Frage von Buchberger, 290

Was tut man als Besitzer einer Eigentumswohnung wenn Mitbesitzer Wohngeld nicht bezahlt?

Angenommen, man kauft eine Mietwohnung in einem Mehrfamilienhaus, und alle zahlen regelmässig Hausgeld, nur einer nicht. Was genau passiert dann für -angenommen mich als Mitbesitzer- in Konsequenz? Kann derjenige dann zum Verkauf der Wohnung gezwungen werden, denn letztlich hätten ja in Summe alle einen Schaden, wenn einer nicht bezahlt. Wie ist das gesetzlich geregelt zum Schutz der WEG?

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Primus, 257

Zahlt ein Wohnungseigentümer kein Hausgeld mehr, muss die Wohnungseigentümergemeinschaft bzw. der Verwalter schnell handeln. Denn die Verbindlichkeiten der Gemeinschaft bestehen auch weiterhin.

Fehlen zur Zahlung erforderliche Gelder, weil einzelne Eigentümer kein Hausgeld zahlen, können die anderen Eigentümer als Gesamtschuldner beansprucht werden.

Zwar ist die Außenhaftung der einzelnen Eigentümer auf ihren Miteigentumsanteil begrenzt, § 10 Abs. 8 Wohnungseigentumsgesetz (WEG), so dass gegenüber Gläubigern nur das zu zahlen ist was im Innenverhältnis an die anderen Eigentümer zu zahlen wäre. Trotzdem kann dies bei hohen Rückständen teuer werden.

Weiter hier:

http://www.promeda.de/blog/eigentuemer-zahlt-kein-hausgeld/

Antwort
von Privatier59, 193

Schau mal in § 10 Abs.6 WEG:

http://www.gesetze-im-internet.de/woeigg/__10.html

Die WEG haftet gesamtschuldnerisch, jeder einzelne Eigentümer also über seinen Anteil hinaus an den Gemeinschaftskosten.

ABER: Die WEG ist ja nicht wehrlos. Sie kann den Eigentümer der nicht zahlt gerichtlich in Anspruch nehmen und in sein Eigentum vollstrecken. Das kann allerdings eine sehr mühsame Sache sein. Ich hatte mal einen Fall zu bearbeiten wo sich ein Eigentümer übernommen hatte -es war der ehemalige Alleineigentümer dem unglücklicherweise noch 3 von 8 Wohnungen gehörten. Da erschien der WEG-Verwalter jedes Jahr erneut um das Hausgeld einklagen zu lassen und jedes Mal zahlte der Eigentümer erst als mit dem Gerichtsvollzieher gedroht wurde. Solche Sachen sollten zur Warnung dienen. Manche Leute interessieren sich beim Kauf einer ETW für alle möglichen Nichtigkeiten und vergessen, sich über die anderen Eigentümer zu erkundigen. Da kann der Traum vom Eigentum schnell zum Albtraum werden.

Antwort
von robinek, 155

In unserer Wohnanlage hat der Verwalter, lt. Verwaltervertrag, das Recht das Geld gerichtlich einzutreiben (Was auch schon desöfteren mit Erfolg durchgeführt wurde)

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