Frage von VL1500, 35

Was ist bei einer Teleskopkrone eine gute Begründung, die den 3,5 fachen Kostensatz rechtfertigt?

Bin Beamter und meine Beihilfestelle erklärt auf Anfrage, dass sie eine Begründung wie " starke Papillenblutung, überlange klinische Kronen" nur mit dem 2,3 fachen abrechnen würde. Genau das steht aber auf der Rechnung des Zahnarztes, die ich noch nicht eingereicht habe. Auf Nachfrage, was denn eine angemessene Begründung sei, wird eine Antwort nicht gegeben (verständlich!).

Support

Liebe/r VL1500,

leider passt deine Frage thematisch nicht auf Finanzfrage.net. Dir kann in diesem Fall auf gesundheitsfrage.net besser geholfen werden.

Herzliche Grüsse

Jürgen vom finanzfrage.net-Support

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Antwort
von Sobeyda, 33

Ich kann die Beihilfe gut verstehen. Früher war es die absolute Ausnahme, dass auf eine privatärztlichen Rechnung der 3,5-fache Satz genommen wurde, heute bekomme ich kaum eine ohne, mit Vorliebe auf Positionen mit hohem Satz. Nach meiner Meinung in den seltensten Fällen gerechtfertigt.

Deine eigentliche Frage kann ich mangels medizinischer und abrechnungstechnischer Kenntnisse nicht beantworten, aber ich würde von der Rechnung nur das bezahlen, was erstattet wurde. Dann kann der Zahnarzt eine vernünftige Begründung nachliefern oder er muss Dich verklagen.

Antwort
von Headbaenger, 31

Also wenn dein ZA nicht nach Kassentarif abrechnet, sondern privat mit dir, dann kann er prinzipiell erst einmal vereinbaren, was er will (mit dir).

Allerdings muss er - auf Nachfrage - schon detailliert erklären können, wie sich eine Rechnung zusammen setzt.

Kommentar von Privatier59 ,

Privatpatienten werden NIE zum Kassentarif abgerechnet! Und vereinbaren was er will kann der Zahnarzt auch bei Privatpatienten nicht. Es gibt die GOZ und an die muß er sich halten.

Antwort
von Privatier59, 23

Hier ist kein medizinisches Forum und es wäre ein Wunder, wenn hier ein Zahnarzt vertreten wäre (die fahren lieber nach Hawaii oder im Porsche). Da ich selber Privatpatient bin, habe ich auch schon Abrechnungen mit derartigem Steigerungssatz erlebt und bin aus der GOZ (Gebührenordnung für Zahnärzte) nicht viel schlauer geworden was die Zulässigkeit des Steigerungssatzes betrifft. Da ich ausschließlich mit meiner Versicherung abrechnen muß und diese mir nicht solche Probleme bereit wie Dir die Beihilfestelle, habe ich die Sache nicht weiter verfolgt.

Dein Problem ist, dass Du zwischen den Stühlen sitzt: Die Aussage der Beihilfestelle scheint mir in dieser Allgemeinheit fraglich. Wende Dich doch an die Zahnärztekammer und bitte um eine schriftliche Stellungnahme zu der Berechnung.

Fällt die zu Ungunsten des Zahnarztes aus, dann wird dessen Rechnung gekürzt. Fällt sie aber zu Gunsten des Zahnarztes aus, dann dürfte es der Beihilfestelle schwer fallen, weiter bei ihrer Ansicht zu bleiben. Falls doch, kann man durchblicken lassen, dass es sich um klagbare Ansprüche handelt und man bereit ist, diesen Weg zu gehen.

Antwort
von SBerater, 22

diese Frage würde ich entweder einen Versicherungsmitarbeiter oder einen Zahnarzt stellen. Beide sollte wissen, was zu tun ist.

Mein Zahnarzt hat mir zumindest mal erklärt, warum ich einige Positionen auf einer Rechnung nicht bezahlt bekommen habe. Und er hat mir auch erklärt, was ich sagen soll, um doch mein Geld zu bekommen.

Du vermutest schon wg. der Rechnung ein Problem? Dann würde ich ich das mit dem Arzt vorher abstimmen, wie er den Fall sieht.

Antwort
von alfalfa, 20

Nun, es geht darum, dass die Beihilfe nicht mitzieht. Der Zaubersatz heisst medizinisch notwendig und besonders kompliziert. Darum geht es. Aber - je nach Beihilfe wird auch die Anzahl der Kronen limitiert. Was die PKV übernimmt ist den AVB zu entnehmen.

Antwort
von FREDL2, 17

Auch Dein Zahnarzt hat Dich als optimale Quelle zur Erhöhung seines Einkommens erkannt, deswegen der 3,5fache Satz. Bei Privatpatienten ist seit geraumer Zeit alles "besonders schwierig". Genau aus diesem Grund habe ich mich von meinem letzten Zahnarzt verabschiedet.

Dem nächsten werde ich mitteilen, dass ich nur den 2,3fachen Satz akzeptieren werde. Sollte er in mir mittendrin doch einen "besonders schwierigen Fall" erkennen, muss er mir das vorher mitteilen. Ansonsten - Zahnärzte gibt es in meiner Stadt ein paar Hundert.

Ich habe nämlich vor, ab sofort ein besonders schwieriger Patient zu sein. Wer zahlt, schafft an. Alte Indianerweisheit.

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