Frage von suedlaender,

Was sind kostengünstige Riesterprodukte?

Welche sind dann die teuren?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Candlejack,

Es gibt Riesterprodukte mit vielen und mit wenigen Kosten, die anfallen. Die einen haben 3-4% Kosten, die anderen doppelt so viele. Kosten sind allerdings nicht das alleinige Kriterium. Mit einem Riester, der zwar 5% kostet, aber 8% Rendite bringt, bist Du trotzdem besser als bei einem Riester, der nur 4% kostet, aber auch nur 4-5% Rendite bringt. So einfach wie "einfach den mit den wenigsten Kosten auswählen" ist es nunmal leider nicht.

Kommentar von Candlejack ,

danke für den stern, hätte ich nicht erwartet.

Antwort
von jsch1964,

Wenn es nur um die Kosten geht:

  1. Riester-Fondssparpläne bei Deiner Bank
  2. Wohnriester-Bausparverträge

Beide haben deutlich geringere Kosten, als ein "normaler" Riester-Vetrag bei einer Versicherung, insbesondere der Bausparriester.

Argumente: Bauspar-Riester bringt so gut wie keine Zinsen, aber es gibt ein günstiges Bauspar-Darlehen. Riester-Fondssparpläne haben mehr Chancen / mehr Risiko, als Versicherungen oder BSP-Verträge, aber es gibt eine Kapitalgarantie.

Kommentar von Awando ,

Kosten in der Sparphase oder Kosten die durch die Berechnung der Biometriekosten zu Beginn der Rentenphase entstehen ? Insgesamt sind nämlich die Scheinbilligen Verträge die oft teuerste Variante - mit Abstand.

Antwort
von Niklaus,

Kurze Frage geht es um Altersvorsorge oder um Kostensparen. Das sind zwei völlig unterschiedliche Ansätze.

  1. Wenn du Kosten sparen willst, schließe am besten nichts ab, dann hast du auch keine Kosten.
  2. Wenn du eine Altersversorgung suchst, ist erst ein mal zu klären, welcher Schicht und welcher Weg der optimale ist.Riester kann richtig sein, muss aber nicht.

Die wirklich wichtige Frage zur Altersvorsorge sollte lauten: „Welche Altersvorsorge ist für mich optimal“? Die Altersvorsorge ist seit 2005 in 3 Schichten aufgeteilt. Schicht 1 Basisversorgung: gesetzliche Rentenversicherung und Basisrente (Rürup-Rente). Schicht 2 Zusatzversorgung: betriebliche Altersvorsorge und Riester-Rente. Schicht 3 Kapitalanlagen: Private Renten- bzw. Kapitallebensversicherungen und Aktienfondssparpläne etc. Weder die optimale Schicht noch die Art der Altersvorsorge kann man pauschal festlegen. Jede Form der Altersversorgung hat unterschiedlich hohe Aufwendungen zum Ansparen einer gleichen Nettorente. Deshalb ist es wichtig, dass vor Abschluss jeglicher Altersvorsorge ein qualitativer und quantitativer Schichtenvergleich durchgeführt wird. Denn es ist ein großer Unterschied, ob man von der ausgezahlten Rente noch Steuern und ggf. Krankenversicherung zahlen muss oder nicht.

Antwort
von Awando,

Sorry, wenn ich jetzt den Bankern den Spass verderbe.

Aber neben der Sparphase gibt es die Rentenphase. Und bei Banksparplänen werden die Kosten erst fällig, wenn du in Rente gehst.

Denn dann wird die Rente anhand der dann (!) gültigen Rechnungsgrundlagen berechnet (Sterbetafeln, Rechnungszins). Und zusätzlich wird dir ein Betrag X abgenommen, der in eine X Lebensversicherung mit X Kosten einzahlt, die ab Alter 85 einspringt - zwangsweise.

Im Ergebnis ist damit mehrfach bewiesen, dass diese Art Blindpool, die anfänglich am Billigsten erscheint, die teuerste Lösung ist.

Nachweisbar in SW oder Farbe. Ganz wie du magst.

Leider kommt das bei vielen Menschen noch nicht so an....

Kommentar von Candlejack ,

Du verdirbst Bankern damit nicht den Spaß. Das predige ich seit Jahren. Der Riester-Banksparplan ist nicht das Gelbe vom Ei.

Antwort
von volksbanker,

Am kostengünstigsten ist der Riester-Banksparplan - hier fallen jährlich keine bzw. nur geringe Verwaltungskosten an. Dafür ist die Rendite jedoch weit unter der Inflationsrate, zudem bieten nur wenige Banken diese Riester-Sparform an.

