Frage von Emtie, 143

Was Traden als Anfänger

Hallo, ich befasse mich schon eine weile mit dem Thema Traden, besonders mit FX und Penny-Stocks aber ich möchte mich auf eins von beiden konzentrieren und meine frage an euch mit welchen von beiden würdet ihr mir raten mich zu konzentrieren. Und bitte falls ihr mir Raten wollt mein Geld in was langfristiges zu investieren...lasst es...ich möchte es lernen und in paar Jahren so mein Geld verdienen

Also

Warum FX?

Warum Penny Stock?

MFG

Antwort
von Finanzschlumpf, 143

Also bei Penny-Stocks denke ich tummeln sich mehr schwarze Schafe die durch gezielte Empfehlung / Nichtempfehlung selber Geld machen ( wie z.B. kürzlich in Deutschland Herr Fricke - war mal als Star gehandelt ... ).

Bei den Devisen sind diese Manipulationen relativ ausgeschlossen. Außerdem hat man zumindest in den gängigen Währungspaaren eine beständige Volatilität. Die Spreads und die Handelbarkeit sind bei CFD's auch ganz in Ordnung.

Entgegen anderer Aussagen hier, liegt die Gewinnwahrscheinlichkeit nicht im Verlustbereich, sondern ist wie bei allen zufallsdeterminierten "Spielen" bei 50 %.

Dass man aber anders als durch Glück mit kurzfrsitigem Traden Geld verdienen kann, ist aber genauso eine Illusion.

Antwort
von gandalf94305, 108

Ein kostenloser Tip: Finger weg von beiden.

Warum rate ich Dir dies? Die Tatsache, daß Du hier eine derartige Frage stellst, deutet für mich auf einen Mangel an Erfahrung, denn ansonsten wäre die Frage trivialerweise zu beantworten. Das sage ich insbesondere unabhängig davon, ob Du nun mit 1.000 EUR, 100 kEUR oder 10 Mio EUR startest. Es wird nicht funktionieren. Es wird Geld verbrennen und Du wirst das Nachsehen haben.

Trading hat nämlich nur etwas mit Wahrscheinlichkeiten und Risikobegrenzung zu tun, nicht aber mit fundamentalen Daten. Man kann jeden liquiden Wert traden. Man muß etwas davon verstehen, wie die Wahrscheinlichkeiten bei Trades zugunsten von Gewinnen zu verschieben sind. Dabei kommt es nicht darauf an, schlauer als die anderen zu sein, sondern einfach Verlustrisiken stark zu begrenzen. Das hat etwas mit statistischen Erwartungswerten zu tun und ist ziemlich unabhängig von den tatsächlichen Werten, die man tradet. Hauptsache sehr liquide.

Trading erfordert eine Reihe von Qualifikationen

  • Disziplin: man muß eisern an einem mal gefaßten Plan festhalten. Es gibt kein Prinzip "Hoffnung". Es gibt nur "DIE STRATEGIE". Hier mangelt es den meisten sog. Tradern. Sie weichen von ihrer definierten Strategie ab und gehen höhere Risiken ein, da sie glauben, schlauer als der Markt zu sein. Schwerer Fehler! Übung macht den Meister.

  • Mittel: Trading wird grundsätzlich nicht funktionieren, wenn Deine Gebühren im Vergleich zum Einsatz pro Trade zu hoch sind und damit größere Veränderungen der Basiswerte notwendig sind, um einen Profit zu liefern. Je größer die erforderliche Veränderung, desto höher das Verlustrisiko. Kann ich nicht beurteilen, aber mind. siebenstellige Beträge wären schon gut :-) Äh, in EUR :-)

  • Erfahrung: Man muß sehr genau verstehen, wie der jeweilige Markt funktioniert, von welchen Einflüssen er abhängt und wann die Mitspieler aufwachen bzw. schlafen gehen. Hier ist wohl noch ein deutliches Defizit. Es gibt Trading-Seminare. Besuche ein paar und urteile selbst.

  • Instrumente: Es sind hocheffektive Instrumente erforderlich, um schnell auf Veränderungen reagieren zu können und ggf. über automatisierte Regeln das Risikomanagement zu gestalten. Ansonsten wirst Du als Mensch zu langsam oder zu zögerlich reagieren - vor allem wenn es um Verluste geht. Deinem Nickname entnehme ich, daß Du Dich mit MetaTrader schon befaßt hast.

  • Zeit: für andere Tätigkeiten ist da keine Zeit mehr, da man eine hohe Anzahl von Trades durchführen muß, um einen sinnvollen Profit zu erreichen.

