Frage von Sunbeam, 107

Wechsel in PKV nach Scheidung - Kind?

Hallo,

Ich war und bin bis jetzt nur in der gesetzlichen Krankenkasse.

Mein Kind (8Jahre) lebt bei der Mitter und ist dort über sie in der gesetzlichen versichert.

Kann ich nach der Scheidung in die Private Krankenversicherung wechseln ?

Bleibt das Kind bei der Mutter versichert oder ändert sich da was?

Ich habe ca 65.000 Jahresbrutto. Was hat so ein Wechsel noch für Vorteile. Ändert sich da viel im Gegensatz zu Gesetzlichen KV - Geldmässig gesehen.

Bin selber 37Jahre alt und max 1x beim Arzt.

Antwort
von RHWWW, 107

Hallo,

nach der Scheidung ist die Krankenversicherung des anderen Elternteils ohne Bedeutung für die Familienversicherung des Kindes. Wenn ein Elternteil Mitglied einer gesetzlichen Krankenversicherung ist, kann dieser das Kind kostenlos familienversichern: 10 SGB V (§ 10 Absatz 3 SGB V trifft wegen derScheidung nicht zu). Wenn die geschiedene Ehefrau später erneut heiratet und in die Familienversicherung des Ehegatten wechselt, sind für das Kind ggf. eigene Beiträge zu zahlen (mindestens 163 Euro monatlich).

Geht es um eine Krankenversicherung für einen Arbeitnehmer oder für einen Selbständigen/Freiberufler?

Gruß

RHW

Antwort
von Hanseat, 97

Hallo, für Kind und Mutter bleibt alles so. Sie könnten in die PKV wechseln, aber bitte nicht mit der Priorität, Geld zu sparen. Lassen Sie mal das Geld außen vor, zuerst sollten Sie sich mit den prinzipiellen Unterschieden beider System und auch unbedingt mit den Verhältnissen im Rentenalter befassen. Ein Wechsel hat Vor- und Nachteile, Sie kommen dann in ein ganz anderes System und Sie können eben nicht später so einfach mir nichts Dir nichts zurück wechseln.

Im Gegensatz zur GKV können Sie in der PKV einen maßgeschneiderten Tarif bekommen. Sie können und Sie sollten es auch m.E., das bedingt aber dass Sie sich ausführlich mit den einzelnen Leistungsaspekten und Möglichkeiten auseinander setzen.

Gucken Sie, ich erlaube mir das noch einmal zu wiederholen, nicht zuerst aufs Geld sondenr finden Sie (am besten mit Hilfe eins Fachmanns / -beraters) heraus ob die PKV etwas für Sie ist. Dann kommen die möglichen und gewünschten Leistungen und dann ergibt sich daraus ein oder mehrere Tarife und die enstprechenden Beiträge.

So, oder so ähnlich, sollte die Vorgehensweise aussehen. Andernfalls bereuen Sie einen Wechsel relativ bald und gehören dann zu den Hunderten von PKV-Versicherten die dort eigentlich nicht zu suchen haben und dort nicht sein sollten und die häufig sehr lückenhaft und schlecht beraten wurden.

Antwort
von Kevin1905, 88

Kann ich nach der Scheidung in die Private Krankenversicherung wechseln ?

Wenn die Voraussetzungen vorliegen ja.

Ändert sich da viel im Gegensatz zu Gesetzlichen KV - Geldmässig gesehen.

Ja du bezahlst die Behandlungen selbst - gehst also in Vorkasse und reichst dann die Originalrechnungen bei deiner PKV ein. Unter Berücksichtigung von Beitragserstattungen und Selbstbehalt kann es aber wirtschaftlich sinnvoller sein, manchmal Rechnungen nicht zur Erstattung einzureichen.

Bin selber 37Jahre alt und max 1x beim Arzt.

37 ist ein recht hohes Einstiegsalter und ein vernünftiger Tarif dürfte - vorausgesetzt du bis kerngesund - nicht weniger als 600,- € im Monat kosten.

Antwort
von barmer, 78

Hallo, nach der Scheidung ist das Kind ohne Rücksicht auf die Relation der Einkommen beitragsfrei versichert, solange wenn ein Elternteil in der GKV ist. Wo es wohnt, ist unwichtig.

Ein Wechsel in die PKV wäre insofern zunächst ohne Folgen. Es gibt aber Fälle, wo das schiefgeht: Frau heiratet erneut, hört auf zu arbeiten und rutscht in die Familienversicherung des Neuen. Dann endet die Familienversicherung, Kind muss mit eigenem Beitrag in die GKV oder PKV.

Ob eine PKV sonst Sinn macht, kann man von weitem ohne Zukunfts- und Familienplanung nicht sagen.

Viel Glück

Barmer

Antwort
von Lissa, 73

Soweit ich weiß können Kinder nur dann familienversichert bleiben, wenn der privat versicherte Elternteil weniger als der gesetzliche verdient.

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