Frage von Lumpi123, 105

Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung Pflicht oder Wahlrecht?

Ich bin selbständig und privat krankenversichert. Nun werde ich mein Gewerbe abmelden, da ich ab 2015 als Angestellter in Vollzeit arbeiten werde. Ich werde ca. 2.800,00 € brutto verdienen.

Nun habe ich ja die Möglichkeit, die private Krankenversicherung zu verlassen um wieder gesetzlich krankenversichert zu werden.

Nun meine Frage: Habe ich nun ein Wahlrecht, ob ich privat versichert bleibe oder nicht? Oder ist es nun zwingend so, daß ich in die gesetzliche Krankenversicherung eintreten muss?

Vielen Dank

Antwort
von Hanseat, 105

Hallo, Sie unterliegen uneingeschränkt der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung gem. § 5 (1) SGB V.

Nun kommt es noch darauf an wie lange privat krankenversichert waren und wie alt Sie sind. Wenn Sie nach Vollendung des 55. LJ versicherungspflichtig werden und min. 5 Jahre davor nicht gesetzlich versichert waren, dann sind Sie i.d.R. versicherungsfrei gem. § 6 (3a) SGB V.. D.h. Sie müssen in der PKV verbleiben.

Bitte überlegen Sie wie Ihre berufliche Zukunft aussieht bzw. aussehen könnte. Unter Umständen bietet sich eine Anwartschaft (wenn GKV-Versicherungspflichtige Angestelltentätigkeit nur vorübergehend geplant ist) an. Auf jeden Fall sollten Sie prüfen ob Sie Ihre PKV in eine Krankenzusatzversicherung (z.B. für den stationären - oder den Zahnbereich) umwandeln können und dieses dann ggf. beantragen.

VG,

Kommentar von Lumpi123 ,

Ich bin weit unter 55 J.

Also ist es so, daß ich mich gesetzlich versichern muss und auch nicht die Möglichkeit habe, irgendwelche Anträge auf Versicherungsfreiheit zu stellen, also dass ich darüber nicht länger nachdenken muss und das Thema abhaken kann, habe ich das richtig so verstanden?

Ich habe schon alles kurz und klein gegoogelt, überall steht, daß man die Möglichkeit hat, sich wieder gesetzlich versichern zu lassen. Warum steht da überall nur, daß man die Möglichkeit hat, nirgendwo steht, daß die Pflicht besteht.

Danke

Kommentar von Hanseat ,

Hallo, Sie haben keine Wahl !

Sie können sich nur dann von der Versicherungspflicht befreien lassen wenn Sie ALG 1 beziehen oder wenn Sie als Angestellter mit einem Verdienst über der Jahresarbeitentgeltgrenze privat versichert sind und die Grenze (die jedes Jahr ansteigt) Ihr Gehalt nun sozusagen überholt. Beides trifft offensichtlich auf Sie nicht zu.

Sie können sich eine gesetzliche Krankenkasse aussuchen, Ihr Arbeitgeber muss Sie dann dort anmelden.

Zu Ihrer PKV, die Kündigungsmodalitätn regelt das VVG § 205: "Wird eine versicherte Person kraft Gesetzes kranken- oder pflegeversicherungspflichtig, kann der Versicherungsnehmer binnen drei Monaten nach Eintritt der Versicherungspflicht eine Krankheitskosten-, eine Krankentagegeld- oder eine Pflegekrankenversicherung ... rückwirkend zum Eintritt der Versicherungspflicht kündigen. Die Kündigung ist unwirksam, wenn der Versicherungsnehmer dem Versicherer den Eintritt der Versicherungspflicht nicht innerhalb von zwei Monaten nachweist, nachdem der Versicherer ihn hierzu in Textform aufgefordert hat, ...

