung mit dem Nachsatz zum 01.01.2006 so geändert, dass der Anspruch zur Zahlung von Weihnachtsgeld nach 6 Monaten tatsächlich besteht.

Kommentar von gammoncrack ,

Der Bezugspunkt ist aber immer noch der November, und da hat das Arbeitsverhältnis noch keine 6 Monate bestanden.

Antwort
von qtbasket,

Wenn ein Tarifvertrag gelten sollte, gilt das hier:

Ab dem zweiten Jahr des ununterbrochenen Bestehens des Beschäftigungsverhältnisses hat der Mitarbeiter Anspruch auf Jahressonderzahlungen in Form von zusätzlichem Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Ab dem 01.01.2006 entsteht der Anspruch auf diese Jahressonderzahlungen nach 6 Monaten ununterbrochenen Bestehens des Beschäftigungsverhältnisses.

Quelle: http://www.boeckler.de/pdf/ta_BZA_MTV_Zeitarbeit_110603.pdf

Kommentar von gammoncrack ,

Dann aber auch noch einmal weiterlesen:

Die Auszahlung des zusätzlichen Urlaubsgeldes erfolgt mit der Abrechnung für den Monat Juni eines jeden Jahres, die Auszahlung des Weihnachtsgeldes erfolgt mit der Abrechnung für den Monat November eines jeden Jahres.

Somit ist nun klar, warum kein Weihnachtsgeld gezahlt wird. Zum Stichtag 30.11. war er eben noch keine 6 Monate beschäftigt.

Kommentar von Juergen010 ,

Naja, eben gerade nicht ....

Schau mal in das Dokument unter § 15.1 - da wird die am 06.11.2003 niedergeschriebene Vereinbarung mit dem Nachsatz zum 01.01.2006 so geändert, dass der Anspruch zur Zahlung von Weihnachtsgeld nach 6 Monaten tatsächlich besteht.

Kommentar von gammoncrack ,

Doch, doch, man muss noch auf die nächste Seite gucken, da geht es nämlich weiter:

"Das zusätzliches Urlaubs- und Weihnachtsgeld erhöht sich mit zunehmender Dauer der Betriebszugehörigkeit, berechnet auf die Stichtage 30. Juni und 30. November."

Antwort
von gammoncrack,

Ein Blick in die Betriebsvereinbarung wäre sehr hilfreich.

Es könnte gut sein, dass das Weihnachtsgeld im November gezahlt wird. Das machen die meisten Unternehmen, weil eine Zahlung Ende Dezember nicht wirklich die Weihnachtseinkäufe finanziert.

Wenn aber in der Betriebsvereinbarung der November als Zahlungstermin steht, hat das Arbeitsverhältnis zu diesem Zeitpunkt noch keine 6 Monate bestanden und er AG wäre im Recht.

Kommentar von Juergen010 ,

Was soll dann aber die Stichtagsvereinbarung 30.06. bedeuten?

Kommentar von gammoncrack ,

Ja, ist mir schon aufgefallen. Allerdings ist mit Stichtag im Regelfall ja der Auszahlungszeitpunkt gemeint ist. Der 30.6. ist häufig der Stichtag für Urlaubsgeld.

Eine Formulierung wie "maßgeblich für die Zahlung des Weihnachtsgeldes ist, dass das Arbeitsverhältnis am 30.6 besteht." habe ich noch nie gesehen. Wenn allerdings dort steht, dass das Arbeitverhältnis am 30.6. 6 Monate bestehen muss, macht das bezogen auf das WG auch wenig Sinn. Die Fragestellerin soll da noch mal einen genauen Blick reinwerfen, ggf. den Passus Weihnachtsgeld anonymisiert hier reinkopieren.

Aber ich überlege schon noch, was dieser Passus noch bedeuten könnte, ohne zu einem befriedigenden Ergebnis zu kommen. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ein Arbeitgeber hier bewusst gegen arbeitsvertragliche Regeln verstößt.

Antwort
von galvanik,

Wenns so im Vertrag steht, stehts ihm wohl zu. Würde mich wenn Rechtsschutz vorhanden mal rechtl. beraten lassen.

Kommentar von gammoncrack ,

Leider Unsinn.

Antwort
von Tina34,

also für mich liest sich das so das die 6 Monate Betriebszugehörigkeit nicht erfüllt sind, somit dürfte es wohl kein Weihnachtsgeld geben.

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