Frage von Bill2Gates,

Was muss im Mahnantrag unter Kataloganspruch für Verluste durch Falschberatung angegeben werden ?

Ich hatte erhebliche Verluste durch Falschberatungen eines Versicherungs/Finanzmakler, die Verlustmöglichkeit wurde ganz klar verschwiegen.
Der Vermittler ist aber hartnäckig und will seine vorhandene Versicherung nicht behelligen, um eine Verjährung zu unterbinden möchte ich heute noch einen ausgedruckten Onlnie-Mahnantrag beim zuständigen Mahngericht einwerfen, dazu bräuchte ich aber die entsprechenden Katalogansprüche für Verluste durch Falschberatung, für zu Unrecht einbehaltene Maklergebühren, Verluste durch unsachgemässe Hilfe/Beratung beim Stromversorgerwechsel.
Vielleicht kann mir da einer helfen.

Der Versicherungsmakler hat (noch) die Erlaubnis nach § 34d Abs.1.GewO

Antwort
von Sabine1302,

Die Katalognummer bei Provisionen und Maklergebühren wäre die 40 Schadensersatz aus Verträgen 28, wenn nicht offen lassen, Antrag wird trotzdem bearbeitet.

Ich kann Deinen Unmut verstehen, aber so einfach wie Du Dir das vostellst wirst Du Deine Ansprüche nicht durchsetzen können. Die Beweislast für den "Schaden" aus einer Fehlbetratung trägst Du.

Also Du beantragst einen Mahnbescheid (gut zur Fristwahrung) , dieser wird dem Makler zugestellt und dieser legt Widerspruch ein. Du musst dann Klage einreichen um weiterzumachen. Der Richter stellt dann fest, ob Deine Ansprüche gerechtfertigt sind oder nicht. aber wie gesagt, die Beweislast liegt bei Dir. Liegen Beratungsprotokolle vor, gibt es Zeugen, Prospekt, usw. Handfeste Beweise.....nicht nur Aussage gegen Aussage......

LG SAbine

Antwort
von Privatier59,

Wir haben jetzt den 1.1.13. Ich hoffe, Du hast den Mahnantrag rechtzeitig vor Jahresende bei Gericht eingereicht. Dann kann im Hinblick auf die Verjährung nichts mehr passieren, aber wohlgemerkt DERZEIT nichts mehr passieren. Ich gebe Dir mal den Link zu § 204 BGB. Wenn man die Sache jetzt einfach liegen läßt, fängt der Verjährungsablauf wieder an und zwar 6 Monate nach der letzten Verfahrenshandlung:

http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__204.html

Kommentar von Bill2Gates ,

Der Mahnantrag wurde 4 Stunden vor Fristablauf im Briefkasten des Gerichtes eingeworfen,
Das wird wohl ausreichen, schließlich hat mir das Mahngericht selbst dies so erzählt das es ausreicht bis 31.12.12 den ausgedruckten Onlne-Mahnantrag dort einzuwerfen.

Kommentar von Privatier59 ,

Sogar noch eine Minute vor Mitternacht hätte ausgereicht, aber das ist nicht das Thema: Man darf die Sache nicht später dann liegenlassen.

Antwort
von alfalfa,

Fehlberatung beim Stromwechsel? Katalogansprüche? Mahnbescheid?

Pardon, da geht wohl alles durcheinander. Katalogansprüche gibt es nur im Wertpapiergesetz und das betrifft dann Finanzmakler mit § 34c GewO.

Mahnungen sind wenig hilfreich bei Fehlberatungen.

Was Du brauchst ist ein Anwalt!

Kommentar von Bill2Gates ,

Aber wichtig um Verjährung zu unterbinden !

Im Online-Mahnantrag gibts den Punkt Kataloganspruch da weiß ich nicht weiter was auszufüllen ist.

Kommentar von alfalfa ,

Dazu bedarf es keines Mahnbescheids. Dieser setzt nämlich voraus, das Dir der Makler eine Leistung schuldet bzw Geld.

Dir geht es um Schadensersatz, ein vollkommen anderes Ding. Ein Brief mit Einschreiben Rückschein oder unter Zeugen in den Briefkasten eingeworfen reicht.