Damit hat man die Voraussetzungen für Trading. Das bedeutet nicht, daß man damit automatisch auch erfolgreich ist. Je nachdem, wer die Untersuchungen veröffentlicht, kann man nachlesen, daß bei Brokern in USA ca. 70-90% aller Trading-Depots spätestens 12 Monate nach Eröffnung mangels Kapital wieder geschlossen wurden.

Ich würde Dir daher folgendes empfehlen:

  • Lege 75% Deines Kapitals langweilig in langfristige Investments über Fonds an. Schließlich soll das eine Rücklage sein, die die Ergebnisse Deiner Arbeit als Altersvorsorge und Vermögensaufbau darstellen.

  • Die übrigen 25% verwendest Du für ein mittelfristiges Trading. Das bedeutet, daß man nicht sklavisch an Wahrscheinlichkeiten hängt und sich über minimale Kursveränderungen freuen muß, sondern im Trades im Bereich von Tagen bis Wochen oder selten auch Monaten eingeht. Das ist etwas ruhiger, man hat mehr Zeit zum Nachdenken und vor allem kommt es mehr auf die fundamentalen Daten an, was gut für eine Einschätzung von Kursentwicklungen ist. Du kannst dann überlegen, ob das mit Optionsstrategien, Knock-Outs oder CFDs/SFDs zu handeln ist.

  • Neues Kapital, das Du jeden Monat bekommst, oder Gewinne, die aus dem Trading resultieren, werden ebenso nach dieser 3:1 Regel aufgeteilt. 3/4 in Aufstockungen der Fondsanlagen, 1/4 in das Trading. Ist das Trading-Budget leer, muß es erst wieder aufgefüllt werden. Verkaufen der langfristigen Investments ist tabu.

Nach drei bis fünf Jahren kannst Du bewerten, welche Anlagestrategie ein besseres Ergebnis erreicht hat. Während die langfristigen Investments eher antizyklisch aufgestellt sein sollten, ist Trading immer mit dem Markt.

Damit hast Du einen Kompromiß, der beim Trading dem nahe kommt, was bei institutionellen Investoren im Eigenhandel passiert, d.h. es gibt tatsächlich Hoffnung auf Gewinne auch bei Einsätzen nur im fünfstelligen Bereich.

Du solltest in jedem Fall jedoch einige Monate das im Trockenlauf durchexercieren, damit Dir klar ist, worauf Du Dich einläßt.

Kommentar von Emtie ,

soweit stimme ich dir zu aber warum die Finger davon lassen? Ich bin noch ganz am Anfang vom Lernen und noch weit weit weg davon mit Echt Geld zu Handeln aber ich suche was womit ich später regelmäßiges Geld Verdienen kann und da kommt für mich was langfristiges nicht in frage

Kommentar von gandalf94305 ,

Falsch. Das Prinzip ist "Das eine tun und das andere nicht lassen."

Auf der einen Seite ist ein Job (meinetwegen eine Form von Trading), der Erträge liefert.

Auf der anderen Seite sind Rücklagen und Vermögensaufbau, sowie Altersvorsorge. Das wird gespeist aus dem Job.

Was passiert denn, wenn Du mal krank bist und ein paar Wochen lang nicht handeln kannst? Was passiert, wenn Du ein paar Wochen lang Verluste einfährst? Wovon lebst Du dann? Es muß immer beide Seiten geben, auch wenn der liquide Teil mit 25% konservativ erscheint, dann solltest Du dafür erst mal ein Gefühl entwickeln.

Und was das "Finger davon lassen" anbelangt: ich kenne einige Leute, die damals in den Börsenboomzeiten dachten, sie würden nun mit Daytrading ihr Geld verdienen und brauchten keinen "normalen" Job mehr. Weit gefehlt. Keiner davon hat es länger als ein Jahr ausgehalten. Sechsstellige Beträge in EUR wurden innerhalb von Wochen verbraten.

Daher: wenn Du es absolut versuchen willst, besuche Seminare, lies Literatur, gewinne Erfahrung. Dann beurteilst Du nach Trockenläufen mal, ob das wirklich etwas für Dich ist.

Kommentar von Emtie ,

Du hast Recht man brauch Sicherheiten aber diese kann man sich doch auch beim Traden ausbauen und für schlechte tage was zurück legen, klar man bekommt kein Geld drauf aber man könnte ja das Geld was am Monat ende übrig ist Immernoch in Fonds packen

Ich möchte es Lernen und wenn ich mich sicher fühle in der Materie mit Echt Geld versuchen, aber bis dahin wird es noch dauern, und das ist ok aber trotzdem weiß ich noch immer nicht auf was ich mich konzentrieren soll, deswegen hab ich hier auch um Rat gefragt weil wenn ich alles auf einmal versuche zu verstehen behindert es mich nur daher die frage was würdest du als Anfänger lernen(konzentrieren) wenn du jetzt nochmal einer wärst? es muss nicht Penny Stocks oder FX sein es kann auch was anderes sein nur bei penny stocks hab ich das meiste sofort verstanden und bei FX hab ich das meiste drüber gelesen und gehört deswegen waren bei mir die zur Auswahl aber ich bin für alles offen(ausgenommen langfristige sachen) :) die kommen später