Weitaus besser und mit einer Kostenquote von meist 5-6 Prozent ist der Riester-Fondssparplan. In meinen Augen die beste Riester-Lösung, jedoch nicht für alle Sparer geeignet. Riester-Bausparen ist dann sinnvoll, wenn definitiv Wohneigentum geplant ist. Hier fällt am Anfang die Abschlussgebühr an - weitere Kosten entstehen nicht (außer natürlich den Darlehenszinsen).

Riester-Versicherungen sind mit Abstand die teuerste Variante - davon ist abzuraten.

Kommentar von spiridon ,

Ich stimme zwar Volksbanker grundsaetzlich zu, aber ich denke man muss es in einen anderen Zusammenhang stellen:

Ich moechte Dir dringend raten, Dich zunaechst grundsaetzlich mit den verschiedenen Moeglichkeiten der Altersvorsorge zu befassen und fuer Dich zu klaeren, ob ein Riester-Vertrag ueberhaupt Sinn macht. Deine zweite Frage nach Riester-Vertraegen fuer Kinder deutet darauf hin, dass dies noch nicht geschehen ist.

Die Wahl der richtigen Altervorsorge und ggf. des richtigen Produktes haengt von verschiedenen Faktoren ab. Der Riester-Foerderung steht eine z.B. eine volle Besteuerung in der Rentenphase gegenueber. Falls Ihr Plaene haettet ins nicht-EU-Ausland zu ziehen gaebe es auch Probleme. Neben den Kosten spielen also auch steuerliche Aspekte und natuerlich die zu erwartende Rendite eine Rolle.

Um nun doch noch auf die Kosten zu kommen: Ich denke, man muss sich letztlich jedes einzelne Produkt ansehen. Volksbanker hat grundsaetzlich Recht. Aber auch Sparplaene koennen am Ende zur Verrentung an eine Versicherung uebergehen und zusammen mit Ausgabeaufschlaegen, Fonds-, Depotgebuehren und Versicherungskosten ist das mehr als man zunaechst meint. Zu beachten ist auch noch, dass viele Vertraege - Versicherungen fast immer, Riester-Fondssparplaene manchmal - gezillmert sind, d.h. ca. 4% der Einzahlungen bis zum Rentenalter werden in den ersten 5 Jahren als Provision abgezogen. Zahlst Du weniger ein - z.B weil Du wegen Arbeitslosigkeit den Vertrag beitragsfrei stellst - machst Du hohe Verluste weil Du die Provision bemessen an hoeheren Beitraegen als Du tatsaechlich eingezahlt hast aufbringen musstest. Ich persoenlich bevorzuge deshalb grundsaetzlich ungezillmerte Vertraege. Fuer viele juengere Leute ist die Wahl des Fondssparplan sicherlich keine schlechte Option. Aber zunaechst mal muss geklaert sein, ob Riester ueberhaupt fuer Dich passt! Und erst einen Vertrag unterschreiben, wenn Du denkst verstanden zu haben was Du unterschreibst!

Kommentar von Awando ,

Kosten in der Sparphase oder Kosten die durch die Berechnung der Biometriekosten zu Beginn der Rentenphase entstehen ? Insgesamt sind nämlich die Scheinbilligen Verträge die oft teuerste Variante - mit Abstand.

Kommentar von spiridon ,

Im Prinzip beides. In vielen Fällen halte ich aber die Kosten in der Ansparphase für entscheidend, da garantierte Rentenfaktoren bei Fondsprodukten meist ohnehin unterhalb des heutigen Rentenfaktors liegen. Berücksichtigt man, dass z.B. bei einer Ersparnis von 1.5% an Kosten in der Ansparphase durch den Zinseszins noch ein erhebliches Maß an Mehrkapital entsteht, so wird denke ich deutlich, dass man den Aspekt eines garantierten Rentenfaktors nicht überbewerten darf.

Kommentar von Candlejack ,

Riester-Versicherungen sind nicht grundsätzlich die teuerste Variante. Deshlab ist davon auch nicht abzuraten. In diesem Markt gibt es keine pauschalen Äußerungen (außer vielleicht die mit den Banksparplänen, weil ich keine wirklich guten kenne).

Antwort
von robinek,

Hol Dir doch zunächst selbst einen Überblick bei Google! Kostengünstige Riesterprodukte. Anschliessend würde ich dann aber evtl. Deine Bank oder einen Fachmann fragen!

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