Frage von althaus, 356

Was sollte man jemanden raten, der zu wenig fürs Alter vorgesorgt hat?

Meine Schwiegereltern sind nur am Mekern, wenn es um die eigene Rente geht. Die Schwiegermutter war nie arbeiten, daher hat sie auch keine Rente zu erwarten. Der Schwiegervater hat mal sehr gut verdient und kaum was zur Seite gelegt. Nun müssen sie mit 2.000€ Rente/Monat auskommen und sind nur am Mekern, da das Geld nicht ausreicht. Im Grunde genommen weiss doch jeder, daß die Rente die man vom Staat zu erwarten hat nicht ausreicht, oder?

Antwort
von gandalf94305, 356

Es war auch schon vor 40 Jahren klar, daß die gesetzliche Rente nur einen Teil der Altersvorsorge sein kann. Meine Eltern  bekamen jedenfalls damals bereits einschlägige Hinweise von Unternehmen, die zusätzliche Produkte verkaufen wollten. Meckern wäre daher nicht angebracht, denn letztendlich ist jeder für seine eigene Altersvorsorge verantwortlich. Die Versorgungslücke ist nicht neu.

Das ist ungefähr so wie PKV-Mitglieder, die in jungen Jahren davon profitieren, daß sie weniger als die Hälfte an Beiträgen gegenüber der GKV zahlen, jedoch im Alter sich dann über hohe Kosten beschweren. Hätten sie mal Rücklagen gebildet - die höheren Beiträge im Alter sind ja eigentlich keine Überraschung.

Jammern auf hohem Niveau ist Kultur in Deutschland. Daher würde ich dem wenig an realer Bedeutung beimessen. Es gibt jetzt nur die Option, aus der geringen Rente eine Rücklage zu bilden (das wird jedoch nicht sehr viel sein können) oder aber einen Zuverdienst zu suchen, der nach Erreichen der Regelaltersgrenze ja unbegrent in der Höhe sein kann.

Antwort
von Primus, 316

Deine Schwiegereltern gehören bestimmt zu der Generation, die den Worten: "Die Rente ist sicher" geglaubt hat. Zu dieser zeit war an Nullrunden noch nicht zu denken und auch das Absinken des Rentenniveaus war kein Thema.

Von daher wurde kein Gedanke an Absicherung verschwendet und nun ist es zu spät und auch das Gejammere nutzt nichts. 

Sie werden sich wohl oder übel daran gewöhnen müssen, mit dem auszukommen was zur Verfügung steht. 

Antwort
von barmer, 320

Hallo,

nicht drauf hören. 2000 EUR Rente (brutto oder netto ?) sind ne Menge und reichen auch im Westen gut zum Leben, wenn man nicht unbedingt jedes Jahr einen neuen SUV kaufen will und auf Mallorca überwintern.

Ja, dass die Rente fürhlhe Ansprüche nicht reicht, haben die Lebensversicherer schon vor 40 Jahre gesagt und damals hat es sich auch noch gelohnt, drauf zu hören.

Viel Glück

Barmer

Kommentar von althaus ,

2000€ netto meinte ich. 

Antwort
von Rat2010, 294

Den jetzigen Rentnern kann man es nicht verdenken, wenn sie sich auf die gesetzliche Rente verlassen haben und wie du bei deinen Schwiegereltern siehst, ist es ja manchmal auch üppig. Es dürfte wenige Rentner geben, die mehr haben.

Wenn du ihm etwas raten willst, dann dass er angesichts einer Rente, die fast doppelt so hoch ist wie die Durchschnittsrente, eher an seine Kinder und Enkel denken sollte als zu jammern.

Kommentar von Privatier59 ,

Ich glaube mich erinnern zu können, dass bereits vor 30 bis 35 Jahren vor der Versorgungslücke insbesondere bei Besserverdienenden gewarnt wurde. Da standen viele der heutigen Rentner mitten im Berufsleben. Es hätte also Handlungsmöglichkeiten gegeben. Die wurden nicht genutzt. 

Antwort
von Privatier59, 286

Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Wenn man in guten Zeiten das Geld auf den Kopf haut statt Rücklagen zu bilden darf man sich später nicht beklagen. Obwohl schon seit Jahrzehnten immer wieder von der Versorgungslücke gesprochen wird, ist das bei vielen noch nicht angekommen. Was man raten kann? Endlich mit dem Meckern aufzuhören.

Antwort
von Mikkey, 278

Dir Schwiegermutter könnte zum Beispiel für 3 Jahre Mindestbeitrag nachzahlen und bekäme dann die Mütterrente. Keine Ahnung, wie lange das geht.

Ansonsten kann man natürlich sich etwas dazu verdienen.

Drittens sind 2000 ja nun nicht ach so wenig, es gibt sicher eine 6-stellige Anzahl von Renterpaaren, die mit weniger auskommen.

Antwort
von Gaenseliesel, 254

2000,- Euro monatlich an Rente und jammern ?

Von diesen Bezügen mtl. können viele Rentner hier im Osten nur träumen, obwohl in der Regel beide Ehepartner bis zur Rente berufstätig waren !

Kommentar von althaus ,

Wie hoch ist denn die Durchschnittsrente in Deutschland West?

Kommentar von Gaenseliesel ,

keine Ahnung wie sie im Westen Deutschlands ist. Zahlen dazu findet man ganz sicher im Netz.

Durchschnittswerte bzw. Statistiken spiegeln in meinen Augen auch nicht die Realität wider.

Wenn man solche Zahlen liest frage ich mich immer, wer da wohl meinen fehlenden Anteil verjubelt. :-))) 

Kommentar von Petriotic ,

Der durchschnittliche Rentenzahlbetrag West liegt 2014 bei den laufenden Altersrenten bei 1.020 Euro für Männer und 566 Euro für Frauen (netto vor Steuern und nach Abzug der Kranken- und Pflegeversicherung). Man beachte, dass es Durchschnittswerte sind.

Antwort
von FinanzMichi, 243

Sag ihnen mal, dass sie mit 2000€/Monat noch gut dran sind.

Antwort
von hildefeuer, 273

Wer bei 2000€ Rente am meckern ist, den kann und braucht man nicht für voll nehmen. Das ist jammern auf hohem Niveau. Viele Menschen verdienen nicht mal soviel und müssen sich für weniger morgens aus dem Bett quälen.

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