Frage von momo112, 16

Was passiert im Finanzamt, wenn erstmals Kapitalertragssteuer für ein Kind anfällt?

Ich habe im Jahr 2013 Vermögen auf ein Konto meines Kindes geparkt und Kapitalerträge kleiner als 801 Euro erwirtschaftet. Leider habe ich vergessen, einen Freistellungsauftrag zu erstellen, so dass nun KE-Steuer und Soli abgeführt wurden.
Es handelt sich nicht um eine Schenkung an mein Kind. Nun stelle ich mir die Frage, ob ich erstmals eine Steuererklärung für mein Kind erstellen soll, damit mir das Finanzamt die Beträge wieder zurückerstattet. Was passiert im Finanzamt? Wird nachgeforscht, woher das Vermögen stammt, ob es auf das Kind übertragen wurde, ob es immer noch im Besitz des Kindes ist etc.? Wird dies evtl. nur gemacht, wenn man eine Steuerklärung abgibt oder auch schon, wenn erstmalig KE-Steuer abgeführt wurde?

Antwort
von betroffen, 6

Nun musst du für bzw. mit deinem Kind eine Steuererklärung inkl. Anlage KAP machen damit ihr das Geld zurück erhaltet.

Und für dieses Jahr an den Freistellungsauftrag und ev. die Abführung der Kirchensteuer denken.

Steuernsparen ist nicht verboten:

http://www.biallo.de/finanzen/Steuern_Recht/abgeltungsteuer-kapitaluebertrag-an-...

...Das Geldinstitut witterte einen Missbrauch der Vertretungsmacht der Eltern. Die Bundesrichter widersprachen dieser Auffassung. Da die Summen aus dem Vermögen der Eltern stammten, könnten diese auch darüber verfügen, so die Richter (Az. XI ZR 220/03).

Kommentar von momo112 ,

Danke für die Informationen. Das kannte ich so auch noch nicht. Nun warte ich natürlich auf die Kommentare zu dem Artikel von jenen, die mich gerne im Gefängnis sehen würden. Evtl. machst Du Dich mit dem Beitrag mitschuldig.Dann schon mal sorry hierfür :-)

Kommentar von EnnoBecker ,

Evtl. machst Du Dich mit dem Beitrag mitschuldig

Anscheinend klingelt ja doch was.

mannmannmann

Kommentar von momo112 ,

Irengdwie reden wir total aneinander vorbei. Den Smiley habe ich nicht umsonst hinzugefügt. Ich möchte nicht bescheißen, Steuer hinterziehen o.ä. Ich möchte einen Rat, bei wem ich nun den Kapitalertrag angeben muss. Wenn es steuertechnisch in meine Erklärung gehört, dann geb ich das an und fertig. Wo soll sich denn da einer schuldig ode rmitschuldig machen? Vielleicht kann ja jemand anderes aus dem Forum mir hierauf eine für mich verständliche Antwort geben? Vielen Dank schon mal im voraus!

Kommentar von EnnoBecker ,

jemand anderes

Darauf würde ich auch hoffen. Mehr als ich getan habe, geht nun wirklich nicht. Wenn da keine Lampen aufleuchten, weiß ich auch nicht weiter.

Antwort
von Privatier59, 6

Das was da beabsichtigt war, ist ein klarer Fall von Steuerhinterziehung. Das Kind sollte nur vorgeschoben werden um den Freibetrag ausnutzen zu können. Das ist nun daneben gegangen. Wenn der Vorgang wahrheitsgemäß dem Finanzamt mitgeteilt wird, gibt es im besten Falle eine Belehrung, im schlimmsten Besuch von der Steuerfahndung. Geld zurück gibt nicht,

Antwort
von EnnoBecker, 4
Nun stelle ich mir die Frage, ob ich erstmals eine Steuererklärung für mein Kind erstellen soll

Okay. Eine Steuererklärung für dein Kind ist nicht erforderlich, da dein Kind keine Kapitalerträge erzielt hat. Kapitalerträge kann nur der Eigentümer von Kapital erzielen, und das ist nach deinem Vortrag ja nun nicht das Kind, sondern du.

damit mir das Finanzamt die Beträge wieder zurückerstattet.

Das klingt auch isoliert betrachtet ziemlich krank. Wenn die Grundlagen denn stimmen würden, würde das Finanzamt nicht dir, sondern dem Kind die KapSt+SolZ zu erstatten haben. Aber die Grundlagen stimmen ja nicht mal.

Was passiert im Finanzamt?

Wenn du Glück hast, fliegt es nicht auf. Aber ich wünsche dir dieses Glück nicht. Mit tut dein Kind leid.

Kommentar von LittleArrow ,

Mein erster DH für Dich in diesem Jahr. Weiter so!!

Mit tut dein Kind leid.

Aber sicherlich nur wegen der punktuellen elterlichen Moral oder?

