Frage von Zitterbacke 02.12.2009

Was bedeutet betriebsbedingt bei einer Kündigung?

  • Hilfreichste Antwort von althaus 02.12.2009
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Wenn der gekündigte seinen Arbeitsplatz erhalten will bzw. in dem Unternehmen weiterbeschätigt werden möchte, sollte er unbedingt einen Anwalt zu Rate ziehen. Ein Arbeitnehmer, der sich noch nie mit dem Thema beschäftigt hat weiß nicht was er dagegen tun kann, kennt seine Rechte nicht, und ist somit überfordert. Es gibt viele Möglichkeiten und wenn doch nicht, dann zumindest eine verhandelbare Abfindung. ....zu betriebsbedingte Kündigung. ...Gründe, die schon genannt wurden können zutreffen, müssen aber nicht. Ich habe jahrelang erlebt wie Kollegen betriebsbedingt entlassen worden sind und gleichzeitig in der gleichen Abteilung aber andere Gruppe neue Leute eingestellt wurden. Es sind keine Abteilungen geschlossen worden, noch ging der Gewinn zurück, im Gegenteil es wurden sogar Rekordgewinne gechrieben. Versetzungen/ Umschulungen und Weiterbildung wurden weder angeboten noch in Aussicht gestellt, ebenfalls wurde keine Sozialwahl getroffen. Ein Mitarbeiter mit schwerbehinderte Frau oder Mitarbeiter mit Familie und Kinder wurden trotz Betriebszugehörigkeit von über 20 Jahre die Aufgabe entzogen und vor die Alternative gestellt sich entweder selbst intern zu bewerben oder sich mit Abfindung zu verabschieden. ...(Ach ja, wer versuchte sich intern zu bewerben wurde gleich darauf aufmerksam gemacht, das nur fertige Leute gesucht werden. Für Weiterbildung hat man keine Zeit!) Das was der Angestellte kann durfte er ja nicht mehr machen. Also kannst Du Dir ja denken, daß fast alle, die Abfindung gewählt haben. Im Aufhebungsvertrag stand dann was mit betriebsbedingt.Im Grunde genommen war diese Taktik notwendig um der Presse mitzuteilen, daß keine betriebsbedingte Kündigungen ausgesprochen wurde. Alles sozial verträglich abgewickelt! ...Traue keinem Arbeitgeber. Versuche rauszuholen was möglich ist! Der Betriebsrat ist oft vergeblich eine Anlaufstelle. Er wird ja auch vom Arbeitgeber bezahlt. Es macht aber Sinn, einem vom Betriebsrat als Zeuge bei den Personalgesprächen dabei zu haben.

  • Antwort von qtbasket 02.12.2009
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Der Arbeitgeber möchte Personal entlassen. Das kann er nur aus betriebsbedingten Gründen, (im Gegensatz zu personenbezogenen Gründen = Fehlverhaltenn des Arbeitnehmers.)

    Bei betriebsbedingten Gründen gibt es hohe Hürden, so ist womöglich ein Sozialplan erforderlich.

    Der Arbeitgeber muss eine Sozialauswahl treffen, und oft ist diese falsch. Insofern sollte eine gfl. Kündigung immer überprüft werden. Ansprechpartner ist der betriebsrat oder die Gewerkschaft.

  • Antwort von wfwbinder 02.12.2009
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Es gibt immer Gründe gegen eine Kündigung vozugehen. Er sollte sich in seinem speziellen Fall mal mit dem Betriebsrat und ggf. der Gewerkschaft unterhalten.

    • Betriebsbedingt Das bedeutet, dass der Grund nciht in der Person des Arbeitnehmers liegt (verhaltsbedingte Kündigung als Beispiel, dauerndes zu spät kommen), sondern in betrieblichen Abläufen begründet ist.

    Schließung der Abteilung, geringerer Auftragsbestand und Produktionskürzung.

    Wichtig wäre dabei zu prüfen, ob der Betrieb in anderen Abteilungen Einstellungen vornimmt, dann hätte man ihm eine Versetzung anbieten müssen, ggf. mit Umschulung/Weiterbildung.

  • Antwort von doublecrosser 02.12.2009
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Mir ist es auch so ergangen, hatte auch eine betriebsbedingte Kündigung im Kleinbetrieb bekommen. Es war alles rechtens und ich hätte auch vor dem Arbeitsgericht keine wirkliche Chance da weiter zu kommen. In jedem Falle sollte man in punkto Arbeitsrecht einen Fachanwalt zu rate ziehen.

  • Antwort von Zitterbacke 02.12.2009

    Noch etwas zur nähere Erleuterung: Die sind nur 10 Mitarbeiter, haben keinen Betriebsrat und er ist nicht in der Gewerkschaft. Äußerst ungünstige Bedingungen. Glaube ich.

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