VG,

Antwort
von billy, 71

Hallo Lumpi123, Bitte die bereits gegebenen Antworten gründlich lesen. In der von @Gaenseliesel gepostetem Link wird Deine Frage ausführlich und zweifelsfrei beantwortet. Auch @Hanseat hat in seiner Antwort auf die Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) von derzeit 53.550 € hingewiesen. Du wirst mit Deinem Jahresbruttoeinkommen (ohne Sonderzahlungen) in Höhe von 33.600 € die JAEG um rund 20.000 € unterschreiten und somit gesetzlich Pflichtversichert. Hier noch folgender Auszug aus dem Link: Liegt Ihr regelmäßiges Bruttoeinkommen unter der Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) von 53.550 Euro ...., dann werden Sie sofort wieder versicherungspflichtig und .... Ihr Arbeitgeber muss Sie dann wieder als versicherungspflichtig melden, und Sie können sich bei einer gesetzlichen Krankenkasse anmelden.

Mehr hierzu bei: http://www.finanztip.de/pkv-rueckkehr-gkv/#ixzz3E3xErEu0

Kommentar von gammoncrack ,

Sicherlich hast Du zusätzlich zu den bereits vor Stunden gegebenen Antworten, die Du nun punktewirksam mit einer unnötigen Antwort bestätigst hast,

  • Hanseat
  • Gaenseliesel

einen DH zukommen lassen.

Kommentar von Hanseat ,

Es ist wirklich schwer erträglich. Erst, der Sicherheit wegen, um gründliches Lesen bitten, dann, nach dem Motto "doppelt hält besser" denselben Link zweimal erwähnen und schliesslich eben diesen Link auch noch teilweise zitieren !

Mann, einfach mal XXX wenn es nichts zu sagen gibt oder Sie eigentlich keine Ahnung haben.

Kommentar von billy ,

Hallo @Hanseat, Könnten Sie mir mal erklären womit Sie eigentlich ein Problem haben ? Ihren Kommentar hab ich in der Redaktion von ff.net auf Grund Ihrer Beleidigung als Richtlinienverstoß beanstandet. Ich hab in meiner Antwort den Fragenden darauf aufmerksam gemacht das seine Frage schon umfassend und gut beantwortet wurde, als Beispiel hab ich auf Ihre und die Antwort von @Gaenseliesel hingewiesen. Zur Verdeutlichung hab ich eine Textpassage die meines Erachtens eine Kernaussage enthält, die in den Vorantworten nicht enthalten war zitiert. Offensichtlich hatte ich Ihnen Kompetenzen unterstellt die tatsächlich nicht vorhanden zu sein scheinen. Eines möchte ich Ihnen abschliessend noch mitteilen. Der Irrwitzigen Vorstellung Sie könnten anderen User`n vorschreiben ob, wann oder was sie zu Antworten haben ist an Realitätsferne kaum zu überbieten.

Kommentar von Hanseat ,

Wenn Sie einfach nur zu den Themen von denen Sie was verstehen antworten, könnte man Ihnen Kompetenzen unterstellen. Da sie sich aber grundsätzlich zu fast allem äußern, habe ich erhebliche Zweifel an den ihren, zumindest in einigen Bereichen (s.u.). Wenn ich dann sehe wofür Sie denn ein "Experte" sein wollen (u.a. Renten, Versicherungen), dann wird es nicht besser.

Ich beschränke mich, im Gegensatz zu Ihnen, auf die Themen von denen ich was verstehe. Zugegeben, man wird leicht verführt sich zu vielen Fragen zu äußern, habe ich anfänglich auch gemacht, bin aber lernfähig.

Ist Ihnen eigentlich mal aufgefallen dass Sie so ziemlich der Einzige hier in diesem Forum sind der mit seinen Äußerungen solche Reaktionen, beileibe nicht nur von mir, hervorruft. Das sollte Ihnen zu denken geben. Nehmen Sie sich doch mal die, zugegeben manchmal etwas polarisierend formulierte, Kritik zu Herzen und überlegen ob manchmal weniger nicht eigentlich mehr ist.

