Frage von MIchaelmivh, 135

Was bedeutet der Pflichtteilsergänzungs-Anspruch?

Der Erwerber verzichtet auf sein gesetzliches Pflichtteilsrecht und etwaige Pflichtteilsergänzunsansprüche, ebenso auf Vermächtnisansprüche in Höhe des gesetzlichen Pflichtteils. Der Verzicht erstreckt sich auf die Abkömmlinge. Der Verzicht wird angenommen. Ein Erbverzicht wird nicht gewünscht. Der Notar hat über den Unterschied zwischen Erb- und Pflichtteilsversicht unterrichtert. Bitte Hilft mir bei der Erklärung MFG

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Antwort
von Franzl0503, 135

Michael:

Hat der Erblasser den Nachlass durch eine Schenkung unter Lebenden in den letzten 10 Jahren vor dem Erbfall vermindert und dem Pflichtteilsberechtigten nicht soviel hinterlassen, dass sein Pflichtteil auch bei Hinzurechnung des Wertes der Schenkung gedeckt wäre, so kann dieser von dem Erben eine entsprechende Ergänzung seines Pflichtteils verlangen (§ 2325, 2326 BGB ), wobei Geschenke, die er selbst erhalten hat, anzurechnen sind (§ 2327 BGB).

Der Erbe haftet, sofern er selbst pflichtteilsberechtigt ist, für diese Nachlassverbindlichkeit nur bis zur Höhe seines Pflichtteils; soweit der Erbe hiernach nicht haftet, kann der Pflichtteilsergänzungsanspruch gegen den Beschenkten nach den Vorschriften über die ungerechtfertigte Bereicherung geltend gemacht werden (§§ 2328, 2329 BGB).

Der Pflichtteilsergänzungsanspruch soll verhindern, dass der Erblasser durch Schenkungen den Pflichtteilsanspruch aushöhlt.

Kommentar von wfwbinder ,

Top erklärt. DH

Kommentar von gammonwarmal ,

http://www.hans.de/kanzlei/erbrecht/lexikon-erbrecht.php?tab=P%2CQ%2CR

Hier findet man dazu folgenden Text:

Hat der Erblasser den Nachlass durch eine Schenkung unter Lebenden in den letzten 10 Jahren vor dem Erbfall vermindert und den Pflichtteilsberechtigten nicht so viel hinterlassen, dass sein Pflichtteil auch bei Hinzurechnung des Wertes des Geschenkes nicht gedeckt wäre, so kann dieser von den Erben eine entsprechende Ergänzung des Pflichtteils verlangen, wobei Geschenke, die er selbst erhalten hat, anzurechnen sind. Der Erbe haftet, sofern er selbst pflichtteilsberechtigt ist, für diese Nachlassverbindlich-keit nur bis zur Höhe seines Pflichtteils. Soweit der Erbe hiernach nicht haftet, kann der Pflichtteilsberechtigte unmittelbar gegen den Beschenkten nach den Vorschriften der ungerechtfertigten Bereicherung vorgehen.

Kommentar von MIchaelmivh ,

Okay vielen dank für die schnellen antworten. Noch ein paar infos. Der grundübertrag ist schon ca 16 jahre her heist das dann das ich trotzdem mein ganzen Pflichtteil erhalte ? Mfg Michi

Antwort
von MIchaelmivh, 81

Okay vielen dank für die schnellen antworten. Noch ein paar infos. Der grundübertrag ist schon ca 16 jahre her heist das dann das ich trotzdem mein ganzen Pflichtteil erhalte ? Mfg Michi

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