Kommentar von EnnoBecker ,

Aber sicherlich nur wegen der punktuellen elterlichen Moral oder?

Meine Kinder sind allesamt erwachsen, aber ich habe sie auch davor geachtet. Mit Moral - und gar elterlicher - hat das nichts zu tun.

Ich mag halt keinen Missbrauch.

Kommentar von momo112 ,

Zunächst einmal vielen Dank für die Antwort. Was ich hier ein wenig bedauerlich finde ist, wie mit zugegebenermaßen "Finanz-Laien" umgegangen wird. Das ist natürlich harter Tobak, dass Dir mein Kind leid tut. Ich würde mich als Kind freuen, wenn mein Elternteil mir Zinsen gutbringt. Aber zurück zum Thema: D.h. also, ich würde die Kapitalerträge in meiner Steuerklärung angeben und dann wäre es aus Sicht des Finanzamtes korrekt?

Kommentar von EnnoBecker ,

harter Tobak,

Naja, der Betrugsversuch liegt ja nun wirklich blank auf der Hand. Das hat mit

"Finanz-Laien"

wenig zu tun. Ich finde es offengesagt ziemlich verblüffend, dass du damit so offen umgehst. Also wenn ich im Laden mal was geklaut habe, habe ich das nie an die große Glocke.... aber anscheinend ändern sich die Zeiten und Aufrichtigkeit verkommt immer mehr zur Schande.

Das ist es dann wohl auch, was mich zum alten Sack macht: Ich kann sowas nicht.

Kommentar von momo112 ,

Mit harter Tobak meinte ich, dass aufgrund meiner Frage hier im Forum mir quasi die Erzeihungskompetenz, Fürsorgepflicht u.ä. gegenüber meinem Kind abgesprochen wurde. Das geht meiner Meinung nach gar nicht. Ich gebe zu, ich war auf dem Holzweg. Es ist aber doch noch gar nichts passiert. Die Steuererklärung für 2013 steht doch erst an. Ich möchte mich den Finazbehörden gegenüber korrekt verhalten. Leider habe ich aber noch keine Antwort erhalten, wie das passieren kann. Vielleicht habe ich diese auch in den ganzen Beschimpfungen und Verunglimpfungen überlesen. Daher noch mal der Versuch: Ist es dann korrekt, dass ich die Kapitalerträge bei mir angebe?

Kommentar von EnnoBecker ,

Okay, ich versuche es mal mit etwas mehr Ruhe und unterstelle, dass du gar nicht wusstest, was du tust. Das würde dich im Extremfall vor Strafe bewahren, aber nicht vor den richtigen steuerlichen Folgen.

Ist es dann korrekt, dass ich die Kapitalerträge bei mir angebe?

Ich kann dir keinen Rat geben. Wenn ich bescheiße, dann mache ich es so, dass es nicht in irgendeinem Forum steht. Auffliegen sollen die Dummen und nicht ich.

Kommentar von momo112 ,

Ich finde es sehr schade, dass wenn man von Experten auf Fehler hingewiesen wird, sich dann Antworten zur korrekten Vorgehensweise erhofft und diese nicht erhält. Ich verstehe das ganze Thema irgendwie auch immer noch nicht. Bescheißen will hier nach der Aufklärung hier niemand. Allerdings gebe ich zu, dass meine ersten Sätze, noch jetzigem Lesen, schon so klingen... Außerdem habe ich mir gerade erstmalig die Definition der Abgeltungssteuer angeschaut. Gar nichts tun wäre doch danach auch eine korrekte Lösung, oder? Der Kapitalertrag wäre doch damit abgegolten und somit alles korrekt.

Kommentar von EnnoBecker ,

Allerdings gebe ich zu, dass meine ersten Sätze, noch jetzigem Lesen, schon so klingen

Das hätte ich an deiner Stelle jetzt nicht geschrieben. Irgendeiner wird das als Steilvorlage hernehmen.

Und an deiner Stelle würde ich auch nicht weiter darauf rumreiten, warum es hier keinen Ratschlag gibt.

Manche Leute sehen die Pfütze nicht mal, wenn man sie mit der Nase hineinstupst.

Kommentar von momo112 ,

Ich wollte damit nur zum Ausdruck bringen, dass es sehr unglücklich formuliert war.

Ich habe tatsächlich noch nicht das Pfützenwasser an meiner Nase gespürt. Dann werde ich mich mal mit dem Thema wirklich auseinandersetzen müssen. Eigentlich reichte mir der Wikipedia-Artikel über die Abgeltungssteuer schon. Da hatte ich doch heute Mittag die Hoffnung, das dieses für micht sehr trockene Thema hier im Forum auf erträgliche Weise abgehandelt werden könnte.

Kommentar von EnnoBecker ,

Das Seltsame ist, ich kann deine Haltung verstehen.

Ich weiß auch, was ich an deiner Stelle täte.

Und ich weiß auch, dass ich das nicht an die große Glocke....

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community