Frage von RainerSt, 220

Kann ich wegen Anrechnung der Unfallrente auf die Altersrente eine Runterstufung der Erwerbsminderung beantragen?

Ist es möglich aus eigenem Wunsch eine Neubewertung der Unfallfolgen (1969) bei einer BG-Unfallrente (20%) zu erreichen? Diese Rente wird seit 1995 gezahlt. Hintergrund, gehe nächstes Jahr in Altersrente, wenn die BG-Rente auf die Altersrente angerechnet wird verliere ich ca. 800€.... Wenn der Gutachter jetzt auf eine Erwebsminderung von 10-15% schließt, wird dann die zurückliegenden Leistungen der BG noch auf die Altersrente angerechnet? Wie wäre die beste Vorgehensweise? Danke für eure Antworten Gruß Rainer

Antwort
von Primus, 220

Irgendwie verstehe ich den Sinn dieser Frage nicht.

Es gibt einen festgesetzten Satz, den Du mit beiden Renten zusammen nicht überschreiten darfst. 

Würde man die Unfallrente kürzen, wäre die Erwerbsminderungsrente zwar höher, aber im Grunde ist es doch gleichgültig, welche Rente nun gekürzt wird, denn es gibt nun mal diesen festen Betrag, der nicht überschritten werden kann.

Vielleicht habe ich ja gerade einen Denkfehler und Du weist mich darauf hin.

Kommentar von RainerSt ,

Es geht hier einmal um die normale Altersrente, und zum anderen um eine Unfallrente von der BG (20%). 

Kommentar von Primus ,

Ja, das habe ich verstanden. Allerdings ist doch wirklich so, dass Du nur bis zur Summe X kommen kannst. Egal ob nun die Unfall - oder die Altersrente die Höhere ist.

Ohne BG - Rente bekommst Du die volle Altersrente, aber die Endsumme bleibt immer gleich.


Kommentar von Primus ,

Noch ein Beispiel:  Summe X = 2000 €

Altersrente: 2000 €

Unfallrente:   800 €

       Abzug:   800 € = Erhalt von  Summe X = 2000 €

Wegfall der BU - Rente 800 €

Auszahlung der Altersrente 2000 €  = Summe X 2000 €

Kommentar von RainerSt ,

Hallo Primus, wäre schön, wenn es so wäre, ich bekomme 230€ Unfallrente, und nach Anrechnung dieser Unfallrente 1200 € statt 2000 €. Oder anders ausgedrückt die RV zieht mir 800 € ab.

Kommentar von Primus ,

Ich las eben:  Es ist wirklich leider so, dass die Obergrenze, die beim Zusammentreffen der beiden Renten vorgegeben wird, der fiktive Nettoverdienst vor dem Unfall oder der Berufserkrankung ist. Diese Obergrenze wird als Grenzbetrag bezeichnet und errechnet sich aus 70% des Jahresarbeitsverdienstes.

Versuche es doch mal mit einer Verzichtserklärung, die Du bei Der BG einreichst. Ich habe davon gehört, dass Einzelfallentscheidungen durchaus möglich sind, wenn durch den Bezug der Rente Nachteile entstehen.

Antwort
von wfwbinder, 181

Es gibt zwar eine teilweise Anrechnung, aber Du bekommst auf jeden Fall mehr Rente.

siehe hier:

http://www.unfallrente.net/unfallrente-und-altersrente.html

Du kannst ja die Beispielrechnung einfach dadurch nachvollziehen, dass Du an den entsprechenden Punkten einfach Deine zahlen einsetzt. Die voraussichtliche Rente ist dir ja auch schon bekannt.

Kommentar von RainerSt ,

Hallo, genau nach dieser Seite bin ich vorgegangen, mit dem Ergebnis das mir von ca. 2000€ 800€ abgezogen werden. Diese Info habe ich auch mündlich von der guten Dame der Rentenversicherung bekommen

Kommentar von wfwbinder ,

Dann wird das vermutlich auch so richtig sein. Aber wenn Deine Unfallrente geringer wird, hast Du deshalb nicht insgesamt mehr.

Kommentar von RainerSt ,

Mein Plan ist, mich von der BG neu begutachten zulassen, mit demZiel das festgestellt wird, das der Grad der Behinderung unter 20% liegt. Somit auch keine rentenzahlung von der BG erfolgt. 

Kann das allerdings rechtlich nicht einschätzen.

Kommentar von wfwbinder ,

Ja, er Sinn der Aktion ist mir schon klar, geht mir aber wirtschaftlich nicht auf, denn es wird ja nicht voll angerechnet, wodurch es auf jeden Fall eine finanzielle Einbuße gibt.

Antwort
von Rentenfrau, 157

Hallo RainerSt, es ist so, beim Bezug der Altersrente wird die Rente der Berufsgenossenschaft angerechnet, es gibt hier aber einen Freibetrag. Der Freibetrag ist umso höher je höher "die Schadens-Prozente" sind. Also würde ich Dir empfehlen, was runterstufen zu lassen. Wobei das auch nicht funktionieren würde, denn der Arzt kann ja nicht auf einmal Schäden nicht mehr berücksichtigen.  

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