Ruf mal bei "Frag einen Anwalt" telefonisch an und frag, was am besten zum ist...

Kommentar von Sabine1302 ,

Der Makler hat den 34 d also Versicherungsmakler oder -mehrfachagent......vielleicht hat er aber auch die noch genehmigungsfreien Produkte vermittellt, die unter den neuen 34f fallen (ab 1.1.13) oder andere genehmigungsfreie Produkte wie Stromverträge...jedenfalls ist er als Berater bzw. Vermittler aufgetreten und somit unterliegt er der Beraterhaftung.

Die Katalognummer ist im Mahnbescheid nur eine "Schlüsselzahl" unter welcher Rubrik das Gericht es einordnet.

Der Mahnbescheid ist schon richtig um die Verjährung zu hemmen. Nur in den Briefkasten werfen ist nicht richtig, Du musst auch sicherstellen, dass der Betreffende es auch erhält.....wenn er das Einschreiben nicht abholt oder den Briefkasten nicht leert.....Pech gehabt. Der Mahnbescheid vom Gericht wird dokumentiert und durch die niederlegung im Briefkasten erlangt es Rechtsgültigkeit. Reagiert der Schuldner nicht, wird ein Titel z.G. des Fordernden ausgestellt.

Der Frager ist der Meinung, dass der Makler ihm Geld schuldet, nämlich den Schadenersatz, folglich kann er den Mahnbescheid beantragen. Ob die Forderung gerechtfertigt ist , ist erst einmal unerheblich. Dieses wird später vom Gericht entschieden entschieden.

Kommentar von alfalfa ,

Sorry, das erfordert den 34c GewO. Bei Finanzprodukten. Alles andere sind Annex Geschäfte. Beraterhaftung, wo bitte im VVG ist das für Annexgeschäfte dokumentiert? Es geht um Schadensersatz nach BGB! Mahnbescheid ist Blödsinn, denn worauf soll gemahnt werden. Per Zustellungsgesetz ist auch der Einwurf unter Zeugen als rechtsmässig zugestellt. Bitte sich mal mit dem Zustellungsgesetz und auch Verjährungsfristen auseinandersetzen. Und die Logik er schuldet mir Geld und deshalb Mahnbescheid...da wirfst Du einiges fundamental durcheinander..

Kommentar von Sabine1302 ,

Die Methode mit dem Mahnbescheid ist gängig und gilt als sicher. Dass das mit Logik nichts zu tun hat, gebe ich Dir recht, aber es ist juristisch sauber und sichert die Ansprüche garantiert. Alles andere nicht..... Ansonsten bleibe ich bei meiner Darstellung......20 Jahre Praxiserfahrung mit geprellten Kunden und/oder zu unrecht beschuldigten Beratern bringen einen einiges bei, was möglich ist. Vor Gericht jedenfalls kommst Du mit Deinem unter Zeugen eingeworfenen Brief nicht so einfach durch........Zustellgesetz hin oder her.

Das es um Schadenersatz nach BGB geht ist klar, welche Art von Geschäft ist auch eigentlich ersteinmal irrelevant, dass kommt erst später zum Tragen.

Kommentar von alfalfa ,

Kleiner Tipp: § 180 ZPO lesen.

http://dejure.org/gesetze/ZPO/180.html

Und die ZPO gilt auch für jedes deutsche Gericht.

Kommentar von Sabine1302 ,

Auch ein kleiner Tipp: Da geht es um Zustellungen von Amts wegen (ab § 166)........und ein Brief von einer Normalperson an einer anderen ist leider keine Zustellung von Amts wegen......

ein aussergerichtliches Mahnverfahren unterliegt nicht der ZPO, ein Mahnbescheid schon

Kommentar von alfalfa ,

schmunzelt...worauf du dich mutmaßlich beziehst findet man ab § 688 ZPO...

Kommentar von Bill2Gates ,

Ich fülle den Mahnantrag heute online bei Mahngerichte.de aus, drucke es mit Barcode aus und werfe es heute in den Briefkasten vom Mahngericht, reicht völlig aus.
Habe ich schon mit dem Mahngericht und Anwalt so geklärt.

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