Frage von Goldesel0803,

Was wäre für mich der optimale Fonds?

Es ist zum Haare raufen: Je mehr man als Laie liest und versucht sich einen halbwegs vernünftigen Überblick zu verschaffen, desto unsicherer wird man. Dabei ist mein Ansatz doch so einfach: Ich suche eine Alternative zu Tagesgeld und Festgeld, halt ein Produkt wo einigermaßen sicher so um die 4-5 % Rendite pro Jahr drin sind und wo ich nicht gleich wieder horrende Verwaltungskosten und ähnliche undurchsichtige Kosten abdrücken muss. Ich möchte gerne 10.000,-- € anlegen, was ca. ein Zehntel von meinem in Tages- und Festgeld angelegten Vermögens darstellt. Ich möchte auch nicht alle Naselang nach dem Fonds schauen müssen, sondern das Ding gerne einfach mal 10 Jahre oder so laufen lassen. Was würdet ihr mir empfehlen und warum? Bin sehr auf kompetente Antworten gespannt und sage vorab vielen Dank an diejenigen, die sich jetzt anstrengen und mir eine gute Empfehlung aussprechen.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Candlejack,

Du musst doch gar keine Haare raufen ! Wenn Laien versuchen, sich in einen Bereich einzuarbeiten, für den Fachleute eine jahrelange Ausbildung mit Prüfung brauchen und Berufserfahrungen sammeln müssen... Ich fang doch vor der Inspektion auch nicht an, mich in die Wirkungsweise und Einzelteile eines Motors einzulesen. Da würde ich mir auch die Haare raufen ;-)

  • Tages- und Festgeld sind kurzfristige einlagensichere Anlagen ohne Schwankungen und Gebühren - welche Alternative soll man da nennen mit 4-5% ?
  • einigermaßen sicher 4-5% gibt es ein paar Dinge, teils auch mit Steuervorteil, aber eben nicht mit Bankengeld vergleichbar
  • horrende Verwaltungskosten und undruchsichtige Kosten ? Fonds kosten einen Ausgabeaufschlag und eine Depotgebühr, fertig. Die Verwaltungsgebühr wird zwar separat ausgewiesen, wäre aber in den 4-5% schon enthalten
  • mit einem guten Fonds bzw. eher einem guten Portfolio oder einem guten Dochfonds muss man nicht ständig raufschauen (auch wenn das alle gern wollen) und 10 Jahre sollte das auch schon laufen.

Ich werde Dir hier aufgrund der wenigen Infos und der zahlreichen Möglichkeiten KEINE konkrete Empfehlung geben. Dafür gibt es Beratungen bei ausgebildeten erfahrenen Beratern, die sich nach den Gesetzen richten, Protokolle ausfüllen und Haftung übernehmen. Aber das kostet natürlich Geld !

Aber wie oft habe ich Kunden vorgerechnet, dass sich mit einem Fonds aus einer ordentlichen Beratung trotz AA besser gekommen wären als mit dem selbst ausgesuchten eher mittelmäßigen ?

Antwort
von schnellereuro,

An deiner Stelle würde ich ein über einen Vermittler eine Depot bei Ebase eröffnen, wo du keine Ausgabeaufschläge für Fonds zahlst. Dann könnte für dich ein konservativer Mischfonds mit einem relativ hohen Renten- und niedrigen Aktienanteil eine gute Lösung sein. Z.B. der M&G Optimal Income (WKN A0MND8). Alternativen Allianz Kapital Plus (847625), Carmignac Patrimoine (A0DPW0), Ethna Aktiv (764930), FvS Multi Opp (A0M430), usw Andere Alternativen findet man u.a. noch bei http://trader-inside.de/viewtopic.php?t=4564&postdays=0&postorder=asc&am... Grundsätzlich wäre es auch eine gute Idee, das Kapital auf mehrere Fonds zu verteilen. Einen einzelnen optimalen Fonds gibt es nicht. Gerade über einen so langen Zeitraum wie 10 Jahre hat jeder Fonds mal eine Schwächephase.

Antwort
von Rat2010,

Vermutlich liegt es an der total falschen Überlegung, einen Fonds zu nehmen. Vermutlich gibt es den idealen Fonds für dich nicht. eine Kombination aus zweien könnte dagegen dem Zeil schon recht nahe kommen.

Zuerst ist es natürlich total daneben, zu 90.000 € Tagesgeld 10.000 € vernünftig anzulegen. Warum??? Masochismus? Mitleid mit dem Staat?