VG,

Antwort
von alfalfa, 61

Nun, die richtigen Antworten wurden ja bereits mehrfach gegeben, nämlich dass Sie aufgrund Ihres Einkommens unterhalb der Jahresarbeitsentgeltgrenze in die GKV müssen.

Trotzdem sollten sie mit Ihrer PKV sprechen, denn es besteht die Möglichkeit:

  • Abschluss einer Anwartschaft (falls sie später in die PKV zurück wollen
  • Umstellung der KV Voll in einen Erhänzungstarif (ambulant, stationär, Dental)

Im letzteren Fall werden Ihnen die Altersrückstellungen angerechnet, so dass sie ggfs mit sehr geringen Beiträgen eine bessere Absicherung haben. Sollten Sie jedoch untätig bleiben, dann werden die Altersrückstellungen an das Kollektiv vererbt. Auf gut Deutsch: Ihre Rückstellungen sind futsch.

Bitte bei der Wahl der GKV ein wenig die Augen aufhalten und ggfs auch Wahltarife ansehen. So lässt sich auch im Kleinen optimieren.

Antwort
von JooJoo, 44

Wie die Kommentare vor mir gesagt haben, unterliegen sie wieder der gesetzlichen Krankenkasse. Privatversicherte können aber nicht nur Selbstständige sein, sondern auch Angestellte mit einem bestimmten Mindesteinkommen. Aber da würde ich mich nochmal beraten lassen.

Kommentar von Hanseat ,

ja, das nennt man JAEG, die steht fest, da braucht man keine Beratung !

Antwort
von mig112, 34

Komische Frage für einen unter 55-Jährigen, der einkommens- und statusbedingt versicherungsPFLICHTIG wird...

auch Google bietet dir keine Alternative an - warum wohl!? Stichwort: BBG

http://beitragsbemessungsgrenze-aktuell.de/Beitragsbemessungsgrenze-Krankenversi...

Antwort
von Gaenseliesel, 34

Hallo,

ich bin nicht vom Fach, meine aber deine Frage wird aufgrund deiner Angaben schlecht zu beantworten sein. Es fehlen wichtige Infos.

Lies doch bitte vorerst hier:

http://www.finanztip.de/pkv-rueckkehr-gkv/

Unsere Experten haben im Moment scheinbar Kaffeezeit ;-)) K.

Kommentar von Lumpi123 ,

Vielen Dank. :-)

Dort steht, daß die Möglichkeit besteht, sich gesetzlich versichern zu lassen. Ich frage mich, ob wirklich nur die Möglichkeit besteht, oder ob das Pflicht ist. Also ob man dann trotz eines Bruttogehaltes weit unter dieser Jahresgrenze die Möglichkeit hat, weiterhin privat versichert zu bleiben.

Kommentar von mig112 ,

NEiIHEiiiiIN...!

Antwort
von DerLukas, 33

Du MUSST auf jeden Fall in die GKV, wenn Du unter die Versicherungspflichtgrenze (53.350 Euro / Jahr) im Jahr fällst als Angestellter. Dazu folgendes Zitat: "...Auch ein Wechsel zurück in die gesetzliche Krankenkasse erfolgt recht einfach. Sobald man wieder eine versicherungspflichte Stelle annimmt und das Jahreseinkommen unterhalb der Versicherungspflichtgrenze (2014 bei 53.350,- Euro) liegt, ist man automatisch wieder gesetzlich versichert und muß die PKV verlassen." (siehe letzter Absatz: http://privatekrankenversicherungtests.de/selbststaendige-beste-pkv-test/ )

Ich hoffe also für Dich, dass Du nicht allzu viel in die PKV als Altersrückstellungen eingezahlt hast, denn die sind glaub ich weg. Da wäre ich mir aber nicht sicher, hab dazu auf die schnelle leider nichts gefunden.

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