Frage von simone9738, 254

Was ist mit Schwiegertochtr wenn der Mann verstirbt und das Haus gehört dann der minderjährigen Tochter?

Mein Schwiegervater möchte sein Haus seinem Sohn überschreiben und festhalten, dass bei dessen Tod das Haus sofort auf unsere Tochter übergeht. Was passiert mit mir als Schwiegertochter wenn mein Mann frühzeitig verstirbt und die Tochter noch nicht volljährig ist wenn kein Vermögen da ist um das Haus zu erhalten? Bzw. Was ist wenn der Sohn vor dem Vater noch sterben soll muss ich als Schwiegertochter für das Haus dann aufkommen?

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Antwort
von LittleArrow, 192

Die unmündige Tochter kann nur erben, wenn für sie ein Ergänzungspfleger vom Amtsgericht bestellt wurde. Du könntest auf Antrag auch diese Funktion übernehmen, wenn dies nicht schon im Schenkungsvertrag/Testament vorgeschlagen wird.

Geht es um Schenkungsvertrag oder Testament? Beides muss notariell ausgefertigt werden und der Notar sollte die Problematiken dieser alternativen Reihenfolgen kennen. Wenn vor des Schwiegervaters Tod Sohn und Tochter versterben sollten und kein Ersatzerbe vorgesehen ist, dann erbt der Fiskus.

Was passiert mit mir als Schwiegertochter

Du bleibst unbeerbt und mit viel Arbeit zurück.

Kommentar von Privatier59 ,

Fürs erben braucht man keinen Pfleger, nur für eine Schenkung.

Antwort
von Privatier59, 161

In rechtlicher Hinsicht ist das eine recht aufwendige Konstruktion. Da Immobilienübertragungen ohnehin nicht ohne notarielle Beurkundung vollzogen werden können, wird sich der Notar wohl auch darüber Gedanken machen.

Allerdings: Wenn das so abläuft wie von Dir beschrieben, bist Du bei allen Pflichten außen vor. Die Tochter muß zusehen, wie sie den Unterhalt des Hauses finanziert bekommt. Wenn ihr das nicht gelingt, muß sie das Haus eben veräußern.

Im übrigen ist Dir hoffentlich bewußt, daß Du auf Gedeih und Verderb Deiner Tochter ausgeliefert bist. Die könnte Dich dann jederzeit vor die Türe setzen. Ich würde darauf dringen, daß zu Deinen Gunsten ein Wohnrecht bestellt wird.

Kommentar von EdnaImmers ,

sorry - kein Kommentar beabsichtigt


Kommentar von Snooopy155 ,

Es fehlt eigentlich noch der wichtige Hinweis, wer dieses Haus derzeit bewohnt. Sollte dort der Schwiegervater wohnen bleiben, womöglich sogar ein Wohnrecht sich eintragen lassen, dann ist es, solange der Schwiegervater lebt, mit der Unterhaltung des Gebäudes schon deutlich einfacher. Falls der Sohn zuerst versterben sollte ist es eine Frage der Vertragskonstruktion ob das Haus dann zur Erbmasse gehört . Wenn ja, dann wäre auch der Vater neben der Ehefrau erbberechtigt, es sei denn, der Sohn erstellt ein Vermächtnis, in dem festgezurrt wird, dass das Haus an seine Tochter gehen soll.

Ich sehe es so,  dass erst dann klare Aussagen gemacht werden können, wenn der Inhalt der Notarurkunde für die Übertragung  mit allen Nebenabsprachen bekannt ist.

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