Frage von Laszara40, 67

Was läuft über das Nachlassgericht

Ich frage für einen Freund. Der Vater ist kürzlich verstorben, es ist Erbmasse (LV, Sparbücher) und angeblich ein Testament da. Dies bekam er aber nie zu Gesicht, jedoch die Mutter und seine Geschwister. Hat er ein Anrecht das Testament einzusehen auch wenn die Mutter sagt das er nicht begünstigt wurde? Was macht in so einem Fall das Nachlassgericht? (Angeblich läuft es darüber ab) Was läuft überhaupt über das Nachlassgericht? Vielen Dank im Voraus für die Antworten!!

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Antwort
von Snooopy155, 58

Wenn Dein Freund glaubt, er solle bei dieser Erbangelegenheit aussen vor bleiben, dann reicht ein Anruf beim Nachlassgericht um zu klären, ob er in dieser Erbangelegenheit mit als Sohn des Verstorbenen aufgeführt ist. Damit sichert er sich schon mal mindestens das Pflichtteil so er denn wirklich vom Vater als Erbe ausgescchlossen wurde und er wird auch eine Kopie ds Testaments und der Aufstellung der Erbmasse erhalten.

Antwort
von wfwbinder, 47

Der Freund ist gem. § 1924 BGB gesetzlicher Erbe und als gesetzlicher Erbe erster Ordnung nur im Ausnahmefall vom Erbe auszuschließen.

Der/Die Erbe(n) die die Erbmasse in Besitz haben, sind zur Auskunft verpflichtet. § 2057 BGB.

ZurSicherung seiner Ansprüche ist es am einfachsten, wenn Dein Freund einen Erbschein beantragt. Zwar ist nach § 1960 BGB das Nachlassgericht verpflcihtet nach Erben zu suchen, aber nur, wenn sich keine melden. Wenn also die Mutter hingeht udn die Erben angibt, wird das Gericht sich vermutlich damit zufrieden geben.

Daher sollte Dein Freund sich selbst melden.

Ihm steht zumindest ein Pflichtteil zu.

Antwort
von imager761, 46

Gerade ein Testament, in dem dein Freund von der Erbfoilge augeschlossen sein soll, werden die Begünstigten gerne beim Nachlassgericht einreichen.

Als Abkömmling (Kind) des Verstrobenen bekommt er auch eine Kopie vom NLG zugesandt, das mag nur Wochen dauern..

Wenn Mutter und Schwester ihm das Testament nicht zeigen wollen, gilt er als gesetzlicher Erbe i. S. d. § 1922 BGB mit gleichen Rechten, kann also den Nachlass und alle Unterlagen einsehen und einen teilerbschein beantragen.

Die Erbschaftsbesitzer haben ihm diese Auskünfte zu ermögliche, § 2057 BGB.

Verfügen kann darüber niemand ohne allseitige Zustimmung; Ausnahme: Rechnungen und Bestattungskosten vom Konto des Verstorbenen bezahlen.

G imager761

Antwort
von vulkanismus, 36

Nach dem seit 1. September 2009 geltenden Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG) ist Nachlassgericht das Amtsgericht am letzten Wohnsitz des Verstorbenen (§ 343 FamFG). Für Ausschlagungen besteht seit 1. September 2009 zusätzlich eine besondere Zuständigkeit des Nachlassgerichts, in dessen Bezirk der Ausschlagende seinen Wohnsitz hat (§ 344 Abs. 7 FamFG). Abweichend davon sind in Baden-Württemberg gemäß § 38 des Landesgesetzes über die freiwillige Gerichtsbarkeit die staatlichen Notariate als Nachlassgerichte zuständig.

Die wichtigste Zuständigkeit des Nachlassgerichts ist die Erteilung des Erbscheins, wie sie in §§ 2353 ff. BGB vorgesehen ist. Aber auch die Verwahrung und Eröffnung von Testamenten und Erbverträgen, die Entgegennahme von Erbausschlagungserklärungen, die Bestellung eines Nachlasspflegers sowie die Ernennung und Entlassung eines Testamentsvollstreckers gehören zu den Aufgaben des Nachlassgerichts.

Entscheidungen des Nachlassgerichts können mit der Beschwerde angefochten werden, über die eine Zivilkammer des Oberlandesgerichts als zweite Tatsacheninstanz entscheidet (§§ 58 ff. FamFG). Dritte Instanz ist der Bundesgerichtshof, wenn das Oberlandesgericht die Rechtsbeschwerde zum BGH zulässt (§§ 70 ff. FamFG).

Kommentar von Privatier59 ,

T.z.G. hat das Vergessen von Anführungszeichen seinen Dr. gekostet.

Kommentar von imager761 ,

Dreist und wagemutig zugleich, fremde Inhalte einer Rechtsanwaltskanzlei als seine eigenen auszugeben: http://www.ruby-erbrecht.de/erbrecht-abc/n/Nachlassgericht.php?dir_no=$dir_no

Kommentar von vulkanismus ,

Dumm und überheblich, wer Wikipedia nicht erkennt.

Kommentar von Privatier59 ,

Mal wieder nicht bis zum Schluss gelesen. Da steht:

"Dieser Text stammt aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, an der wir als "erbrechtler1" mitarbeiten. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. Der Text kann unter Einhaltung der Bedingungen der Doppellizenz von Creative Commons Attribution/Share-Alike License 3.0 (Unported) und GNU Free Documentation License frei verwendet werden, auch wenn er von uns überarbeitet oder ergänzt wurde."

Ja, die Sachverhaltsquetsche!

Kommentar von vulkanismus ,

Ja, die Besserwisserei. Ich hab´s aus Wiki und nicht von den Herren Blabla.

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