Frage von dianab,

Wechsel von GKV zu PKV

Ende Februar tritt bei mir der Wechsel von der GKV in die PKV in Kraft. Ich habe letzte Woche noch eine Behandlung beim Neurologen begonnen, der mir wahrscheinlich noch in diesem Monat Medikamente verschreiben wird. Ist der Übergang da reibungslos, dass ich noch diesen Monat nichts aus eigener Tasche zahlen muss für das Medikament und dann ab März wegen der Selbstbeteiligung zunächst selber blechen muss?

Und macht die PKV Stress weil ich jetzt kurzfristig noch eine Behandlung begonnen hab aber im Fragebogen nichts angegeben hab? (Der Fragebogen wurde im Dezember ausgefüllt, mit dem Antrag zum Wechsel zur PKV).

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von barmer,

Hallo,

wie schon gesagt wurde: Wenn das was neues ist und du im Antrag nicht geschummelt hast, gibts da keine Probleme.

Bei einem Übertritt GKV-PKV übernimmt die PKV ohne Wartezeit auch die vorher begonnene Behandlung ab Versicherungsbeginn. Allerdings wird die PKV mit Sicherheit beim Arzt nachfragen, ob da auch nichts Altes war.

Das auf Kassenrezept verordnete Medikament musst Du natürlich als Kassenpatient noch abholen.

Antwort
von Braccius,

Hallo Dinab, wenn die Behandlung im Dezember noch nicht geplant war, macht die neue PKV da generell keine Probleme. Wenn die Erkrankung vorher schon bekannt war, aber nicht angegeben wurde, kann dies im schlimmsten Fall zur Kündigung seitens der neuen Krankenversicherung führen. Hast du bereits eine Kündigungsbestätigung der GKV zum 28.02.2013 bekommen? Wenn ja läuft das alles reibungslos. Beim Arzt ab März die neue Krankenkasse angeben und deinen Status auf privatversichert wechseln.

Antwort
von alfalfa,

Wichtig ist, dass die Fragen bei der Antragstellung (Gesundheitsfragen) korrekt und wahrheitsgemäß beantwortet wurden. Das solltest Du penibel prüfen und mit Deinem Vermittler besprechen. Falls dieses nicht der Fall ist, droht dir wegen vorvertraglicher Anzeigenpflichtverletzung folgende Risiken:

  1. Leistungsausschluss
  2. Risikozuschlag
  3. Anfechtung und Kündigung

Das ist in § 19 VVG geregelt. Im Fall einer Kündigung kommst Du nicht in die GKV zurück (es sei denn du hast einen Statuswechsel), sondern bleibst im System PKV und wirst im Basistarif bei einer anderen PKV versichert.

Bitte beachte auch, dass Du bei Neueintritt auch eine besondere Wartezeit von 8 Monaten hast. D.h. das erst nach dieser Zeit Ansprüche aus Leistungen für Psychotherapie, Schwangerschaft, Brille und Zahnersatz.

Kommentar von alfalfa ,

....fällt mir grade ein. Das solltest Du nachmelden. Es kann sein, dass Du einen Risokoaifschlag oder Leistungsausschluss bekommst. Ferner wird geklärt werden müssen, ob die GKV die begonnene Behandlung zuende zahlen muss oder bereits die PKV einspringt. An Deiner Stelle solltest Du auf jeden Fall mit Deinem Vermittler Kontakt aufnehmen und bitte dokumentiere das Gespröch auch mit seiner Unterschrift. Das ist relevant, wenn es ggfs zur Haftung kommt.

Kommentar von HilfeHilfe ,

auweja....

Antwort
von dianab,

Danke für alle Antworten, waren eigentich alle hilfreich. Habe zusätzlich noch eine gute Quelle als Einstieg für alle gefunden, die ähnliche Fragestellungen bzgl. des Wechsels zwischen GKV und PKV haben http://www.onlinevergleicher.de/wechsel-gkv-pkv/

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