Frage von AffemitTastatur, 320

Was ist als Nachweis für eine Bareinzahlung nötig?

Die Situation: Wohlhabender Großvater (Franzose) löst Sparbücher auf und verkauft Wertpapiere. Er lässt sich alles in bar auszahlen und reist nach Deutschland, um vorzeitig seine Erben zu beglücken, 60.000 EUR davon gingen dabei an uns.

Er ist schon länger Rentner und hat die Zinsen und Gewinne in Frankreich bereits versteuert, Schenkungssteuer in FRA soll auch keine anfallen. (Auf die Frage, warum er nicht einfach das Geld überwiesen hat oder Schecks benutzt, antwortete er, dass Bargeld sich schöner als Geschenk verpacken lässt...)

Wir haben jetzt Folgendes vor: - Schenkung beim Finanzamt anmelden - das Geld von der Matratze aufs Bankkonto transferieren

Finanzamt sollte kein Problem sein, auf Anfrage hat der Großvater uns einen Schenkungsvertrag unterschrieben. Falls das Amt mehr braucht, gibt es uns ja bescheid, richtig?

Wie zahlen wir nun das Bargeld ein? Ab 15.000 EUR sind ja Nachweise nötig, reicht da die Kopie von der Bargeldauszahlung in Frankreich plus dem Schenkungsvertrag? Ich habe keine Lust mir mein Konto Sperren zu lassen wegen Geldwäscheverdacht oder ein Date mit dem BKA.

Grüße,

Tobi

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Privatier59, 246

Da ist wohl ein Mißverständnis:

Bei einem Bargeschäft ab 15.000 Euro muß die Bank den Einzahler identifizieren. Mehr ist da nicht. Die Bank selber erhebt keine Nachweise über die Herkunft des Geldes. Es bringt also überhaupt nichts, irgendwelche Unterlagen mit zur Bank zu nehmen.

Ich warne aber davor, hier in kurzer Folge Bareinzahlungen im Bereich knapp unter 15.000 Euro vorzunehmen. Auf diese Idee sind nämlich die professionellen Geldwäscher auch gekommen. Es gibt sogar einen Fachbegriff dafür: Smurfing. Um dem vorzubeugen haben die Banken spezielle Computerprogramme entwickelt die dann Alarm schlagen. Die Einzahlung einer großen Summe ist viel unverdächtiger als die von etlichen Kleinbeträgen.

Und da Du die Schenkung beim FA anmeldest kann Dir ja ohnehin nichts passieren.

Wenn Du im übrigen Kunde einer Filialbank bist, dann sprich doch Deinen Kundenberater auf die Sache an. Dann ist die Bank auf diese Weise benachrichtigt und wird keinen bösen Verdacht hegen.

Kommentar von Gaenseliesel ,

logisch und nachvollziehbar ! DH !

Antwort
von Hauseltr, 177

Schenkungssteuer Enkelkinder 200.000 frei

Dann interessiert sich auch das Finanzamt nicht dafür, höchstens für spätere Zinserträge.

Antwort
von Snooopy155, 187

Du gibst Dir doch die Antwort selbst - zahle es halt in kleineren Beträgen ein, dann ist kein Nachweis gefragt.

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