Frage von KAACKBusiness Profil - Light, 13

Was ist die beste Geldanlage, Aktien?

Gibt es Alternativen zu Aktien, Staatsanleihen, Aktienfonds und Gold? Tages- und Festgelder sollen zu den beliebtesten Anlageformen in Deutschland gehören. Oder nimmt jemand sein Geld selbst in die Hand?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von freelance, Community-Experte für Aktien, 3

es gibt nicht DIE beste Anlage. Es gibt Anlagen, es gibt persönliche Lebensumstände, es gibt eine Lebensplanung etc. Und dem entsprechend ist für den einen Tagesgeld eine gute Anlage, für einen anderen eine Immobilie, für wieder einen das Kopfkissen oder wieder für einen anderen ein Ratenkredit, wenn er kein Vermögen hat.

Streuung und Diversifikation über verschiedene Assetklassen und Regionen ist eine gute Geldanlage, wenn man das Vermögen dazu hat.

Expertenantwort
von gandalf94305, Community-Experte für Aktienfonds, 3

All diese Börsengeschäfte sind Zockerei und nur wer wirklich dreistellige Millionenbeträge sein Vermögen nennen kann, kann da mitspielen. Alles Skandale und übles Zeug, von dem man da so liest... Zertifikate und andere windigen Produkte ziehen den harmlosen Privatanlegern die letzten Socken aus.

So ungefähr stellt sich das Bild oft dar, wenn man auf Stammtischniveau diskutiert. Die meisten Leute, die da heftigst mitdiskutieren (ja, und doch eine wesentliche Zahl der Schreiberlinggilde und TV-Berichterstatter zähle ich dazu), haben praktisch keine Ahnung von der Funktionsweise der Märkte, plappern jedoch munter dem Volk nach dem Mund. Politiker haben ganz andere Interessen und wissen, womit sie punkten können. Ob das im Sinne der Anleger ist, stellt sich als ganz andere Frage.

Daher sehe ich das Ganze unter zwei Aspekten:

  • Unter dem Aspekt eines vernünftigen Vermögensmanagements für harmlose Privatanleger gibt es langfristig keine Alternative zu sinnvoll diversifizierten Anlagen in Aktien und Anleihen, vielleicht sogar mit Beimischungen von Immobilien und anderen Assetklassen. Das zeigen Rückbetrachtungen, die natürlich keine Garantie für die Zukunft sind, aber da sich viele der Charakteristika durchaus aus Marktprinzipien und der gesetzlich definierten Eigenschaften von Aktien und anderen Investments ergeben, läßt sich zumindest eine wohlfundierte Meinung für die Zukunft formulieren :-)

  • Unter dem Risikoaspekt sind alle Investments, die man nicht versteht, ein Risiko. Für die bei weitem meisten Privatanleger in Deutschland sind die Kapitalmärkte bestenfalls ein Buch mit sieben Siegeln, schlimmstenfalls ein Casino. Sie setzen daher auf Versicherungen und Sparprodukte, die zwar nach Steuern und Inflation verlieren, aber damit immer noch besser liegen als ein Deka Blubb-Super-Global-Garantie Fonds, den sie blind und ohne Verständnis für das Produkt kaufen.

Daher gibt es aus meiner Sicht zwei Antworten auf Deine Frage.

Einerseits ist die Anlageform der Aktien als Partizipation an der Wirtschaft unverzichtbar und liefert selbst bei sehr ungünstigen Kaufkursen auf Sicht von 30+ Jahren als Altersvorsorge angelegt durchaus deutlich solidere Renditen als jedes andere Investment. Volatilität auf solche Zeiträume ist eine Chance, die man nutzen sollte.

Andererseits muß deutlich mehr in Bezug auf Weiterbildung der Anleger und solcher, die es werden wollen, getan werden. Es muß in der Breite eine Aufklärung über Funktionsweisen, Chancen und Risiken erfolgen, damit zwar nicht letztendlich jeder über das Thema so munter plaudern kann wie über Fußball, wohl aber so wie man sich über Autos ausläßt. Wie ein Auto funktioniert, weiß man ja auch nur grob. Wenn's aber klappert, weiß man, daß hier etwas nicht stimmt.

