Hellgramite am 16.09.2009 um 18:31 Uhr
Garantiefonds werben damit, dass man als Anleger ein geringers Risiko hat und keinen Totalverlust des Vermögens riskiert. Aber was passiert, wenn der Herausgeber des Fonds pleite gehen sollte? Ist das Geld selbst dann noch abgesichert, oder verliert mand ann alles?
Der Fond ist Sondervermögen und wird von einer Pleite der Fondgesellschaft nicht betroffen. Die Garantien werden durch die Konstruktion und nicht durch die Fondgesellschaft geleistet.
Hier eine einfache Konstruktion (die Wirklichkeit ist komplexer) :
Nehmen wir eine Garantie auf den Ablauf in 10 Jahren an und eine Bundesanleihe würde heute 3% bringen (ist nur ein Beispiel).
Dann können 30% in Aktien angelegt werden und 70% gehen in die Bundesanleihe. Weil die Bundesanleihe selbst wenn die Aktien verzockt werden wieder 100% nach 10 Jahren ergeben.
Nach einem Jahr sind die Aktien um 10% gestiegen. Jetzt kann die Fondgesellschaft schon mehr in Aktien anlegen usw.
In Wirklichkeit wird noch ein größerer Anteil in Aktien angelegt - schließlich stürzen die Märkte nicht an einem Tag von 100% auf 0% = Totalverlust der Aktien.
Sondern halt nur um max. 50%, also kann ich die Aktienquote erhöhen wenn ich eine Stopplossorder für alle Aktien gemacht habe.

Das Geld im Fonds ist Sondervermögen und von einer Insolvenz der Fondsbank, oder-gesellschaft nicht angegriffen.
Hellgramite am 16. September 2009 18:36 das ist ja immerhin beruhigend. danke
Ein Garantiefond ist nicht zu empfehlen. Analysiere mal wie er konstruiert ist, dann wirst Du sehen, daß er nur eine bescheidene Performance bieten kann und teuer ist. Mich würde wundern, wenn ein Garantiefond Festgeld schlägt. Einen Garantiefond kann man sich selbst basteln, indem Du festverzinsliche Wertpapiere und Aktienfonds in Dein Depot nimmst. Die Fonds bekommst Du auch ohne Ausgabeaufschlag: Bestell Dir mal das Helft "Spezial Investmentfonds" von Stiftung Warentest Ausgabe April 2009. Die Euro 7,50 lohnen sich.
Ich kann nicht verstehen warum oftmals die Fragen nicht beantwortet werden sondern die Möglichkeit einer Anlage als solches kritisiert wird.
Im übrigen ist die Antwort falsch.
1. Bei einer regelmäßigen Anlage oder kleineren Summen kann man das nicht selber "nachbasteln"
und
2. Garantiefonds machen seit Jahren erfolgreich Gewinne. z.B. als Riestersparverträge bei Lebensversicherungen auf Fondbasis.
und
3. Natürlich gehen die Garantien zu Lasten der Rendite (von nix ist nix)
und
4. natürlich ist man nachher immer schlauer. Wer 2006 einen Garantiefond gekauft hat liegt jetzt bei 0% Rendite auf der sicheren Seite, hat er Fonds gekauft liegt er mit 20-40% im Minus und wenn er Festgeld gemacht hat hat er ca. 10-15% gewonnen.
Und wer das gleiche 2001 bis 2007 gemacht hat, hat sich mit Fonds eine goldene Nase verdient