Kommentar von gandalf94305 ,

Du solltest hier gewesen sein: http://www.wot-messe.de/

Was traden? Nun, wenn man wirklich klassisches Trading will, dann kommt es auf den Basiswert überhaupt nicht an. Man nimmt irgendeinen liquiden Wert, der volatil ist. Pennystocks sind nicht liquide. FX sind liquide, aber hier lauern andere Risiken durch die Fremdwährungen. Du kannst ohne Zusatzrisiken eigentlich nur Paare mit EUR traden.

Es bieten sich daher liquide Indices an, z.B. ein DAX, ein Eurostoxx 50 oder ein S&P 500. Es bieten sich auch liquide Rohstoffe an, z.B. Edelmetalle oder Öl.

Kommentar von Emtie ,

Erstmal vielen dank für die antworten die helfen mir wirklich sehr (dein Stern bekommst sobald ich ihn dir geben kann ) aber ich hätte noch 2 Fragen was du davon hälts

1.) Tim Sykes Penny-Stock Trader Sehr bekannt in USA

2.) http://infinite-prosperity.com/ Eine Seite wo man Traden lernen kann

Kommentar von gandalf94305 ,

Von Pennystocks und jedem, der damit behauptet, ernsthaft Geld zu machen, halte ich überhaupt nicht. Dazu findest Du Berichte in zahlreicher Form (viele werden gelöscht, wenn sie auf US-Servern stehen): http://www.ripoffreport.com/r/Timothy-Sykes/internet/Timothy-Sykes-Penny-Stock-M...

Zu Trading-Seminaren: ob man nun gerade einen Site nehmen muß, der unseriöserweise "infinite prosperity" verspicht, glaube ich nicht. Schau auch mal auf godmode-trader.de oder xtb.de. Es gibt immer wieder Trader Messen und Schulungen. Nimm als erste Runde erst mal mit, was kostenfrei oder für ein paar EUR zu haben ist. Dann kannst Du immer noch entscheiden, was wirklich paßt.

Auf webinarguide.com finden sich auch Seminare von z.T. Trading-Plattformen. Vorsicht: die sind sehr euphorisch und optimistisch.

Und Vorsicht: es gibt genügend Firmen, die darauf spezialisiert sind, mit vollmundigen Systemversprechungen Leute anzulocken, um denen das Geld aus der Tasche zu ziehen, bevor überhaupt nur ein Euro in das Trading eingesetzt wurde.

Antwort
von althaus, 90

Das hört sich ja so an als würest Du als Anfänger fragen wollen mit welchem Bullen Du Dich als erstes befassen sollst. Mit dem weißem Stier oder mit dem braunen Stier. Beides ist meiner Ansicht nach nicht für Anfänger geeignet. Befasse Dich erst einmal mit Sparbriefe und Bausparverträge und lerne das 1 x 1 des Aktien und Fondssparen. Wenn Du das einigermaßen beherrscht und ein paar Jahre erfolgreich erfüllt hast, kannst Du Dich auch mit Penny Stocks und FX befassen. Einer der gerade den Führerschein gemacht hat setzt sich auch nicht in einen Ferrari oder Formel 1 Wagen sondern holt sich erst einen VW Polo um Erfahrung zu sammeln.

Antwort
von SBerater, 71

in paar Jahren so mein Geld verdienen

diese Aussage schliesst sich in Kombination mit FX und Penny-Stocks aus. Ersteres möge noch gehen, aber letzteres?

Die Wahrscheinlichkeiten liegen bei beiden "Produkten" deutlich im Verlustbereich und nicht nur mit wenigen Prozent, sondern deutlich. Dich wird der Weg zu deinem Ziel soviel Geld kosten, dass für das Lebensziel keine Zeit mehr bleibt.

Die Menschen, die mit Börsengeschäften reich wurden, konzentrieren sich nicht auf 2 Produkte/ -gruppen, sondern sind breiter aufgestellt.

Kommentar von Emtie ,

Ja bei Penny-Stocks wurde ich leicht um den finger gewickelt überall hört man schnelles Geld und da wird man natürlich hellhörig dann habe ich mir paar Videos angesehen und was drüber gelesen und es sah ziemlich einfach aus und da war dann Neugierde geweckt :)

Antwort
von Patrizia425, 59

Ich stimme mich dem Grundturnus hier auch an..finger weg von diesen Anlagen

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