Frage von hbnordlicht, 34

WEG-Recht bei Hausbesitz mit 2 Mietwohnungen?

Hallo, wir sind gerade dabei ein Haus zu kaufen. Nun stellt sich der Noch-Verwalter quer und händigt uns keine Unterlagen aus, da er "verpflichtet" ist, erst den Kaufvertrag zu sehen. Er behauptet auch, das es keinen Verwaltervertrag gibt und er nach WEG-Recht verwaltet. Ich habe gerade versucht mich da durch zu wurschteln, bin aber gleich am Anfang auf ein Problem gestossen: Es handelt sich in unserem Fall um ein 2 Familienhaus, dass einem Eigentümer gehörte und nun auch zu einem Eigentümer wechselt, also kein Haus / Grundstück, dass gemeinschaftlich aufgeteilt wurde... Gilt da dann trotzdem das WEG-Recht? Darf der Verwalter, trotz Anweisung vom Noch-Eigentümer, die Herausgabe der Unterlagen verweigern? LG I. M.

Antwort
von LittleArrow, 18

In dieser WEG-Frage bin ich Laie. Aber WEG-Recht kommt da (sicherlich?) nicht zur Anwendung.

Der Verwalter darf sich natürlich weigern, denn er ist nicht Dein Vertragspartner!

Dein Vertragspartner ist allein der Verkäufer und der sollte die Karten aufdecken und Dir alle erforderlichen Unterlagen zur Verfügung stellen, einschließlich der möglichen Nebenverträge. Wenn Dir dies der Notar in den Vertrag aufnimmt bist Du fein raus, denn Abweichungen zu den übernommenen Verträgen sollten dann vom Verkäufer übernommen werden (oder er würde nach hanseatischem Brauch an der obersten Rahe aufgehängt).

Antwort
von Juergen010, 21

Kann dir doch Wurscht sein!

Dein Vertragspartner ist der Verkäufer. Dass dieser als Eigentümer ein "Weisungsrecht" dem Verwalter gegenüber hat, den er schließlich ja bezahlt - steht wohl ausser Frage.

Folglich solltest Du dich an den Verkäufer halten. Dieser hat die von dir geforderten Unterlagen vor Vertragsunterzeichnung beizubringen.

Tut er das nicht, scheint er etwas verbergen zu wollen.

Dann solltest Du vom geplanten Kauf Abstand nehmen - weil, wer kauft schon gerne die Katze im Sack?

Anstatt also mit einem obskuren Verwalter zu kommunizieren, solltest Du Klartext mit dem Verkäufer reden. Dann zeigt sich sehr schnell, wo der Bartel den Most holt.


Kommentar von Franzl0503 ,

Treffend. Man stelle sich einmal folgendes Zenario vor: Kaufvertrag abgeschlossen, Kaufpreis geflossen, fehlende Unterlagen werden verspätet vorgelegt. Sie enthalten Tatsachen, die den Käufer zum Vertragsrücktritt oder Schadensersatz berechtigen. Er klagt gg. den uneinsichtigen Verkäufer. Und gewinnt. Der Verkäufer hat den Kaufpreis längst verbraten. Was dann?

Kommentar von Juergen010 ,

Genau so ist es.

Und es wäre nicht das erste mal, dass man vor Gericht auch noch wegen der fehlenden Unterlageneinsicht vor dem Kaufvertrag, schlechte Karten hat.

Oder der Verkäufer sich mit dem Kaufpreis nun die Sonne in Thailand (oder irgendwo anders) auf den Bauch scheinen läßt und sich einen Ast über den geleimten Käufer lacht, der versucht ohne großem Erfolg seinem Geld hinterherzuklagen.

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