Frage von Nonames, 22

Wechselkursschwankungen bei Kreditkartengutschrift. Wer trägt Risiko

Wer trägt das Wechselkursrisiko bei Kreditkartengutschriften, die Bank oder der Kunde? Ich habe mehrere Dollargutschriften auf meine VISA Karte erhalten und obwohl die Gutschriften nur ca. eine Woche nach dem Kauf erfolgten, hat der Dollar an Wert verloren. Meine Bank erstattet mir nun zwar die vollen Dollarbeträge, aber zu dem schlechteren Wechselkurs. Ebenso verhällt es sich mit dem Auslandseinsatzentgelt, dass offensichtlich auf dem Eurobetrag basiert und dadurch auch geringer ausfällt als ursprünglich abgebucht.

Antwort
von LittleArrow, 18

Du.

Also, es ist schon mal gut, dass Du den Begriff Wechselkursrisiko kennst. Das besteht ja nicht nur von Tag zu Tag, sondern auch innerhalb des Tages. Es gibt beim $/€-Wechselkurs für Dich nicht vorhersehbare Schwankungsrisiken, bis die Gutschrift bei der Verrechnungsstelle eingeht. Du trägst also das Wechselkursrisiko, das in beide Richtungen gehen kann. Es besteht auch eine Chance für einen besseren Wechselkurs beim nächsten Geschäft.

Das Auslandseinsatzentgelt fällt bei jeder Zahlung an; hier hilft entweder der von gandalf beschriebene Weg oder die Auswahl einer günstigeren Bank.

Antwort
von gandalf94305, 13

Der Kunde. Und die Banken langen bei den Umrechnungsspreads oft sehr heftig zu.

Kommentar von gandalf94305 ,

Bei entsprechenden Umsätzen kannst Du auch eine Kreditkarte gegen ein USD-Konto in USA nehmen. Das würde das Risiko auf die Überweisung der entsprechenden Deckungsbeträge auf das US-Kreditkartenkonto (von EUR nach USD) reduzieren. Alle weiteren Abrechnungen finden dann ja 1:1 in USD statt.

Kommentar von NasiGoreng ,

...und wenn man ein auf USD lautendes Konto hat, dann hat mein kein Kursrisiko?? Lol

Kommentar von gandalf94305 ,

Wer des Lesens mächtig ist, erkennt, daß ich schreibe:

Das würde das Risiko auf die Überweisung der entsprechenden Deckungsbeträge auf das US-Kreditkartenkonto (von EUR nach USD) reduzieren.

Von "mein kein Kursrisiko" ist also keine Rede.

Wer ein USD-Konto mit einer darauf bezogenen Kreditkarte hat, hätte kein Kursrisiko mehr, wenn die Beträge mal auf dem USD-Konto sind. Nur für die Überweisung dorthin besteht damit ein Kursrisiko, nicht jedoch für die einzelnen Transaktionen der Kreditkarte. Auch das besteht nicht, wenn die USD-Beträge von einer USD-Quelle kommen, z.B. einem Arbeitgeber in USA.

Kommentar von NasiGoreng ,

Hiiilfe, das tut weh!!!

Manchen Leuten wird das Kursrisiko eines $-Guthabens leider erst dann sichtbar, wenn es zur Begleichung von auf EUR lautenden Verbindlichkeiten dient.

Kommentar von gandalf94305 ,

Ach? Warum würde jemand außer Dir auf die irre Idee kommen, ein Fremdwährungskonto einzurichten, um damit in einer Fremdwährung zu bezahlen?

EUR-Beträge zahlt man vom EUR-Konto, USD-Beträge vom USD-Konto.

Kommentar von NasiGoreng ,

Bei schwachem USD sinkt auch der Wert des USD-Guthaben in EUR.

Hätte man seine USD-Einnahmen gleich in EUR gewechselt, könnte man in diesem Fall seine USD-Verbindlichkeiten zu Lasten seines EUR-Kontos billiger begleichen.

Kommentar von gandalf94305 ,

Hätte und könnte gilt nicht. Wer weiß denn, ob ein EUR oder USD schwach oder stark ist? Es geht um Risiko.

Du darfst zur Reduktion Deiner Währungsrisiken gerne welche Strategie auch immer anwenden, da Du es ja so viel besser weißt. Das Thema ist damit für mich erledigt. Geh zurück in Deine Höhle.

Kommentar von NasiGoreng ,

Das Thema ist damit für mich erledigt.

Gut so, bei Themen, von denen man keine Ahnung hat, sollte man sich zurückhalten.

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