Frage von Tamara1,

Was muss nachgewiesen werden, damit Kinder nicht für Ihre Eltern aufkommen müssen.

Hallo, habe eine für mich in in der Zwischenzeit wichtige Frage. Meine Schwestern und ich haben seit vielen Jahren keinen Kontakt zu unseren Eltern. Unsere Kindheit war alles andere als glücklich. Meine beiden großen Schwestern wurden geschlagen, bei mir konnte das meine Mutter nicht da ich einen schweren Unfall hatte und sich damals das Jugendamt mal eingeschalten hatte. Bei mir war es eher emotional. Meine Mutter drohte immer mit Heimunterbringung als wir noch klein waren, und vieles andere...Nun als wir alle älter wurden haben wir alle den Kontakt abgebrochen sowohl zu unsrer Mutter als auch zu unserem Vater. Jetzt kommen unsere Eltern langsam in ein Alter wo man sich Gedanken um die Pflege macht. Bis heute war ich der Meinung ich wäre emotional stark genug um die Pflege teilweise zu übernehmen. Da ich aber heute einen nicht allzu schönen Brief von meiner Mutter erhalten habe, ist mir klargeworden das ich keinerlei Kontakt zu beiden Elternteilen haben kann. Nun meine Frage: Wenn wir über Jahre keinen Kontakt hatten und auch nie wirklich Liebe und Unterstützung von beiden erhalten haben, dann kann man doch auch nicht verlangen das wir Sie pflegen. Finanzielle Unterstützung können wir theoretisch auch nicht leisten, da wir alle keine Großverdiener sind. Gibt es eine Einkommensgrenze bis zu der wir von einer finanziellen Unterstützung befreit sind? Die beiden haben ein Haus muss das nicht erst verkauft werden und der Erlös für die Pflege verwendet werden? Können wir heute schon irgendwas für unsere Absicherung tun damit wir nicht für Ihre Pflege aufkommen müssen? Bitte nicht falsch verstehen, wären es "normale" Eltern, wären wir alle zur Pflege bereit, aber so würden wir emotional zu grunde gehen. Danke für alle Antworten.

Antwort
von Primus,

Auch wenn der Kontakt zu den Eltern abgebrochen wurde, kommt im Falle einer Pflege das Sozialamt auf Euch zu.

Aber: Zur Pflege kann Euch niemand zwingen und wenn Eure finanziellen Verhältnisse nicht so sind, dass Ihr in Saus und Braus lebt, wird von Euch auch nicht verlangt, finanziell einzuspringen.

Heutzutage braucht niemand mehr seinen Lebensstandart herunterfahren, und verzichten, was zum normalen Leben gehört.

Außerdem wird das Haus verkauft werden müssen und dieses Geld fließt in die Pflege.

Ich glaube kaum, das Ihr Euch groß Gedanken machen müsst.

Antwort
von Gaenseliesel,

Hallo, ich sehe es ähnlich wie @suedlaender, lasst es auf euch zukommen ! Irgendwie kann ich deine Sorge schon nachvollziehen. " Normalsterbliche " wie die meisten von uns, werden kaum an Unterhaltszahlungen herangezogen werden können. Dazu müsstet ihr schon außergewöhnliche Einkommen oder Rücklagen/ Vermögen haben. Hier mal nur so ein Beispiel : " Wer ein Einkommen von 4.000,00 € brutto hat und 45 Jahre alt ist, kann neben seiner selbstgenutzten Immobilie nach ca. 116.000,00 € zusätzliches Altersvermögen haben." Quelle : http://www.anwalt.de/rechtstipps/unterhalt-fuer-eltern_013803.html

schau ganz einfach hier einmal rein ! K.

Antwort
von blnsteglitz,

Tamara das ist so- wenn die Eltern die Pflege nicht allein finanzieren können und auf Unterstüzung durch einen Sozialhilfeträger angewiesen sind- muss selbstverständlich das Vermögen fast aufgebraucht werden. Dazu gehört natürlich auch das Haus.

http://www.rp-online.de/wirtschaft/ratgeber/pflegekosten-das-sollten-sie-wissen-...

hier kannst du auch mal reinschauen.

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