Frage von freiberuflersc, 13

Was kann ein (fremder) Steuerberater von mir fordern?

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin Freiberufler und lebe im aussereuropäischen Ausland. Einer meiner Auftraggeber behauptet jetzt er benötige meine (afrikanischen) Gewerbeschein, oder einen Nachweis dass ich kein Kleingewerbe in DE betreibe, für seinen Steuerberater. Ausserdem wird von diesem, angeblich, bemängelt dass mein Referenzkonto auch ein Pensionskonto sei und ich nachweisen müsse dass meine Tätikeit der Penisonkasse gemeldet sei. Da wir uns nicht im friedlichen getrennt habe vermute ich dass man mich aufs Glatteis führen möchte, bzw. ausloten möchte ob es eine Möglichkeit gibt mich in DE zu diskreditieren. Welche Angaben kann der Steuerberater, der ja nicht meiner ist, zu Recht von mir fordern?

MfG C.S.

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Antwort
von wfwbinder, 11

Da ich nicht weiß um welches Land es geht, kann ich nur allgemein antworten.

Jeder Auftraggeber hat das Recht einen Nachweis zu fordern, dass das Unternehmen, dem er einen Auftrag erteilt, ordnungsgemäß angemeldet ist. Das ist wohl in allen Ländern so. Die Unternehmen in der EU haben auf jeden Fall auch das Recht die USt-iD zu fordern.

Diese Daten, die nur auf ein geordnetes Unternehmen deuten, sollten herausgegeben werden.

Was kann der machen? Wenn alles in Ordnung ist, kein Problem, aber dummes Zeug erzählen, was Prüfungen auslöst, dafür reicht es.

Kommentar von wfwbinder ,

Mit Deinem Kommentar zum Posting von EnnoBecker wird es klarer.

Du arbeitest in Afrika mit einem deutschen Konto für Deine dortige Beratungstätigkeit.

Das kann denen schon seltsam vorkommen, dass die sich absichern wollen, das Deine Tätigkeit ordnungsgemäß angemeldet ist.

Aber woher weis der, dass auf DEinem Konto (Geschäft udn Privat) auch Deine Pension eingeht?

das ist schon seltsam.

Aber Arbeitgeleistet. Nachweis, dass Dein unternehmen angemeldet ist, dann muss er zahlen.

Antwort
von Privatier59, 9
Welche Angaben kann der Steuerberater, der ja nicht meiner ist, zu Recht von mir fordern?

Mag der Steuerberater auch noch so muffig aus der Wäsche schauen, er ist dennoch kein Beamter, sondern Freiberufler. Fordern kann er daher, aber nicht verlangen. Er bekommt eben, was man ihm geben will.

Da wir uns nicht im friedlichen getrennt habe

Ich schließe daraus, dass die Geschäftsverbindung beendet ist. Was brauchen Dich dann die Sachen noch zu kümmern? Oder hast Du noch Geld zu bekommen? Dann sieht es anders aus.

mein Referenzkonto auch ein Pensionskonto sei

Von wem denn Pension? Aus Deutschland? Ist das ein deutsches Konto? Wie kommt Dein Geschäftspartner überhaupt an detaillierte Konteninformationen?

Kurzum: Dein Fall ist so klar wie die Spitze des Kilimandscharo im Nebel. Vielleicht solltest Du für besseres Wetter sorgen.

Kommentar von freiberuflersc ,

Meine einzige Sorge ist das mein letztes Honorar nicht gezahlt wird, eben mit der Begründung er habe das Recht auf diese Informationen, was ich ja geschrieben bekommen habe . Unregelmässigkeiten gibt es nicht, bin nur nicht gewillt mich auf Spielchen einzulassen und Daten herauszugeben die meinen ehemaligen Auftraggeber nichts angehen. Wie er auf die Idee kommt es sei ein Rentenkonto weiss ich nicht, er kann es höchstens vermuten. Wobei ich mich in der ursprünglichen Frage verschrieben habe, es IST ein Girokonto auf das mtl. Pension eingeht, mir wird aber unterstellt es sei ein Rentenkonto. Also aufgrund einer Nachforschung kann er schon mal nicht an diese (Fehl)Informationgekommen sein.

Kommentar von freiberuflersc ,

Ja, dt. Girokonto auf das vom dt. Staat Pension eingeht.

Antwort
von Tina34, 8

zu Recht kann gefordert werden das du deine Unternehmereigenschaft nachweist.

Antwort
von EnnoBecker, 6

Auch wenn sich alle bemühen, den Kilimandscharo zu entdecken und sich auf verschiedenen Wegen herantasten - klar ist hier noch lange nichts.

einen Nachweis dass ich kein Kleingewerbe in DE betreibe

Und vielleicht solltest du das Schreiben noch einmal genau ansehen und dann sagen, was von dir gefordert wird. Da es in DE kein Kleingewerbe gibt, würde der Nachweis, dass du keines führst, schon kognitiv zu erbringen sein.

Falls es um die umsatzsteuerliche Kleinunternehmerschaft geht, so wäre auch dies einfach, denn die Kleinunternehmerschaft in DE gibt es nicht ohne Unternehmenssitz in DE. Und DE liegt nicht in Afrika.

Bleibt nach wie vor die Frage: Was will er und was für ein Verhältnis habt ihr? Also welche Leistung hast du verkauft?

Kommentar von freiberuflersc ,

Ich soll, Begründung: weil dt. Konto, eine dt. Steuernummer beibringen und was für mich absolut hirnrissig ist, einen Rentenbescheid (gibt es nicht, da eben Penionär) sowie den Nachweis ob mein Gewerbe der dt. Rentenanstalt gemeldet wurde.

Ich kann nachweisen dass ich: 1. keinen Wohnsitz in DE habe (dt. Staatsbürger) 2. einen gültigen Aufenthaltstitel hier habe 3. ein Offshoregewerbe betreibe und deshalb in den ersten Jahren als Ausländer auch komplett von den Steuern befreit bin.

Ich befürchte einfach dass ein Grund gesucht wird um die letzte Zahlung zu verweigern, weil was interessiert es den Auftraggeber/Steuerberater ob ich Rente (oder Pension) aus DE erhalte und ob das ordnungsgemäß gemeldet ist.

Kommentar von EnnoBecker ,

Also deine Unternehmereigenschaft wird nicht angezweifelt?

Hm...klingt schon merkwürdig. So als würdest du mit deiner Vermutung recht behalten.

Hoffentlich hast du die Möglichkeiten, das Honorar einzuklagen.

Kommentar von Privatier59 ,

Hoffentlich hast du die Möglichkeiten, das Honorar einzuklagen.

Auf dem Kilimandscharo ist die Internetverbindung so schlecht, dass ich per Brieftaube mit meinem Anwalt verkehren würde!

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