Es gibt ungefähr zwanzig Fonds, die ich kenne, die für dich in Frage kommen würden. die Kombination von zweien, z. B. Acatis Gané und M&G Optimal Income könnte dem, was du an Chance und Risiko erwartest rtecht nahe kommen. Vielleicht auch FvS Multiple Opportunities und Kapital Plus, vielleicht auch Pioneer Discount Balanced (Vorsicht! Seit September 2009 neu gemanagt) und viele mehr. Keine Sorge, wenn im letztn Jahr viel zu viel Rendite raus gekommen ist. Das lag an Rückenwind und es werden auch wieder schlechtere Jahre kommen.

Ich denke mit zwei Fonds, von denen der eine mehr auf Sachwerte setzt und der andere aktiv Renten managt solltest du hinkommen.

Wenn du nur einen willst nd das mit der Rendite ernst meinst, könnte auch der Carmignac Patrimoine in frage kommen. das Problem ist, dass du mit einem Fonds immer wesentlich mehr Toleranz nach unten brauchst.

Dass es bei offenen Fonds Experten gibt, die fachkundige Beratung, bis zu 100 % Rabatt auf den Ausgabeaufschlag und eine laufende Betreuung deines Portfolios anbieten, ist dir hoffentlich nicht neu.

Kommentar von Goldesel0803 ,

Kannst du konkrete Beispiele nennen für deine im letzten Absatz genannten Serviceleistungen?

Kommentar von Rat2010 ,

Wenn du mich so direkt fragst ;)

www.madreiag.com

Kommentar von Candlejack ,

Und wie verdienen die Berater dieser scheints karitaiven Einrichtungen dann real ihr Geld ?

Kommentar von Rat2010 ,

Lieber Candlejack,

wir hatten schon das Thema, dass unser Geschäftmodell nicht wirklich etwas mit dem eines Bauchladenvertreters zu tun hat.

Der eine verdient sein Geld mit einem verwalteten Vermögen von 1,5 Mio € und kriegt dafür 0,3 % Bestandsprovision im Jahr. In Wirklichkeit lebt er also vom Ausgabeaufschlag und von Versicherungen. Der andere verwaltet mehr 25 Mio., kommt also mit den im Schnitt 0,45 % Bestandspflege/Jahr und etwas Ausgabeaufschlag (im Schnitt 0,5 % auf 3 Mio. Mittelzufluss/Jahr) gut über die Runden. Es gibt auch genügsame Menschen, die das bisschen Geld auch noch mit Mitarbeitern teilen, durch die sie auch kleinere Anleger betreuen können und vor allem den Versicherungsbereich ausgelagert haben ;)

Karitativ ist das ganze nur auf den ersten Blick. Es ist ein anders als dein Geschäftsmodell. Es erfordert z. B. keinen Firmenwagen, hat wesentlich höhere Kapazitäten oder einen überschaubaren Zeitaufwand, der zu mehr als 50 % auf das Research geht. In anderen Geschäftsmodellen verbringt man die 50 % im Auto oder auf Kundenterminen.

Wir hatten auch schon das Thema, dass es regionale und persönliche Unterschiede gibt, die dazu führen, dass nicht jeder Berater Kunden hat, die so viel Vermögen haben und vor allem bei ihm anlegen, dass der Aufwand für die 25 Mio. kleiner ist als der des Bauchladenvertreters mit 1,5 Mio, der irgendwann auch noch einige geschlossene Fonds verkauft, damit viel Ärger und manchmal auch Probleme hat, wenn es schlecht läuft.

Das ist keine (Ab-)Wertung des anderen Geschäftsmodells. Es hat nur nichts miteinander zu tun. So wenig wie Hypothekendiscounter oder Fondsdiscounter (das ist wieder was anderes!) mit Sparkasse.

Antwort
von detlef32,

Wasch mich aber mach mich nicht nass.

Im Wesentlichen stimme ich Nicklaus zu. Hier einfach noch ein paar Ergänzungen.

Solange Du Deine 4-5% Rendite mit überschaubarem Risiko erzielst kann es Dir doch egal sein welche Verwaltungskosten anfallen.

Von den Verwaltungskosten leben die Leute die Dein Geld verwalten und für Dich die Arbeit machen täglich auf dem Laufenden zu sein. Wenn Du willst dass jemand den Job macht und sich um die Vermehrung und die Rendite kümmert dann musst Du ihn bezahlen. Und wenn nicht dann mach die Arbeit selber und kaufe Dir ETFs und verfolge die Nachrichten weltweit täglich.

