Frage von althaus,

Was passiert wenn die Forderung der Nebenkostenabrechnung (Nachzahlung) nicht gezahlt wird?

Dem Mieter wird eine Frist von 2 Wochen gewährt die Nachzahlung zu leisten. Was wäre der nächste Schritt, wenn nicht gazahlt wird. Klar: 1) Mahnung und nochmalige Aufforderung und was dann?

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Antwort
von Kevin1905,

Wie immer wenn dann wirklich mal Zahlungsverzug eintritt - wann das passiert - wurde ja geschrieben und wie sollte bekannt sein, dann leitet man das gerichtliche Mahnverfahren ein. Im Falle eines Widerspruchs musst du eben klagen.

Alles andere ist wenig erfolgversprechend und birgt auch die Gefahr, dass man auf den Kosten sitzen bleibt, da man gegen die Schadensminderungspflicht verstößt (z.B. durch Beauftragung eines Inkassobüros).

Aber soweit kommt es ja meist nicht.

Antwort
von Rat2010,

Normalerwiese zahlen Mieter das spätestens nach einer Mahnung. Die muss man schon rausgeben, weil nicht jeder Mieter die Abrechnung als Zahlungsaufforderung versteht.

Wenn er nicht zahlt, würde ich ihn mal fragen, ob er weiter in der Wohnung wohnen will und das wietere Vorgehen von der Antwort abhängig machen.

Antwort
von Privatier59,

Woher nimmst Du die 2 Wochen? Mieter haben Anspruch auf eine angemessene Prüfungsfrist und da geht man von deutlich mehr als 2 Wochen aus. Verdoppele besser die Frist, ansonsten nämlich fällst Du auf die Nase weil Du zu früh tätig geworden bist.

Kommentar von althaus ,

Kenne keine Fristen, daher habe ich selbst was festgelegt.

Kommentar von Privatier59 ,

Meine Güte, althaus. Als Vermieter sollte man sich doch über solche Sachen kundig machen. Auf der Gegenseite im Schützengraben lauert oftmals der Mieterverein und wartet nur darauf, den armen Vermieter über Kimme und Korn zu nehmen!

Antwort
von imager761,

Dem Mieter wird eine Frist von 2 Wochen gewährt die Nachzahlung zu leisten.

Muhahaharrr :-)

Seit Mietrechtsreform 01.09.2001gilt die sog. "Meckerfrist des Mieters".

Gem. § 556 (3) S. 5 BGB kann er innerhalb von 12 Monaten nach Zugang Einwendungen und Widerspruch erheben und schuldet bis zur Klärung (Aufschlüsselung, Belegeinsicht,...) nichts.

Andernfalls gewährt ihm der Gesetzgber eine angemessen Prüffrist, demnach gilt die Nachzahlungsforderung entsprechend § 560 (2) S. 1 BGB erst mit "dem übernächsten Monatsbeginn, nachdem ihm eine Abrechnung zugegangen ist" als fällig.

Zahlbar ist sie erst ab diesem Zeitpunkt - vorher kannst du dein Ultimatum getrost knicken und mahnen wie du Briefmarken hast :-)

G imager761

Antwort
von anitari,

Fälligkeit

Der Mieter ist nicht dazu verpflichtet, die Nachforderung aus der Betriebskostenabrechnung ohne vorherige Prüfung der Abrechnung durch einen Mieterverein oder einen Rechtsanwalt zu bezahlen. Zur Prüfung steht dem Mieter ein Monat Zeit zu. (AG Gelsenkirchen-Buer WM 94, 549). Der Mieter darf jedoch die Abrechnung auch nicht ohne Grund bestreiten, nur um die Fälligkeit hinauszuzögern (Urteil des LG Berlin siehe oben)

http://www.mietrechtslexikon.de/a1lexikon2/b1/bk_abrechnung.htm

Nach Ablauf eines Monats nach Zugang der Abrechnung kannst Du erst mal erst mal freundlich erinnern, mahnen oder gleich einen Mahnbescheid erlassen.

Antwort
von robinek,

Der nächste Schritt? Als Vermieter habe ich mit so einem Fall kurzen Prozess gemacht. Einem Anwalt übergeben. Nach langem hin und her dann auf Rat des Anwalts eine fristgerechte Kündigung ausgesprochen. Mit Nachmietern gab es keine Probleme - gibt es genügend!

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