Abgesehen davon hast Du eine Anlageform gar nicht erwähnt: Private Equity bzw. Beteiligungen oder in der anderen Form - Unternehmensgründungen. Natürlich sind das auch Risiken, die man eingeht, aber es gibt sehr viele Beispiele von Unternehmen, die aus Kinderschuhen erwachsen werden und sich durch Innovation und Leistung behaupten. "Geld selbst in die Hand" zu nehmen bedeutet daher, einen Weg zu finden, die eigene intellektuelle Leistung in Rendite umzumünzen. Vielleicht nicht in den ersten fünf Jahren, wohl aber danach.

Also: eine Partizipation am Erfolg der Wirtschaft ist unverzichtbar und in der Historie der letzten über 100 Jahre das einzige Instrument, das über die stattfindende Wertschöpfung für Inflationsausgleich und Rendite sorgt. Manche Leute investieren selbst (leider die wenigsten), andere trauen sich zumindest, ihr Vermögen in erfahrene Hände von Vermögensmanagern zu geben. Leider bleibt immt noch der größte Teil übrig, der keine dieser Möglichkeiten nutzt und vielfach jede Bewegung der Märkte nach unten für ein Kapitalmarktbashing nutzt, da eben nicht verstanden wird, was dahintersteckt. Versicherungen und Tagesgeld/Festgeld dominieren noch.

Jetzt darfst Du laut "Wind of Change" trällern :-)

Kommentar von gandalf94305 ,

PS: Und natürlich frage ich mich, warum ein Nutzer mit dem Label "Business" diese Frage stellt. Von dem, was auf Deinem Profil steht, würde ich jedem harmlosen Privatanleger ungesehen abraten, da dies ohne Kenntnis der Materie ein höchst riskantes Geschäft mit garantiert hohen Verlustchancen ist.

PPS: Und DEN Namen hätte ich für ein Unternehmen nicht gewählt ;-) Das ist wie Boing für Flugzeuge und Oracle für Datenbanken.

Antwort
von festzinsanlage, 3

es gibt genügend Angebote Geld anzulegen abseits vom Girokonto oder Tagesgeld. Allerdings steigt dein Risiko damit. Nachrangdarlehen, Genussrechte, Immobilien etc. bieten nach wie vor hohe Zinsen. Aber bitte ausreichend darüber informieren vor der Investition!!!

Antwort
von SachwertTicker, 3

Wie die Vorredner schon sagten hängt das maßgeblich von einem persönlich und v.a. auch von dem verfügbaren Kapital ab. Aus meiner Sicht ist das A und O Sachwerte oder sachwertbasierte Investments. Und hier wiederum eine breite Streuung. Interessante Investmentfonds, Aktien, Immobilien sind hier zu nennen. Darüber hinaus, wenn es z.B. börsenunabhängig sein soll, dann kann man sich durchaus mit dem Bereich der neu regulierten AIF´s (Alternativen Investmentfonds) wie z.B. erneuerbare Energienfonds, Immobilien (Kita, Pflegeheime, Einzelhandel, Wohnen, Büro), Züge etc. beschäftigen. Auch für den ein oder anderen interessant sog. Direktinvestments im Bereich der Logistik. Hier gibt es z.B. Anbieter, die seit ca. 40 Jahren erfolgreich agieren.

Kommentar von Niklaus ,

Wie viel der sogenannten AIF haben den ein vorzeitiges Ende mit Schrecken erlebt. Leere Vermietung, keine geregelte Abnahme der Leistung etc. Die Solarbranche und die vielen mißglückten geschlossenen Immobilienfonds sind nur zwei Beispiele. Kein Erträge, kein Ausschüttungen , Kapital verloren.

Antwort
von hildefeuer, 3

Ernsthaft sollte man sich nicht mit Investionen in Aktien beschäftigen. Da ist alles Lug und Trug. Ein Skandal reiht sich an den nächsten. In den 80ern Metabox Hildesheim und Telekom Aktien Abzocke, in den vergangen 10 Jahren Mädoff und andere heute Barcleys: http://www.welt.de/wirtschaft/article129509474/US-Ermittler-werfen-Barclays-Abzo... Man muss schon ein richtiger Glücksritter oder Wahnsinnig sein um in Aktien zu investieren. Und natürlich: jeden Tag vor der Tagesschau wird berichtet das die Aktienmärkte steigen und es wird entsprechend Kommentiert damit wir alle kaufen. Es werden Schlachtschweine gesucht! Die Citiyboys in London kommen vor Lachen und feiern nicht zum schlafen.