Antwort
von GAFIB,

Die Kollegen haben schon mit Recht darauf verwiesen, dass Tagesgeld-Anlagen aktuell Wertvernichtung darstellen. Festgeldanlagen hingegen können je nachdem, wie gut sie angelegt sind, immer noch einen Inflationsausgleich erbringen. Vgl. fmh.de

Als Basisanlage kommt auch das folgende Konzept in Betracht: http://www.arero.de/

Wer stärker in Aktien investiert sein möchte - was durchaus sinnvoll sein kann - der sollte besser eine unabhängige Portfolio-Beratung nutzen.

Antwort
von Niklaus,

Es ist zum Haare raufen: Je mehr man als Laie liest und versucht sich einen halbwegs vernünftigen Überblick zu verschaffen, desto unsicherer wird man.

Warum lässt du dich nicht von einem Menschen aus Fleisch und Blut beraten. Einem Menschen der sich täglich aus beruflichen Gründen mit Fonds beschäftigt.

Man sieht es schon an deinem nächsten Gedankengang, dass du völlig überfordert bist mit dem Thema.

Ich möchte auch nicht alle Naselang nach dem Fonds schauen müssen, sondern das Ding gerne einfach mal 10 Jahre oder so laufen lassen. Was würdet ihr mir empfehlen und warum?

Fonds sind für langfristiges Investment und nicht um täglich nachzuschauen. Allerdings 10 Jahre nicht nachschauen ist auch nicht optimal.

Antwort
von volksbanker,

Du hast 90.000 Euro bzw. momentan dein komplettes Vermögen in Fest- und Tagesgeld stecken? Sorry, aber das ist selbst für einen Laien sehr dämlich. Hast du schon mal etwas von Vermögensstruktur gehört? Oder von Inflation?

Fonds gibts wie Sand am Meer - Aktienfonds, Mischfonds, Immobilienfonds, Garantiefonds, Rentenfonds. "Sicher und 5 Prozent Rendite" passt auch nicht zusammen. Ein gewisses Risiko muss man eingehen, wenn die Rendite entsprechend höher sein soll.

Kurz gesagt - lass dich entweder richtig beraten oder noch besser - lass dein Geld in Tagesgeld und Festgeld. Alles andere scheint mir bei deinem Unwissen absolut unpassend.

Kommentar von Goldesel0803 ,

Vielen Dank für die hilfreiche Antwort, lieber Volksbanker. Anmerkung von mir: Ich sprach von "einigermaßen sicher", woraus sich eine gewisse Risikobereitschaft ableiten lässt. Im übrigen waren es gerade die "Volksbanker", die mich in mein Sicherheitsdenken getrieben haben, weil ich keine Lust habe, ständig Produkte zu kaufen, wo sich die Bank dicke Provisionen einstreicht und mich am langen Arm verhungern lässt.

Kommentar von volksbanker ,

Dicke Provisionen? Wenn jemand dich berät, dann erbringt er eine Dienstleistung. Diese muss ja irgendwie bezahlt werden. Oder arbeitest du für deinen Arbeitgeber umsonst?

Du musst auch nicht "ständig Produkte kaufen" - eine Fonds-Anlage sollte eine gewisse Dauer haben. Ein permantentes Umschichten hat auf Grund der Gebühren wenig Sinn!

Kommentar von Candlejack ,

Wo kommen denn jetzt wieder die Klischees der dicken Provisionen und ständigen Verkäufe her ?

Wenn Du in eine Bank gehst und dort ein Anlageberater sitzt, in den die Bank viel Ausbildung investiert hat, dem sie auch ein monatliches Gehalt zahlt und bei dem sie die Beratungshaftung übernimmt, will Sie für dessen Arbeitszeit von Dir auch Geld sehen. Ob Du nun also in die Bank gehst, in die Werkstatt, in den Supermarkt, in die Bäckerei, in die Fleischerei, ins Autohaus... alle arbeiten nach der gleichen Devise: Mitarbeiter werden bezahlt, Firma will Geld verdienen und nicht jeder Kunde kauft, es gibt also einen Anteil an "Leerberatungen", der zum Geschäft dazu gehört.

Kommentar von volksbanker ,

sehr guter Beitrag - Daumen hoch!

Antwort
von RudolfHansen,

wirtschaftwoche DM hinanztest wenig elitäres wie schiffsfonfs geschlossene immobilien fonfs und anlagen üver GmbH . H onorarbertung gibts auch ----- man mzss sich um timingfragen zu benatworten etwas mit charttechnij befassen

trendkanal 200 tage das ist nicht so schwer s. Fto damit man nicht am top kauft und in der basisse verkazfen muss fondsrankings gint es in der faz siedeutsche

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