Kommentar von hildefeuer ,

googelt mal Stefan Domeyer....... Geschäftsführer von Metabox.

Kommentar von SachwertTicker ,

sehr oberflächlich. Es gibt tausende von Aktien und hier sind eben die negativen "Paradebeispiele" aufgeführt. Was ist denn mit Titeln von Versorgern, Versicherern oder Pharmaunternehmen. Oder ist eine RWE, BASF und Allianz auch eine kleine Madoff?

Kommentar von hildefeuer ,

RWE hat doch mit den City-Boys in London Partys gefeiert. Allianz hat doch Millionen bei zwielichtigen Münchner Filmrechtehändlern (ein Autoverkäufer und ein BWL-Student) in den Sand gesetzt. Die Klagen sind doch nach Jahrzehnten immer noch nicht abgeschlossen. Auch das waren alles Aktien die von der Allianz erworben wurden, was glaubst Du warum die jetzt die Mindestrendite bei Lebensversicherungen nicht mehr zahlen wollen? Die haben sich auch verspekuliert.

Kommentar von Niklaus ,

Der DAX hat von 1965 bis 2014 tatsächlich 1800 % erwirtschaftet. Im 10-Jahresbeeich immerhin noch 9,87 %.

Das wissen z.B. auch viele ausländische Investoren. 54 % des Kapitals in den 30 DAX-Unternehmen ist in ausländischer Hand. bei 18 Unternehmen sogar mehr als 70 %. Erst vor ein paar Wochen hat ein Scheich aus Katar sich für 6 % bei der Deutschen Bank eingekauft. Die ausländischen Investoren wissen, dass man in Deutschland auf dem Aktienmarkt viel Geld verdienen kann. Was machen die Deutschen. Sie legen ihr Geld in Tagesgeld, Festgeld, Sparbriefen, Bausparverträgen und Versicherungen an. Das zeugt wirklich von absolut mangelndem Finanzwissen. Altersvorsorge kann man damit nicht betreiben, das führt direkt in die Grundsicherung im Rentenalter.

Kommentar von hildefeuer ,

Das hat nix mit Finanzwissen zu tun. Das hat der Scheich von Katar auch nicht, der kann sich aber teure Berater leisten. Der kann es sich auch leisten zu Zocken, egal ob mit Aktien oder in der Spielbank......

Antwort
von Niklaus, 3

Die für mich ideale Form der Geldanlage, bei ausreichendem Zeithorizont, sind Aktienfonds. Immer Verfügbar, hohe Rendite, hohe Sicherheit. Insolvenz- und inflationssicher.

Die Marktschwankungen habe nichts mit Sicherheit zu tun. Der DAX hat von 1965 bis 2014 tatsächlich 1800 % erwirtschaftet. Im 10-Jahresbeeich immerhin noch 9,87 %.

Das wissen z.B. auch viele ausländische Investoren. 54 % des Kapitals in den 30 DAX-Unternehmen ist in ausländischer Hand. bei 18 Unternehmen sogar mehr als 70 %. Erst vor ein paar Wochen hat ein Scheich aus Katar sich für 6 % bei der Deutschen Bank eingekauft. Die ausländischen Investoren wissen, dass man in Deutschland auf dem Aktienmarkt viel Geld verdienen kann. Was machen die Deutschen. Sie legen ihr Geld in Tagesgeld, Festgeld, Sparbriefen, Bausparverträgen und Versicherungen an. Das zeugt wirklich von absolut mangelndem Finanzwissen. Altersvorsorge kann man damit nicht betreiben, das führt direkt in die Grundsicherung im Rentenalter.

Antwort
von althaus, 3

Wer Vermögen hat und keine Ahnung hat, sollte es besser einen Profi überlassen. Die beste Geldanlage gibt es nicht, da man nicht weiss wie sich die einzelnen Anlagen in Zukunft entwickeln werden. Es gibt aber sichere Anlagen, deren Rendite sich bestimmen läßt.

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